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Opera Libretti




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Mozart
Die Zauberflote
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 2 Scene V
Act 2 Scene VI
Act 2 Scene VII
Act 2 Scene VIII
Act 2 Scene IX
Act 2 Scene X

Scene 4

 
Das Theater verwandelt sich in eine Halle, wo das Flugwerk gehen
kann. Das Flugwerk ist mit Rosen und Blumen umgeben, wo sich sodann
eine Türe öffnet. Ganz vorne sind zwei Rasenbänke.
 
(Tamino und Papageno werden ohne Säcke von den zwei
Priestern hereingeführt.) 
 

Dialog

Sprecher:
 Hier seid ihr euch beide allein überlassen. Sobald die Posaune
 tönt, dann nehmt ihr euren Weg dahin. Prinz, lebt wohl! Noch
 einmal, vergeßt das Wort nicht: Schweigen.
(Geht ab.) 
 
Zweiter Priester:
 Papageno, wer an diesem Ort sein Stillschweigen bricht, den strafen
 die Götter durch Donner und Blitz. Leb wohl!
(Geht ab.) 
 
(Tamino setzt sich auf eine Rasenbank.) 
 
Papageno (nach einer Pause):
 Tamino!
 
Tamino (verweisend):
 St!
 
Papageno:
 Das ist ein lustiges Leben! Wär' ich lieber in meiner
 Strohhütte, oder im Wald, da hör ich doch noch manchmal
 einen Vogel pfeifen.
 
Tamino (verweisend):
 St!
 
Papageno:
 Also, mit mir selber werd ich ja vielleicht noch reden dürfen;
 und auch wir zwei, wir können miteinander sprechen, wir sind ja
 Männer. La la la-la la la! 
 
Tamino (verweisend):
 St!
 
Papageno (pfeift):
 Nicht einmal einen Tropfen Wasser bekommt man bei diesen Leuten; viel
 weniger sonst was. 
 
(Ein altes häßliches Weib kommt aus der Versenkung,
hält auf einer Tasse einen großen Becher Wasser.) 
 
 
Papageno (sieht sie lang an):
 Ist das für mich?
 
Altes Weib:
 Ja, mein Engel!
 
Papageno (sieht sie wieder an, trinkt):
 Wasser! Nicht mehr und nicht weniger als Wasser. - Sag du mir, du
 unbekannte Schöne, werden alle fremden Gäste auf diese Art
 bewirtet? 
 
Altes Weib:
 Freilich, mein Engel!
 
Papageno:
 So, so! - Auf diese Art werden die Fremden auch nicht gar zu
 häufig kommen. 
 
Altes Weib:
 Sehr wenig.
 
Papageno:
 Das kann ich mir denken. Geh, komm, Alte, setze dich ein bisser! her
 zu mir, mir ist die Zeit verdammt lang. Sag du mir, wie alt bist denn
 du? 
 
Altes Weib:
 Wie alt?
 
Papageno:
 Ja!
 
Altes Weib:
 Achtzehn Jahr und zwei Minuten.
 
Papageno:
 Achtzig Jahr?
 
Altes Weib:
 Achtzehn Jahr und zwei Minuten.
 
Papageno:
 Achtzehn Jahr und zwei Minuten?
 
Altes Weib:
 Ja!
 
Papageno:
 Ha ha ha! - Ei, du junger Engel! Sag mal, hast du auch einen
 Geliebten? 
 
Altes Weib:
 Ei, freilich, mein Engel!
 
Papageno:
 Ist er auch so jung wie du?
 
Altes Weib:
 Nicht gar, er ist um zehn Jahre älter.
 
Papageno:
 Was, um zehn Jahre ist der noch älter als du? Das muß
 ja eine feurige Liebe sein! Und wie nennt sich denn dein Liebhaber? 
 
Altes Weib:
 Papageno!
 
Papageno:
 Papageno? Wo ist er denn, dieser Papageno?
 
Altes Weib:
 Da sitzt er, mein Engel!
 
Papageno:
 Was, ich wär dein Geliebter?
 
Altes Weib:
 Ja, mein Engel!
 
Papageno (nimmt schnell das Wasser und spritzt sie ins
Gesicht):
 Sag du mir, wie heißt du denn?
 
Altes Weib:
 Ich heiße -
(Die Alte hint schnell ab) 
 
Papageno:
 Oh!
(Tamino steht auf, droht ihm mit dem Finger.) 
 Nun sprech' ich aber kein Wort mehr!
 
(Die Drei Knaben kommen in einem mit Rosen bedeckten
Flugwerk. In der Mitte steht ein schön gedeckter Tisch. Der eine
hat die Flöte, der andere das Kätschen mit
Glöckchen.) 
 

Terzett

Drei Knaben:
 Seid uns zum zweitenmal willkommen,
 Ihr Männer, in Sarastros Reich,
 Er schickt, was man euch abgenommen,
 Die Flöte und die Glöckchen euch.
 Wollt ihr die Speisen nicht verschmähen,
 So esset, trinket froh davon.
 Wenn wir zum drittenmal uns sehen,
 Ist Freude eures Mutes Lohn.
 Tamino, Mut! Nah ist das Ziel.
 Du, Papageno, schweige still!
(Unter dem Terzett setzen sie den Tisch in die Mitte und fliegen
auf.) 
 

Dialog

Papageno:
 Tamino, wollen wir nicht speisen? 
(Tamino bläst uaf seiner Flöte) 
 Blase du nur fort auf deiner Flöte, ich will meine Brocken
 blasen. Herr Sarastro führt eine gute Küche. Auf die Art,
 ja, da will ich schon schweigen, wenn ich immer solche gute Bissen
 bekomme. Nun, ich will sehen, ob auch der Keller so gut bestellt ist.
(Er trinkt.) 
 Ha! Das ist Götterwein!
(Die Flöte schweigt.) 
 
Pamina (freudig eintretend):
 Du hier? Gütige Götter! Dank euch! Ich hörte
 deine Flöte - und so lief ich pfeilschnell dem Tone nach.
 Aber du bist traurig? Sprichst nicht eine Silbe mit deiner
 
Tamino (seufzt)
 Ah!
(Winkt ihr fortzugehen.) 
 
Pamina:
 Ich soll dich meiden? Ich soll dich fliehen, ohne zu wissen, warum?
 Tamino, liebst du mich nicht mehr? - Papageno, sage du mir, sag, was
 ist meinem Freund? 
 
(Papageno hat einen Brocken in dem Mund, hält mit
beiden Händen die Speisen zu, winkt fortzugehen.) 
 
Pamina:
 Wie? Auch du schweigst? O, das ist mehr als Tod! Liebster, einziger
 Tamino!
 

Arie

 
Pamina:
 Ach, ich fühl's, es ist verschwunden,
 Ewig hin der Liebe Glück!
 Nimmer kommt ihr Wonnestunden
 Meinem Herzen mehr zurück!
 Sieh', Tamino, diese Tränen,
 Fließen, Trauter, dir allein!
 Fühlst du nicht der Liebe Sehnen,
 So wird Ruh' im Tode sein!
(Sie geht traurig ab.) 
 
Papageno (ißt hastig):
 Nicht wahr, Tamino, ich kann auch schweigen, wenn's sein muß. -
 Ja; bei so einem Unternehmen, da bin ich ein Mann.
(Er trinkt.) 
 Der Koch und der Kellermeister sollen leben.
(Dreimaliger Posaunenton. Tamino winkt Papageno, daß
er gehen soll.) 
 Geh du nur voraus, ich komm dann schon nach.
(Tamino will ihn mit Gewalt fortführen.) 
 Nein! Der Stärkere bleibt da!
(dreimaliger Posaunenton) 
 Aha, das geht uns an.
(ruft) 
 Wir kommen schon. - Aber hör mal, Tamino, was wird denn noch
 alles mit uns werden?
(Tamino deutet gen Himmel.) 
 Ach, du meinst, die Götter soll ich fragen?
(Tamino deutet ja.) 
 Ja, die könnten uns freilich mehr sagen, als wir wissen!
(Dreimaliger Posaunenton. Tamino reißt ihn mit Gewalt
fort.) 
 Wile nur nicht so, wir kommen noch immer zeitlich genug, um uns
 braten zu lassen.
(Ab.) 

 


Famous Composers Quick Link:
Bach | Beethoven | Chopin | Dowland | Handel | Haydn | Mozart | Glazunov | Schumann | R Strauss | Vivaldi
4:57:24 AM, 26 November 2014
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