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Opera Libretti




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Mozart
Die Zauberflote
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 2 Scene V
Act 2 Scene VI
Act 2 Scene VII
Act 2 Scene VIII
Act 2 Scene IX
Act 2 Scene X

Scene 7

 
Das Theater verwandelt sich in einer kurzen Garten.
 
(Die Drei Knaben fahren herunter.) 
 

Finale

 
Drei Knaben:
 Bald prangt, den Morgen zu verkünden,
 Die Sonn auf goldner Bahn.
 Bald soll der Aberglaube schwinden,
 Bald siegt der weise Mann.
 O holde Ruhe, steig' hernieder,
 Kehr' in der Menschen Herzen wieder;
 Dann ist die Erd' ein Himmelreich,
 Und Sterbliche den Göttern gleich.
 
Erster Knabe:
 Doch seht, Verzweiflung quält Paminen!
 
Zweiter Knabe, Dritter Knabe:
 Wo ist sie denn?
 
Erster Knabe:
 Sie ist von Sinnen!
 
Drei Knaben:
 Sie quält verschmähter Liebe Leiden.
 Laßt uns der Armen Trost bereiten!
 Fürwahr, ihr Schicksal geht uns nah!
 O wäre nur ihr Jüngling da!
 Sie kommt, laßt uns beiseite gehn,
 Damit wir, was sie mache, sehn.
(Sie gehen beiseite. Pamina kommt, halb wahnwitzig, mit
einem Dolch in der Hand.) 
 
Pamina (zum Dolch):
 Du also bist mein Bräutigam?
 Durch dich vollend' ich meinen Gram.
 
Drei Knaben (beiseite):
 Welch dunkle Worte sprach sie da?
 Die Arme ist dem Wahnsinn nah.
 
Pamina:
 Geduld, mein Trauter, ich bin dein;
 Bald werden wir vermählet sein.
 
Drei Knaben:
 Wahnsinn tobt ihr im Gehirne;
 Selbstmord steht auf ihrer Stirne.
(zu Pamina) 
 Holdes Mädchen, sieh uns an!
 
Pamina:
 Sterben will ich, weil der Mann,
 Den ich nimmermehr kann hassen,
 Sein Traute kann verlassen.
(auf den Dolch zeigend) 
 Dies gab meine Mutter mir.
 
Drei Rnaben:
 Selbstmord strafet Gott an dir!
 
Pamina:
 Lieber durch dies Eisen sterben,
 Als durch Liebesgram verderben!
 Mutter, durch dich leide ich,
 Und dein Fluch verfolget mich!
 
Drei Knabbn:
 Mädchen, willst du mit uns gehn?
 
Pamina:
 Ha, des Jammers Maß ist voll!
 Falscher Jüngling, lebe wohl!
 Sieh, Pamina, ach! stirbt durch dich,
 Dieses Eisen töte mich!
 
(Sie holt mit der Hand aus, um sich zu erstechen.) 
 
Drei Knaben (halten ihr den Arm):
 Ha, Unglückliche, halt ein!
 Sollte dies dein Jüngling sehen,
 Würde er vor Gram vergehen;
 Denn er liebet dich allein.
 
Pamina (erholt sich):
 Was? Er fühlte Gegenliebe,
 Und verbarg mir seine Triebe,
 Wandte sein Gesicht vor mir?
 Warum sprach er nicht mit mir?
 
Drei Knaben:
 Dieses müßen wir verschweigen,
 Doch wir wollen dir ihn zeigen!
 Und du wirst mit Staunen sehn,
 Daß er dir sein Herz geweiht,
 Und den Tod für dich nicht scheut.
 Komm, wir wollen zu ihm gehen.
 
Pamina:
 Führt mich hin, ich möcht' ihn seh'n!
 
Alle:
 Zwei Herzen, die von Liebe brennen,
 Kann Menschenohnmacht niemals trennen.
 Verloren ist der Feinde Müh',
 Die Götter selbst schützen sie.

(Gehen alle ab.)

 

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