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Opera Libretti




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Wagner Richard
Tannhauser
Synopsis
Introduction
Act 1 Scene I
Act 1 Scene II
Act 1 Scene III
Act 2 Scene I
Act 2 Scene II
Act 2 Scene III
Act 2 Scene IV
Act 3 Scene I
Act 3 Scene II
Act 3 Scene III

Dritte Szene

Tannhäuser steht plötzlich in einem schönen Tale, über ihm blauer Himmel. Im Hintergrunde die Wartburg, in der Ferne der Hörselberg. Von der Höhe Geläute von Herdenglocken

Hirt

Frau Holda kam aus dem Berg hervor,
zu ziehn durch Fluren und Auen;
gar süssen Klang vernahm da mein Ohr,
mein Auge begehrte zu schauen.
Da träumt'ich manchen holden Traum,
und als mein Aug' erschlossen kaum,
da strahlte warm die Sonnen,
der Mai, der Mai war kommen.
Nun spiel'ich lustig die Schalmei,
der Mai ist da, der liebe Mai!

Aeltere Pilger

Zu dir wall' ich, mein Jesus Christ,
der du des Pilgers Hoffnung bist!
Gelobt sei, Jungfrau süss und rein,
der Wallfahrt wolle günstig sein!
Ach, schwer drückt mich der Sünden Last,
kann länger sie nicht mehr ertragen;
drum will ich auch nicht Ruh'noch Rast
und wähle gern mir Müh'und Plagen.
Am hohen Fest der Gnad'und Huld
in Demut sühn'ich meine Schuld;
gesegnet, wer im Glauben treu:
er wird erlöst durch Buss'und Reu'.

Hirt

den Pilgern zurufend
Glück auf! Glück auf nach Rom!
Betet für meine arme Seele!

Tannhäuser

Allmächt'ger, dir sei Preis!
Gross sind die Wunder deiner Gnade!
Der Zug der Pilger entfernt sich immer weiter, der Hirt ebenfalls

Pilger

Zu dir wall' ich, mein Jesus Christ,
der du des Pilgers Hoffnung bist!
Gelobt sei, Jungfrau süss und rein,
der Wallfahrt wolle günstig sein!

Tannhäuser

in Gebet versunken
Ach, schwer drückt mich der Sünden Last,
kann länger sie nicht mehr ertragen;
drum will ich auch nicht Ruh' noch Rast
und wähle gern mir Müh'und Plagen.

Pilger

Am hohen Fest der Gnad' und Huld
in Demut sühn' ich meine Schuld;
gesegnet, wer im Glauben treu ...
Näherkommende Hornrufe. Der Landgraf und die Sänger in Jägertracht

Vierte Szene

Landgraf

Wer ist der dort im brünstigen Gebete

Walter

Ein Büsser wohl.

Biterolf.

Nach seiner Tracht ein Ritter.

Wolfram

der Tannhäuser erkannt hat
Er ist es!

Die Sänger

Heinrich! Heinrich! Seh' ich recht? Er ist es!
Tannhäuser verneigt sich gegen den Landgrafen

Landgraf

Du bist es wirklich?
Kehrest in den Kreis zurück,
den du in Hochmut stolz verliessest?

Biterolf

Sag, was uns deine Wiederkehr bedeutet?

Landgraf, Walter, Heinrich, Reinmar

Sag es an!
Biterolf, Versöhnung? Oder gilt's erneutem Kampf?

Walter

Nahst du als Freund uns oder Feind?

Die Sänger

Als Feind?

Wolfram

O fraget nicht! Ist dies des Hochmuts Miene?
Gegrüsst sei uns, du kühner Sänger,
der, ach! so lang in unsrer Mitte fehlt!

Walter

Willkommen, wenn du friedsam nahst!

Biterolf

Gegrüsst, wann du uns Freunde nennst

Walter, Heinrich, Biterolf, Reimnar

Gegrüsst! Gegrüsst sei uns!

Landgraf

So sei willkommen denn auch mir!
Sag an, wo weiltest du so lang?

Tannhäuser

Ich wanderte in weiter, weiter Fern'
da, wo ich nimmer Rast noch Ruhe fand.
Fragt nicht! Zum Kampf mit euch kam ich nicht her.
Seid mir versöhnt und lasst mich weiter ziehn

Landgraf

Nicht doch! Der unsre bist du neu geworden.

Walter

Du darfst nicht ziehn.

Biterolf

Wir lassen dich nicht fort.

Walter, Heinrich, Wolfram, Reinmar, Landgraf

Bleib bei uns!

Tannhäuser

Lasst mich! Mir frommet kein Verweilen,
und nimmer kann ich rastend stehn.
Mein Weg heisst mich nur vorwärts eilen,
und nimmer darf ich rückwärts sehn.

Landgraf und die Sänger

O bleib, bei uns sollst du verweilen,
wir lassen dich nicht von uns gehn.
Du suchtest uns, warum enteilen
nach solchem kurzen Wiedersehn?

Tannhäuser

Fort! Fort von hier!

Landgraf, Walter, Heinrich, Biterolf, Reinmar

Bleib! Bleib bei uns!

Wolfram

Bleib bei Elisabeth!

Tannhäuser

Elisabeth! O Macht des Himmels,
rufst du den süssen Namen mir?

Wolfram

Nicht sollst du Feind mich schelten,
dass ich ihn genannt! zu dem Landgrafen
Erlaubest du mir, Herr, dass ich
Verkünder seines Glücks ihm sei?

Landgraf

Nenn ihm den Zauber, den er ausgeübt,
und Gott verleih ihm Tugend,
dass würdig er ihn löse!

Wolfram

Als du in kühnem Sange uns bestrittest,
bald siegreich gegen unsre Lieder sangst,
durch unsre Kunst Besiegung bald erlittest:
ein Preis doch war's, den du allein errangst.
War's Zauber, war es reine Macht
durch die solch Wunder du vollbracht,
an deinen Sang voll Wonn'und Leid
gebannt die tugendreichste Maid?
Denn, ach! als du uns stolz verlassen,
verschloss ihr Herz sich unsrem Lied;
wir sahen ihre Wang' erblassen,
für immer unsren Kreis sie mied.
O kehr zurück, du kühner Sänger,
dem unsren sei dein Lied nicht fern.
Den Festen fehle sie nicht länger,
aufs neue leuchte uns ihr Stern!

Die Sänger

Sei unser, Heinrich! Kehr uns wieder!
Zwietracht und Streit sei abgetan!
Vereint ertönen unsre Lieder,
und Brüder nenne uns fortan!

Landgraf


O kehr zurück, du kühner Sänger,
Zwietracht und Streit sei abgetan!

Tannhäuser

Zu ihr! Zu ihr! O, führet mich zu ihr!
Ha, jetzt erkenne ich sie wieder,
die schöne Welt, der ich entrückt!
Der Himmel blickt auf mich hernieder,
die Fluren prangen reich geschmückt.
Der Lenz mit tausend holden Klängen
zog jubelnd in die Seele mir;
in süssem, ungestümen Drängen
ruft laut mein Herz: zu ihr, zu ihr!
Führt mich zu ihr!

Landgraf und die Sänger

Er kehrt zurück, den wir verloren!
Ein Wunder hat ihn hergebracht.
Die ihm den Uebermut beschworen,
gepriesen sei die holde Macht!
Nun lausche unsren Hochgesängen
von Neuem der Gepriesnen Ohr'.
Es tön in frohbelebten Klängen
das Lied aus jeder Brust hervorl
Der Landgraf und die Sänger stossen in die Hörner, der Jagdtross antwortet

 


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Bach | Beethoven | Chopin | Dowland | Handel | Haydn | Mozart | Glazunov | Schumann | R Strauss | Vivaldi
1:21:17 AM, 4 August 2015
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