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Opera Libretti




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Mozart
Die Entfuhrung aus dem Serail
Synopsis
Introduction
1 ERSTER AUFZUG
2 ZWEITER AUFZUG
3 DRITTER AUFZUG

DRITTER AUFZUG
Platz vor dem Palast des Bassa Selim. Auf einer Seite der Oalast des
Bassa; gegenüber die Wohnung des Osmin; hinten
Aussicht auf das Meer. Es ist Mitternacht.

N.17 Arie

BELMONTE
Ich baue ganz auf deine Stärke,
Vertrau', o Liebe, deiner Macht,
Denn ach! Was wurden nicht für Werke
Schon oft durch dich zu Stand' gebracht?
Was aller Welt unmöglich scheint,
Wird durch die Liebe doch vereint.

N.18 Romanze

PEDRILLO
In Mohrenland gefangen war
Ein Mädel hübsch und fein;
Sah rot und weiss, war schwarz von Haar,
Seufzt Tag und Nacht und weinte gar,
Wollt' gern getröstet sein.

Da kam aus fremdem Land daher
Ein junger Rittersmann;
Den jammerte das Mädchen dehr,
Ha, rief er, wag' ich Kopf und Ehr',
Wenn ich sie retten kann.

Ich komm' zu dir in finstrer Nacht,
Lass, Liebchen, husch mich ein!
Ich fürchte weder Schloss nach Wacht,
Holla, horch auf, um Mitternacht
Sollst du erlöset sein.

Gesagt, getan; Glock' zwölfe stand
Der tapfre Ritter da;
Sanft reicht sie ihm die weiche Hand,
Früh man die leere Zelle fand;
Fort war sie Hopsasa!

N.19 Arie

OSMIN
Ha, wie will ich triumphieren,
Wenn sie euch zum Richtplatz führen
Und die Hälse schnüren zu!
Hüpfen will ich, lachen, springen
Und ein Freudenliedchen singen,
Denn nun hab' ich vor euch Ruh.
Schleicht nur säuberlich und leise,
Ihr verdammten Haremsmäuse,
Inser Ohr entdeckt euch schon,
Und eh' ihr uns könnt entspringen,
Seh ich euch in unsern Schlingen,
Und erhaschet euren Lohn.

N.20 Rezitativ und Duett

BELMONTE
Welch ein Geschick! O Qual der Seele!
Hat sich denn alles wider mich verschworen!
Ach, Konstanze! Durch mich bist du verloren!
Welch eine Pein!

KONSTANZE
Laß, ach Geliebter, laß dich das nicht quälen.
Was ist der Tod? Ein Übergang zur Ruh!
Und dann, an deiner Seite,
Ist er Vorgefühl der Seligkeit.

BELMONTE
Engelseele! Welch holde Güte!
Du flößest Trost in mein erschüttert Herz,
Du linderst mir den Todesschmerz
Und ach, ich reiße dich ins Grab.

Meinetwegen willst du sterben!
Ach, Konstanze! Darf ich's wagen,
Noch die Augen aufzuschlagen?
Ich bereute dir den Tod!

KONSTANZE
Belmonte, du stirbst meinetwegen!
Ich nur zog dih ins Verderben
Und ich soll nicht mit dir sterben?
Wonne ist mir dies Gebot!

BEIDE
Ach, Geliebe(r), dir zu leben
Ist mein Wunsch und all mein Streben;
Ohne dich ist mir's nur Pein,
Länger auf der Welt zu sein.

BELMONTE
Ich will alles gerne leiden.

KOSNTANZE
Ruhig sterb' ich dann mit Freuden,

BEIDE
Weil ich dir zu Seite bin.
Um dich Geliebte(r),
Gäb' ich gern mein Leben hin!
O welche Seligkeit!
Mit dem (der) Geliebten sterben
Ist seliges Entzücken!
Mir wonnevollen Blicken
Verläßt man da die Welt.

N.21a Vaudeville

BELMONTE
Nie werd' ich deine Huld verkennen;
Mein Dank sei ewig dir geweift;
An jedem Ort zu jeder Zeit
Werd' ich dich groß und edel nennen.

ALLE
Wer so viel Huld vergessen kann,
Den seh' man mit Verachtung an!

KONSTANZE
Nie werd' ich im Genuß der Liebe
Vergessen, was der Dank gebeut,
Mein Herz, der Liebe nur geweiht,
Hegt auch dem Dank geweihte Triebe.

ALLE
Wer so viel Huld vergessen kann,
Den seh' man mit Verachtung an!

PEDRILLO
Wenn ich es je vergessen könnte,
Wie nah' ich am Erdrosseln war.
Und all der anderen Gefahr;
Ich lief', als ob der Kopf mir brennte.

ALLE
Wer so viel Huld vergessen kann,
Den seh' man mit Verachtung an!

BLONDE
Herr Bassa, ich sag' recht mit Freuden
Viel Dank für Kost und Lagerstroh.
Osmin, das Schiksal will es so,
Ich muß von dir auf ewig schneiden.
Wer so wie du nur zangen kann,
Den sieht man mit Verazhtung an!

OSMIN
Verbrenne sollte man die Hunde,
Die uns so schändlich hintergehn,
Es ist nicht länger anzusehn.
Mir stockt die Zunge fast im Munde,
Um ifren Lohn zu ordnen an:
Erst geköpft,
dann gehangen,
dann gespießt
auf heiße Stangen;
dann vebrannt,
dann gebunden,
und getaucht;
zuletzt geschunden.
(Er läuft voll Wut ab)

KONSTANZE, BELMONTE, BLONDE, PEDRILLO
Nichts ist so häßlich als die Rache;
Hingegen menschlich gütig sein,
Und ohne Eigennutz verzeihn,
Ist nur der großen Seelen Sache!
Wer dieses nicht erkennen kann,
Den seh' man mit Verachtung an!

N.21b Chor der Janitscharen

CHOR
Bassa Selim lebe lange,
Ehre sei sein Eigentum!
Seine holde Scheitel prange
Voll von Jubel, voll von Ruh.

 

 


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11:30:37 AM, 29 August 2014
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