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Opera Libretti




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Mozart
Die Zauberflote
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 2 Scene V
Act 2 Scene VI
Act 2 Scene VII
Act 2 Scene VIII
Act 2 Scene IX
Act 2 Scene X

Scene 1

Das Theater is ein Palmenwald, alle Bäume sind silberartig,
die Blätter von Gold, 18 Sitze von Blättern. Auf einem jeden
Sitze steht eine Pyramide und ein großes, schwarzes Horn mit
Gold gefaßt. In der Mitte die größte Pyramide, auch
dir größten Bäume.

 

(Sarastro nebst anderen Priestern kommen in feierlichen
Schritten, jeder mit einem Palmenzweig in der Hand. Ein Marsch mit
Blasinstrumenten begleitet den Zug.)

 

Marsch der Priester

 
Sarastro (nach einer Pause):
 Ihr, in dem Weisheitstempel eingeweihten
 Diener der großen Götter Osiris und Isis! Mit
 reiner Seele erklär' ich euch, daß unsre heutige
 Versammlung eine der wichtigsten unsrer Zeit ist. Tamino, ein
 Königssohn, will ins Heiligtum des größten Lichtes
 blicken. Diesen Tugendhaften zu bewachten, ihm freundschaftlich die
 Hand zu bieten, sei heute eine unsrer wichtigsten Pflichten.
 
Erster Priester (steht auf):
 Er besitzt Tugend?
 
Sarastro:
 Tugend!
 
Zweiter Priester:
 Auch Verschwiegenheit?
 
Sarastro:
 Verschwiegenheit!
 
Dritter Priester:
 Ist wohltätig?
 
Sarastro:
 Wohltätig! Haltet ihr ihn für würdig, so folgt meinem
 Beispiele.
(Sie blasen dreimal in die Hörner.) 
 Gerührt über die Einigkeit eurer Herzen, dankt Sarastro
 euch im Namen der Menschheit. Mag immer das Vorurteil seinen Tadel
 über uns Eingeweihte auslassen! Jedoch, das böse Vorurteil
 soll schwinden; und es wird schwinden, sobald Tamino selbst die
 Größe unserer schweren Kunst besitzen wird. Pamina haben
 die Götter dem holden Jüngling bestimmt; dies ist der Grund,
 warum ich sie der stolzen Mutter entriß. Das Weib dünkt
 sich groß zu sein; hofft durch Blendwerk und Aberglauben das
 Volk zu berücken und unsern festen Tempelblau zu
 zerstören. Allein, das soll sie nicht. Tamino, der holde
 Jüngling, soll ihn mit uns befestigen und als Eingeweihter der
 Tugend Lohn, dem Laster aber Strafe sein.
 
(Der dreimalige Akkord in den Hörnern wird von allen
wiederholt.) 
 
 
Sprecher:
 Großer Sarastro, wird Tamino auch die harten Prüfungen,
 die seiner warten, bekämpfen? - Verzeih, daß ich so frei
 bin, dir meinen Zweifel zu eröffnen! Mich bangt es um den
 Jüngling - Er ist Prinz!
 
Sarastro:
 Noch mehr! Er ist Mensch!
 
Sprecher:
 Wenn es nur aber in seiner frühen Jugend leblos erblaßte?
 
Sarastro:
 Dann ist er Osiris und Isis gegeben und wird der Götter Freuden
 früher fühlen als wir.
(Der dreimalige Akkord wird wiederholt) 
 Man führe Tamino mit seinem Reisegefährten in den Vorhof
 des Tempels ein.
 

 Arie mit Chor

Sarastro:
 O Isis und Osiris, schenket
 Der Weisheit Geist dem neuen Paarl
 Die ihr der Wand'rer Schritte lenket.
 Stärkt mit Geduld sie in Gefahr.
 
Chor:
 Stärkt mit Geduld sie in Gefahr!
 
Sarastro:
 Laßt sie der Prüfung Früchte sehen;
 Doch sollten sie zu Grabe gehen,
 So lohnt der Tugend kühnen Lauf,
 Nehmt sie in euren Wohnsitz auf.
 
Chor:
 Nehmt sie in euren Wohnsitz auf.
 

(Sarastro geht voraus, dann alle ihm nach - ab.)

 

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