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Opera Libretti




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Mozart
Die Zauberflote
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 2 Scene V
Act 2 Scene VI
Act 2 Scene VII
Act 2 Scene VIII
Act 2 Scene IX
Act 2 Scene X
Scene 8
 
Das Theater verwandelt sich in zwei große Berge; in dem einen
ein Wasserfall, worin man Sausen und Brausen hört; der andere
speit Feuer aus; jeder Berg hat ein durchbrochenes Gegitter, worin man
Feuer und Wasser sieht; da, wo das Feuer brennt, muß der
Horizont hellrot sein, und wo das Wasser ist, liegt schwarzer
Nebel. Die Szenen sind Felsen, jede Szene schließt sich mit
einer eisernen Tür.
 
(Tamino ist leicht angezogen, ohne Sandalen. Zwei schwarzgeharnischte
 Männer führen Tamino herein. Auf ihren Helmen brennt Feuer;
 sie lesen ihm die transparente Schrift vor, welche auf einer Pyramide
geschrieben steht, diese Pyramide steht in der Mitte ganz in der
Höohe, nahe dem Gitter.) 
 
Die zwei Geharnischten:
 Der, welcher wandert diese Straße voll Beschwerden,
 Wird rein durch Feuer, Wasser, Luft und Erden;
 Wenn er des Todes Schrecken überwinden kann,
 Schwingt er sich aus der Erde himmelan.
 Erleuchtet wird er dann im Stande sein,
 Sich den Mysterien der Isis ganz zu weih'n.
 
Tamino:
 Mich schreckt kein Tod, als Mann zu handeln,
 Den Weg der Tugend fortzuwandeln.
 Schließt mir die Schreckenspforten auf,
 Ich wage froh den kühnen Lauf.
 
Pamina (von innen):
 Tamino, halt! Ich muß dich sehn.
 
Tamino:
 Was hör ich? Paminens Stimme?
 
Die Geharnischten:
 Ja, ja, das ist Paminens Stimme.
 
Alle:
 Wohl mir/dir, nun kann sie mit mir/dir geh'n,
 Nun trennet uns/euch kein Schicksal mehr,
 Wenn auch der Tod beschieden wär!
 
Tamino:
 Ist mir erlaubt, mit ihr zu sprechen?
 
Die Geharnischten:
 Dir ist erlaubt, mit ihr zu sprechen.
 
Alle:
 Welch Glück, wenn wir uns/euch wiederseh'n.
 Froh Hand in Hand in Tempel geh'n!
 Ein Weib, das Nacht und Tod nicht scheut,
 Ist würdig und wird eingeweiht.
 
(Die Tür wird aufgemacht; Tamino und Pamina
umarmen sich.) 
 
Pamina:
 Tamino mein! O welch ein Glück!
 
Tamino:
 Pamina mein! O welch ein Glück!
 Hier sind die Schreckenspforten,
 Die Not und Tod mir dräu'n.
 
Pamina:
 Ich werde aller Orten
 An deiner Seite sein;
 Ich selbsten führe dich,
 Die Liebe leitet mich!
(Sie nimmt ihn bei der Hand.) 
 Sie mag den Weg mit Rosen streun,
 Weil Rosen stets bei Dornen sein.
 Spiel du die Zauberflöte an;
 Sie schütze uns auf uns'rer Bahn.
 Es schnitt in einer Zauberstunde
 Mein Vater sie aus tiefstem Grunde
 Der tausendjähr'gen Eiche aus,
 Bei Blitz und Donner, Sturm und Braus.
 Nun komm und spiel' die Flöte an,
 Sie leite uns auf grauser Bahn.
 
Alle:
 Wir wandeln (Ihr wandelt) durch des Tones Macht
 Froh durch des Todes düstre Nacht.
 
(Die Türen werden nach ihnen zugeschlagen; man sieht
Tamino und Pamina wandern; man hört Feuergeprassel
und Windgeheul, manchmal auch den Ton dumpfen Donners und
Wassergeräusch. Tamino bläst seine Flöte;
gedämpfte Pauken akkompagnieren manchmal darunter. Sobald sie vom
Feuer herauskommen, umarmen sie sich und bleiben in der Mitte.) 
 
Pamina, Tamino:
 Wir wandelten durch Feuersgluten,
 Bekämpften mutig die Gefahr.
 Dein Ton sei Schutz in Wasserfluten,
 So wie er es im Feuer war.
 
(Tamino bläst; man sieht sie hinuntersteigen und nach
einiger Zeit wieder heraufkommen; sogleich öffnet sich
eine Türe; man sieht einen Eingang in einen Tempel, welcher hell
beleuchtet ist. Eine feierliche Stille. Dieser Anblick muß den
vollkommensten Glanz darstellen. Sogleich fällt der Chor mit
Pauken und Trompeten ein. Zuvor aber Tamino und Pamina.) 
 
Pamina, Tamino:
 Ihr Götter, welch ein Augenblick!
 Gewähret ist uns Isis' Glück!
 
Chor (von innen):
 Triumph! Triumph! Du edles Paar!
 Besieget hast du die Gefahr!
 Der Isis Weihe ist nun dein!
 Kommt, tretet in den Tempel ein!
(Alle ab.) 
 

 


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6:59:02 PM, 11 July 2014
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