Classical Music Home

The World's Leading Classical Music Group

Email Password  
Not a subscriber yet?
Keyword Search
in
 
  Classical Music Home > Opera Libretti

Opera Libretti




Beethoven | Bellini | Berg | Berlioz | Bizet | Cavalieri | Cavalli | Clerambault | Debussy | Donizetti | Falla | Gluck | Gounod | Granados | Hallstrom | Handel | Hartke | Haydn | Kalman | Leoncavallo | Mascagni | Massenet | Mercadante | Meyerbeer | Monteverdi | Mozart | Pacius | Petitgirard | Portugal | Puccini | Purcell | Rachmaninov | Rossini | Sacchini | Strauss Johann II | Verdi | Wagner Richard | Wagner Siegfried | Walton | Weber
 
Mozart
Die Zauberflote
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 2 Scene V
Act 2 Scene VI
Act 2 Scene VII
Act 2 Scene VIII
Act 2 Scene IX
Act 2 Scene X

Scene 6

 
Das Theater verwandelt sich in einen Saal mit vielen Türen. 
 

Dialog

Papageno (von aussen):
 Tamino! Tamino! Willst du mich denn gänzlich verlassen?
(Er sucht herein.) 
 Wenn ich nur wenigstens wüßte, wo ich wäre. - Tamino!
 Tamino, solang ich lebe, geh' ich nicht mehr von dir! Aber dies
 einmal verlaß mich armen Reisegefährten nicht!
(Er kommt an die Türe, wo Tamino abgeführt worden ist.) 
 
Eine Stimme (ruft):
 Zurück!
 
Papageno:
 Barmherzige Götter! Wo wend' ich mich hin! Wenn ich nur
 wüßte, wo ich hereinkam. Tamino!
(Er kommt an die Türe, wo er hereinkam) 
 
Die Stimme:
 Zurück!
 
Papageno:
 Nun kann ich weder vorwärts noch zurück!
(weint) 
 Und muß am Ende gar verhungern. - 
 Geschieht mir schon recht! - Warum bin ich denn auch mitgereist?
 
(Der Sprecher tritt ihm entgegen) 
 
Sprecher:
 Mensch! Du hättest verdient, auf immer in finsteren Klüften
 der Erde zu wandern; die gütigen Götter aber entlassen dich
 der Strafe dich. Dafür aber wirst du das himmlische
 Vergnügen der Eingeweihten nie fühlen. 
 
Papageno:
 Je nun, es gibt ja noch andere Leute meinesgleichen! - Mir wäre
 jetzt ein gutes Glas Wein das größte Vergnügen.
 
Der Sprecher:
 Sonst hast du keinen Wunsch in dieser Welt?
 
Papageno:
 Bis jetzt nicht.
 
Der Sprecher:
 Man wird dich damit bedienen!
 
(Ab. Sogleich kommt ein großer Becher, mit rotem Weln
angefüllt, aus der Erde.) 
 
Papageno:
 Ach! Da ist er ja schon!
(trinkt) 
 Herrlich! Himmlisch! Göttlich! - Ha! Ich bin jetzt so
 vergnügt, daß ich bis zur Sonne fliegen könnte, wenn
 ich Flügel hätte! Ha! Mir wird so wunderlich ums Herz! Ich
 möchte - ich wünschte - ja, was denn?
 

Arie

 
Papageno (schlägt sein Glockenspiel):
 Ein Mädchen oder Weibchen
 Wünscht Papageno sich!
 O so ein sanftes Täubchen
 Wär' Seligkeit für mich!
 
 Dann schmeckte mir Trinken und Essen,
 Dann könnt' ich mit Fürsten mich messen,
 Des Lebens als Weiser mich freun,
 Und wie im Elysium sein!
 
 Ein Mädchen oder Weibchen
 Wünscht Papageno sich!
 O so ein sanftes Täubchen
 Wär' Seligkeit für mich!
 
 Ach, kann ich denn keiner von allen
 Den reizenden Mädchen gefallen?
 Helf' eine mir nur aus der Not,
 Sonst gräm' ich mich wahrlich zu Tod!
 
 Ein Mädchen oder Weibchen
 Wünscht Papageno sich!
 O so ein sanftes Täubchen
 Wär' Seligkeit für mich!
 
 Wird keine mir Liebe gewähren,
 So muß mich die Flamme verzehren!
 Doch küßt mich ein weiblicher Mund,
 So bin ich schon wieder gesund!
 
(Die Alte, tanzend und auf ihren Stock dabei sich
stützend, kommt herein.) 
 

Dialog

 
Altes Wbib:
 Da bin ich schon, mein Engel!
 
Papageno:
 Was, du hast dich meiner erbarmt?
 
Altes Wbib:
 Ja, mein Engel!
 
Papageno:
 Na, das ist ein Glück!
 
Altes Wbib:
 Und wenn du mir versprichst, mir ewig treu zu bleiben, dann sollst du
 sehen, wie zärtlich dein Weibchen dich lieben wird.
 
Papageno:
 Ei, du zärtliches Närrchen!
 
Altes Weib:
 O. wie will ich dich umarmen, dich liebkosen, dich an mein Herz
 drücken!
 
Papageno:
 Auch ans Herz drücken?
 
Altes Weib:
 Komm, reich mir zum Pfand unsers Bundes deine Hand!
 
Papageno:
 Nur nicht so hastig, mein lieber Engel! So ein Bündnis braucht
 doch auch seine Überlegung. 
 
Altes Weib:
 Papageno, ich rate dir, zaudre nicht! - Deine Hand, oder du bist auf
 immer hier eingekerkert. 
 
Papageno:
 Eingekerkert?
 
Altes Weib:
 Wasser und Brot wird deine tägliche Kost sein. Ohne Freund, ohne
 Freundin mußt du leben, und der Welt auf immer entsagen.
 
Papageno:
 Wasser trinken? Der Welt entsagen? Nein, da will ich doch lieber eine
 Alte nehmen, als gar keine. - Also gut, da hast du meine Hand mit der
 Versicherung, daß ich dir immer getreu bleibe.
(für sich) 
 solang ich keine Schönere sehe.
 
Altes Weib:
 Das schwörst du?
 
Papageno:
 Ja, das schwör' ich!
 
(Das Weib verwandelt sich in ein junges Weib, welches ebenso
gekleidet ist, wie Papageno). 
 
Papagena:
 Papageno!
 
Papageno:
 Papagena! -
(Er will sie umarmen.) 
 
Sprecher (kommt und nimmt sie hastig bei der Hand):
 Fort mit dir, junges Weib! Er ist deiner noch nicht würdig!
 Zurückl sag ich. 
 
Papageno:
 Was heißt, bitte...
 
Sprecher (Er schleppt sie hinein, Papageno will ihr nach)
 Zurück, sag ich! Oder zittre!
 
Papageno:
 So ich mich zurückziehe, soll mich doch die Erde verschlingen.
(Er sinkf hinab.) 

 Oh!

 


Famous Composers Quick Link:
Bach | Beethoven | Chopin | Dowland | Handel | Haydn | Mozart | Glazunov | Schumann | R Strauss | Vivaldi
6:43:12 PM, 23 September 2014
All Naxos Historical, Naxos Classical Archives, Naxos Jazz, Folk and Rock Legends and Naxos Nostalgia titles are not available in the United States and some titles may not be available in Australia and Singapore because these countries have copyright laws that provide or may provide for terms of protection for sound recordings that differ from the rest of the world.
Copyright © 2014 Naxos Digital Services Ltd. All rights reserved.     Terms of Use     Privacy Policy
-208-
Classical Music Home
NOTICE: This site was unavailable for several hours on Saturday, June 25th 2011 due to some unexpected but essential maintenance work. We apologize for any inconvenience.