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Opera Libretti




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Mozart
Die Zauberflote
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 2 Scene V
Act 2 Scene VI
Act 2 Scene VII
Act 2 Scene VIII
Act 2 Scene IX
Act 2 Scene X

Scene 3

 
Das Theater verwandelt sich in einen angenehmen Garten; Bäume,
die nach Art eines Hufeisens gesetzt sind; in der Mitte steht eine
Laube von Blumen und Rosen, worin Pamina schläft. Der Mond
beleuchtet ihr Gesicht. Ganz vor steht eine Rasenbank.
 
(Monostatos kommt, setzt sich nach einer Pause.) 
 
Monostatos:
 Ha, da find' ich ja die spröde Schöne! Welcher
 Mensch würde bei so einem Anblick kalt und unempfindlich
 bleiben? Das Feuer, das in mir glimmt, wird mich noch 
 verzehren! Wenn ich wüßte - daß ich so ganz allein
 und unbelauscht wäre - ich wagte es noch einmal.
(Er macht sich Wind mit beiden Händen.) 
 Das Mädchen wird noch um meinen Verstand mich bringen.
(Er sieht sich allenthalben um.) 
 Es ist doch eine verdammte närrische Sache um die Liebe! Ein
 Küßchen, dächte ich, ließe sich entschuldigen.
 

Arie

 
Monostatos:
 Alles fühlt der Liebe Freuden,
 Schnäbelt, tändelt, herzt und küßt;
 Und ich sollt' die Liebe meiden,
 Weil ein Schwarzer häßlich ist!
 Ist mir denn kein Herz gegeben?
 Bin ich nicht von Fleisch und Blut?
 Immer ohne Weibchen leben,
 Wäre wahrlich Höllenglut!
 
 Drum so will ich, weil ich lebe,
 Schnäbeln, küssen, zärtlich sein!
 Lieber guter Mond, vergebe,
 Eine Weiße nahm mich ein.
 Weiß ist schön! Ich muß sie küssen;
 Mond, verstecke dich dazu!
 Sollt' es dich zu sehr verdrießen,
 O so mach' die Augen zu!
(Er schleicht langsam und leise hin. Die Königin der
Nacht kommt unter Donner aus der mittleren Versenkung, und
so, daß sie gerade vor Pamina zu stehen kommt.) 
 

Dialog

Königin:
 Zurücke!
 
Pamina (erwacht):
 Ihr Götter!
 
Monostatos (prallt zurück):
 O weh! Das ist - die Göttin der Nacht!
(steht ganz still) 
 
Pamina:
 Mutter!
(Sie fällt ihr in die Arme) 
 
Monostatos:
 Mutter? Hm, das muß man von weitem belauschen.
(Er schleicht ab.) 
 
Königin:
 Wo ist der Jüngling, den ich an dich sandte?
 
Pamina:
 Er hat sich den Eingeweihten gewidmet.
 
Königin:
 Unglückliche Tochter, nun bist du auf ewig mir entrissen.
 
Pamina:
 Entrissen? O fliehen wir, liebe Mutter! Unter deinem Schutz trotz'
 ich jeder Gefahr.
 
Königin:
 Schutz? Liebes Kind, deine Mutter kann dich nicht mehr
 schützen. Mit deines Vaters Tod ging meine Macht zu
 Grabe. Übergab freiwillig den siebenfachen Sonnenkreis den
 Eingeweihten; diesen mächtigen Sonnenkreis trägt Sarastro
 auf seiner Brust.
(zieht einen Dolch hervor) 
 Siehst du hier diesen Stahl? Er ist für Sarastro geschliffen.
 Du wirst ihn töten und den mächtigen Sonnenkreis mir
 überliefern. 
(Sie dringt ihr den Dolch auf.) 
 
Pamina:
 Aber, liebste Mutter! -
 
Königin:
 Kein Wort!
 

Arie

Königin:
 Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen,
 Tod und Verzweiflung flammet um mich her!
 Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen,
 So bist du meine Tochter nimmermehr.
 Verstoßen sei auf ewig, verlassen sei auf ewig.
 Zertrümmert sei'n auf ewig alle Bande der Natur,
 Wenn nicht durch dich Sarastro wird erblassen!
 Hört, Rachegötter, hört der Mutter Schwur!
(Sie versinkt mitten in Donner und Blitz.) 
 
Pamina (mit dem Dolch in der Hand):
 Morden soll ich? - Götter, das kann ich nicht!
 Götter, was soll ich tun?
 
Monostatos (kommt schnell, heimlich und freudig):
 Dich mir anvertrauen. 
 
Pamina:
 Ha!
 
Monostatos:
 Warum zitterst du? Vor meiner schwarzen Farbe, oder vor dem
 ausgedachten Mord?
 
Pamina (schüchtern):
 Du weißt also? -
 
Monostatos:
 Alles. - Du hast also nur einen Weg, dich und deine Mutter zu retten.
 
Pamina:
 Der wäre?
 
Monostatos:
 Mich zu lieben! Ja oder nein?
 
Pamina (entschlossen):
 Nein!
 
Monostatos (voll Zorn):
 Nein? Liebe oder Tod!
 
Pamina (entschlossen):
 Nie!
 
(Sarastro tritt auf.) 
 
Monostatos (erhebt den Dolch):
 So fahre denn hin!
 
Sarastro (hält ihn schnell ab):
 Monostatos!
 
Monostatos:
 Herr, man hat deinen Tod geschworen, darum wollt' ich dich
rächen.
 
Sarastro:
 Ich weiß nur allzuviel. Ich weiß, daß deine Seele
 ebenso schwarz als dein Gesicht ist. Geh!
 
Monostatos (im Abgehen):
 Jetzt such' ich die Mutter auf, weil mir die Tochter nicht beschieden
 ist.
(Geht ab.) 
 
Pamina:
 Herr, strafe meine Mutter nicht! Der Schmerz über meine
Abwesenheit... 
 
Sarastro:
 Ich weiß alles. - Weiß, daß sie in unterirdischen
 Gemächern des Tempels herumirrt und Rache über mich und die
 Menschheit kocht; allein, du sollst sehen, wie ich mich an deiner
 Mutter räche. 
 

Arie

 
Sarastro:
 In diesen heil'gen Hallen
 Kennt man die Rache nicht,
 Und ist ein Mensch gefallen,
 Führt Liebe ihn zur Pflicht.
 Dann wandelt er an Freundes Hand
 Vergnügt und froh in's bess're Land.
 
 In diesen heil'gen Mauern,
 Wo Mensch den Menschen liebt,
 Kann kein Verräter lauern,
 Weil man dem Feind vergibt.
 Wen solche Lehren nicht erfreun,
 Verdienet nicht ein Mensch zu sein.
(Gehen beide ab.) 
 

 


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11:02:25 PM, 31 July 2014
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