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8.223229 - STRAUSS II, J.: Edition - Vol. 29
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Die Johann Strauß-Edition

Die Johann Strauß-Edition

 

Johann Strauß II., der berühmteste und bis in unsere Zeit hinein erfolgreichste Komponist der wienerischen Musik des 19. Jahrhundens, die zum Vorbild der Unterhaltungsmusik in der gesamten, von der europäischen Kultur geprägten, Welt geworden ist, wurde am 25. Oktober 1825 in Wien geboren. Er ist von der Tradition ausgegangen, die sein, ebenfalls berühmter, Vater, Johann Strauß I. (1804-1849), im Wettstreit mit Joseph Lanner (1801-1843) geschaffen hatte, konnte aber im Zusammenwirken mit seinen Brüdern Joseph (1827-1870) und Eduard (1835-1916) eine deran künstlerische Weiterentwicklung und Vollendung der übernommenen Form des "klassischen Walzers" erreichen, daß seine Werke nicht nur in den Tanzsälen willkommen waren, sondern auch in den Konzenprogrammen einen festen Platz erhielten. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat Johann Strauß II. nicht nur seine Heimatstadt Wien, die Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburgermonarchie im Zentrum Europas, sondern eben die ganze Welt mit seinen kunstvoll gestalteten, klangvollen Walzern, Polkatänzen, Quadrillen und Märschenfasziniert. Ab dem Jahre 1871 wendete der dreimal verheiratete "Walzer-König" Johann Strauß II. sein Interesse der Komposition von Operetten und sogar einer komischen Oper zu und vollendete neben seinen mehr als 500 Instrumental-Kompositionen auch sechzehn Bühnenwerke, darunter die "Operette der Operetten", die "Fledermaus". Die Instrumental-Kompositionen erreichten im populärsten aller Walzer, "An der schönen blauen Donau" (1867), ihren Höhepunkt. Johann Strauß II. ist nach einem Leben voller Triumphe und Ehrungen am 3. Juni 1899 in Wien gestorben.

 

Die Marco-Polo Edition ist ein Meilenstein in der Chronik der Strauß-Aufnahmen: sie bietet zum allerersten Male die vollständige Produktion aller Orchesterkompositionen von Johann Strauß. Die Arbeiten des "Wiener Walzer-Königs" sind trotz ihrer hohen Qualität und ihrer kulturhistorischen Bedeutung bisher noch niemals systematisch und komplett, unter Verwendung des noch vorhandenen Archiv-Materials in der ganzen Welt, aufgenommen und veröffentlicht worden. In dieser Produktion werden alle Werke so vollständig, wie dies nur möglich war, in der Original-Instrumentierung gespielt, also so, wie es sich Johann Strauß II., der ja auch ein Meister der Orchestrierung gewesen ist, ausgedacht und seinen Verlegern übergeben hat. Jede Aufnahme ist "echter Johann Strauß".

 

"Brünner Nationalgarde-Marsch", op. 58

 

Während der revolutionären Ereignisse des Jahres 1848 wurden in allen Zentren der Donaumonarchie Nationalgarden gegründet, um Ruhe und Ordnung dadurch aufrecht zu erhalten, daß die in den Garden organisierten Bürger selbst das öffentliche Leben regelten und damit die Aufgabe der entmachteten bzw. aufgelösten Polizei übernahmen. In allen Wiener Bezirken gab es solche Garden; Strauß-Sohn gehörte der vom Theaterdirektor Carl Carl (recte Carl Bernbrunn, gest. 1854) geführten Nationalgarde seines Heimatbezirks Leopoldstadt an. Strauß-Vater spielte mit seiner Kapelle bei zahlreichen Veranstaltungen der Nationalgarden auf. Er war daher auch zur Stelle, als am 30. Juli 1848 eine Delegation der Brünner Nationalgarde in Wien eintraf und begrüßte die Gäste mit seinem "Brünner Nationalgarde-Marsch", op. 231. Eine Abordnung der Wiener Nationalgarde reiste anschließend in die Hauptstadt Mährens, um an einem großen Fest in Brünn teilzunehmen, das für den 15. August 1848 anberaumt war. An diesem Tage dürfte Strauß-Sohn auch seinen improvisierten "Brünner Nationalgarde-Marsch" mit den Musikern seiner Nationalgarde-Delegation (die wohl mit den Mitgliedern seiner Kapelle identisch waren) zum ersten Male aufgespielt haben. Es war einer jener seltenen Fälle, in denen Strauß-Vater und Sohn je eine Komposition derselben Gattung unter demselben Titel komponiert und aufgeführt haben. Ein exakter Vergleich ist freilich nicht möglich, da in beiden Fällen nur die Original-Klavierausgabe erhalten geblieben ist. Der Marsch des jungen Strauß ist in mehreren Abschriften, die sich in Wien und in Brünn gefunden haben, überliefert worden. Welches Arrangement am 15. August 1848 in Brünn erklungen ist, dürfte nicht zu ermitteln sein. Aber der feurige Schwung der Komposition und ihr exakter Rhythmus sind jedenfalls erkennbar und bezeugen die Begeisterung, mit der Strauß-Sohn für die Ideale der März-Revolution des Jahres 1848 eingetreten ist.

 

"Orakel-Sprüche", Walzer, op. 90

 

Ein zeitgenössischer Chronist hat Johann Strauß-Vater einmal mit dem Satz gepriesen: "Strauß dichtet nicht nur Walzer, sondern auch Feste." Er spielte mit diesen Worten darauf an, daß der "alte Strauß", und zwar schon in jungen Jahren, größten Wert darauf legte, das Publikum mit sensationellen Fest-Arrangements zum Besuch seiner Veranstaltungen zu veranlassen. Als nun sein Sohn im Jahre 1849, nach dem jähen Tod seines Vaters, alle Anstrengungen unternahm, um den Thron des Wiener Walzerkönigs für sich zu erlangen, ahmte er geschickt auch dieses Vorbild seines Vaters nach und sorgte für ein möglichst großartiges Arrangement seiner eigenen Benefizveranstaltungen. So war es auch im Karneval 1851: da lud Strauß-Sohn, wie es in der "Wiener Allgemeinen Zeitung" (= "Theaterzeitung") hieß, zu seinem Benefizball unter der Bezeichnung "Das delphische Orakel" in den Sofiensaal ein und versprach, "alles aufzubieten, um Lust und Heiterkeit hervorzurufen". Mit Anspielung auf die politische Situation in Wien, wo ja nach der Niederwerfung der Revolution des Jahres 1848 immer noch der Belagerungszustand aufrecht erhalten wurde, hieß es in dem Artikel weiter: "Die Genien des Faschings werden den mürrischen Alten, 'Zeitgeist' genannt, aus der Türe werfen ohne daß dies jemand einen Excess nennen wird; es wird vollkommene Freiheit im Tanze, Gleichheit in der guten Laune und Brüderlichkeit in der Geselligkeit herrschen."

 

Die verlockende Ankündigung trug dazu bei, daß Strauß am 10. Februar 1851 seinen Benefizball in einem überfüllten Saal abhalten konnte. Zur Dekoration paßte dann auch der Titel jenes Walzers, den Strauß nach Notizen aus dem Winter 1850/1851 gestaltet hatte: das Werk hieß "Orakel-Sprüche" und sorgte für Schwung und gute Laune. Natürlich zeigte auch das Titelblatt der Erstausgabe dieser Komposition für Klavier die Szenerie der magischen Stätte in Deiphi, an der die Weissagungen Apollos den Griechen übermittelt worden sind. Jene Prophezeiung, die aus der Redaktion der "Theaterzeitung" kam, daß nämlich die neue Walzerpartie "Orakel-Sprüche" von Johann Strauß Erfolg haben werde, ist jedenfalls prompt in Erfüllung gegangen. Das Werk gehört zu den interessantesten Arbeiten des jungen, aufstrebenden Komponisten und Musikdirektors.

 

"Une Bagatelle", Polka Mazur, op. 187

 

Nach Schluß des Wiener Karnevals 1857 veröffentlichte die "Wiener Allgemeine Theaterzeitung" am 25. Februar einen Bericht über den Strauß'schen Benefizball am Faschingmontag (23. Februar) im "Sperr. Darin heißt es u.a.: "Die Produktivität Johann Strauß' war in diesem Carneval eine ungemein fruchtbare, indem er nicht weniger als sieben neue Tanzkompositionen lieferte. Die feurigen 'Paroxysmen', die schwärmerischen 'Controversen', die sangreichen 'Phänomene', und die vorgestern zum 1. Male gespielten Ländler 'Wien, mein Sinn', ferner die brillante 'Demi Fortuna'-Polka française, die verlockende 'Herzl-Polka', die graziöse 'Berceuse-Quadrille' und die hinreissende 'Bagatelle'-Polka Mazur sind die Früchte einer siebenwöchentlichen Tätigkeit. Jede dieser Kompositionen stellt sich den besten Tänzen Strauß und Lanner-Väter würdig zur Seite, und übertrifft alle die jetzigen Erscheinungen in diesem Genre an gehaltvollen und sangbaren Melodien. Die Musen scheinen Strauß besonders begünstigt und ihm ein großes Füllhorn voll Phantasie zur Verfügung gestellt haben, denn mit fabelhafter Leichtigkeit schafft er Melodie um Melodie."

 

Über alle diese Werke wurde jeweils anläßlich ihres Erscheinens in der Gesamtaufnahme berichtet: an dieser Stelle ist zu vermerken, daß die Polka Mazur "Une Bagatelle" am 11. Februar 1857 beim Ball der Künstlergesellschaft "Aurora" im "Sperr zum ersten Male aufgeführt worden ist. Dieses Datum nennen übereinstimmend das Tagebuch von Joseph Strauß und die Aufzeichnungen des Hornisten Franz Sabay.

 

Selbstverständlich nahm Johann Strauß die erfolgreiche Polka Mazur auch nach Rußland mit und trug sie gleich bei seinem Eröffnungskonzert am 14. Mai (d. i. 2. Mai nach dem russischen Kalender) in Pawlowsk dem Publikum vor. Darüber berichtete Johann Strauß in einem Brief aus St. Petersburg/Pawlowsk: "Eben so sehr bin ich mit der Aufnahme bei den rußischen Publikümern zufrieden. Die Controverse und Une Bagatelle, gefallen denn auch mehr als sonst ein Walzer oder eine Polka mazurka, dem zu Folge meine in dem ersten Concerte gespielten Piecen der Neuzeit ... mir abermals einen schönen Erfolg erzielen machten."

 

Der Inhalt dieses Briefes wurde auch den Mitarbeitern der "Theaterzeitung" bekannt, die daraufhin am 27. Juni 1857 einen kurzen Bericht brachten, in dem es hieß: "Von seinen Kompositionen sind besonders die Walzer 'Controversen', 'Juristenball-Tänze', die Polka 'Etwas Kleines' und 'Bagatelle-Polka Mazur' rasch Lieblingspiecen der Bewohner an der Newa geworden."

 

Die Themen der Polka Mazur wurden auch in Antal Doratis Ballett "Graduation Ball" (1940) einbezogen.

 

"Volkssänger", Walzer (im Ländlerstil), op. 119

 

Am 30. August 1852 wurde in Ungers Casino wieder der traditionelle Hernalser Kirchtag nach Herzenslust gefeiert. Die Strauß-Kapelle war ebenso aufgeboten, wie - im gemütlichen - eine Volksmusikantengruppe. Am Sonntag ging es in ganz Hernals, damals noch ein Vorort jenseits der "Linie", hoch her, am Montag war dann bei Unger auch noch der Nachkirchtag. Diesen Anlaß benützte Johann Strauß, der diesmal die Tanzmusik persönlich leitete, zur Uraufführung seines neuesten, für das Kirchweihfest 1852 komponierten Walzers "Volkssänger". Es war ein Loblied im Dreivierteltakt auf die in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bereits sehr zahlreichen "Gesellschaften", die in der Tradition der einstigen Harfenisten in den größeren Gasthäusern und in Gartenwirtschaften volkstümliche Lieder und aktuelle Couplets vortrugen, aber auch kurze Szenen mit Ereignissen aus dem Alltag des Volkes darstellten. Es war längst schon der Brauch geworden, daß in den großen Wiener Etablissements ein mehrfaches Unterhaltungsangebot zu einem entsprechend reichhaltigen Festprogramm zusammengefaßt wurde. Da sangen dann eben die Nachfolger der Harfenisten in den kleinen Nebenlokalitäten ihre Lieder, während die Strauß-Kapelle im Festsaal zum Tanz aufspielte. Immer wieder hat es sich ereignet, daß die Volkssänger Kompositionen der Strauß-Familie textiert und als Couplets mit vielen Strophen vorgetragen haben. Es läßt sich gar nicht exakt angeben, wieviele Strauß-Melodien dadurch auch zu Volksliedern geworden sind: zwei interessante Beispiele sind etwa die Terzett-Fassung der Polka "Tritsch-Tratsch" durch den Volkssänger Johann Baptist Moser (1799-1863) oder die Umsetzung des Walzers "Flattergeister", op. 62, von Joseph Strauß in das Volkslied "Wann i amal stirb'"! Zu den weiteren Volkssänger-Versionen der Strauß-Kompositionen gehören z. B. "Man lebt nur einmal", "Wien, mein Sinn" (gesungen von Johann Fürst, 1825-1882) und später - "An der schönen blauen Donau" (gesungen von Ignaz Nagel, 1831-1872).

 

Für seine Walzerpartie "Volkssänger" hat Johann Strauß keine Melodien aus dem populären Volkssänger-Repertoire dieser Zeit verwendet, sondern ausschließlich Original-Melodien. Den Stil der Wiener Gemütlichkeit hat er trotzdem sehr gut zur Geltung gebracht. Die Uraufführung des "Volkssänger"-Walzers (im Ländlerstil) war dementsprechend ein Riesenerfolg: das Werk mußte fünfmal wiederholt werden. Bei allen weiteren Sommerveranstaltungen des Jahres 1852 wurde die Walzerpartie berücksichtigt und geriet auch später nicht in Vergessenheit. Es bedeutete eine Sensation, daß der anspruchsvolle Interpret symphonischer Musik, Hans Guido von Bülow (1830-1894), im Jahre 1889 bei einem Festkonzert in Hamburg neben Werken von Johannes Brahms und Ludwig van Beethoven auch die Strauß-Walzer "Phönixschwingen" (op. 125) und "Volkssänger" aufführte; er hat damit bei dieser Gelegenheit einen vielbejubelten Erfolg erzielt.

 

"Hellenen-Polka", op. 203

 

Im reich besetzten Ballkalender des kurzen Faschings im Jahre 1858 war auch Platz für einen Griechen-Ball. Er fand Ende Januar oder Anfang Februar im Palais des Millionärs Baron Simon Georg Sina (1810-1876) in der Wiener Innenstadt unter reger Beteiligung der noblen Wiener Gesellschaft statt. Für diesen Anlaß schrieb Johann Strauß eine "Hellenen-Polka" und widmete sie "Marie Baronin von Sina". Am 4. Februar wurde im "Fremden-Blatt" zum ersten Male das Novitätenrepertoire des für den 8. Februar anberaumten Strauß-Benefizballes im Sofiensaal angekündigt und darin befand sich die "Hellenen-Polka". Die Journalisten leugneten hartnäckig das zweite "I" im Titel des Werkes; aber das tut nichts zur Sache. Es steht fest, daß es sich um eine Widmung für den Griechen-Ball 1858 gehandelt hat. Die Hausfrau hieß allerdings nicht Marie, sondern Iphigenie, geborene Ghika de San Salva, und auch die Töchter des Ehepaares hießen nicht Marie, sondern Anastasia, Irene, Iphigenia und Helena. Nun ist es denkbar, daß sich die Journalisten an der jüngsten Tochter, Helene, orientierten und daher "Helenen-Polka" schrieben, wie dies ja auch Joseph Strauß im Jahre 1866 mit seiner Widmung an das Haus Sina, dem "Helenen-Walzer", op. 197, getan hat.

 

Die flotte, anmutige Polka nahm im Tanzrepertoire 1858 des Walzerkönigs Johann Strauß die Stelle der (späteren) Schnellpolka ein. Sie geriet bald in Vergessenheit und wurde erst von Oskar Stalla wieder entdeckt, als dieser nach Strauß-Motiven die Musik der Operette "Die Tänzerin Fan ny Elssler" arrangierte.

 

"Waldmeister-Quadrille", op. 468

 

Aus dem reichen Melodienvorrat seiner vorletzten Operette, "Waldmeister", die am 4. Dezember 1895 im Theater an der Wien zum ersten Male gespielt worden ist, ließ Johann Strauß vom Theaterkapellmeister Leopold Kuhn, der an der Probenarbeit für die Premiere beteiligt gewesen war, für den Verlag Bote & Bock in Berlin - wie es bei allen seinen früheren Bühnenwerken ebenfalls der Brauch gewesen war - eine Quadrille arrangieren. Sechs Tanzstücke hat Strauß nach den Motiven seiner Operette herausgeben lassen, wobei es ihm - wenn man einem in Abschrift bekannt gewordenen Brief an den Verleger folgt - sogar beim Arrangieren des Walzers diesmal schwer gefallen ist, eine seinen Vorstellungen und reichen Erfahrungen entsprechende Lösung zu finden. Trotzdem hat er sich bei Walzer ("Trau, schau, wem", op. 463), Polka ("Herrjemineh", op. 464), Polka Mazurka ("Liebe und Ehe", op. 465), Galopp ("Klipp-Klapp", op. 466) und Marsch ("Es war so wunderschön", op. 467) mit gewohnter Zuverlässigkeit und allerbestem Gelingen ans Werk gemacht; aber es war ihm offenkundig zu viel, nun auch noch eine Quadrille herzustellen. Nun - Kapellmeister Kuhn hat sich redlich bemüht, die besten für eine Quadrille geeigneten Motive auszuwählen; er hat die Musik aller drei Akte der Operette entnommen: Nr. 1 (Pantalon) stammt aus dem zweiten, Nr. 2 (Eté) aus dem ersten und zweiten Akt. Im Finale (Nr. 6) erklingt dann der Marsch "Es war so wunderschön" und sorgt auch in der Quadrille für einen effektvollen Ausklang. Während die Original-Arrangements von Johann Strauß nach Motiven der Operette "Waldmeister" von der Strauß-Kapelle unter Eduards Leitung aufgeführt worden sind, wurde die "Waldmeister-Quadrille" den Militärkapellen überlassen. Sie taucht nach ihrer Veröffentlichung im Verlag Bote & Bock in einigen Programmen der in Wien in Garnison liegenden Regimentsmusiken auf: aber nicht allzu häufig. Das war eigentlich ein Unrecht: denn die hübschen Motive dieser erfolgreichen Musik ("Waldmeister" konnte in Wien 88 Mal gespielt werden) haben das Publikum ja doch stets zu anerkennendem Beifall verleitet.

 

"Deutsche", Walzer, op. 220

 

Am Ende des Faschings 1859, bei seinem traditionellen, gemütlichen Benefizball am Faschingmontag, dem 7. März, überraschte Johann Strauß die Öffentlichkeit mit dem Titel seines Widmungswalzers: er nannte das Werk "Deutsche", und das war kein künstlerisches, sondern ein politisches Bekenntnis. Jedermann in der Donaumonarchie war davon überzeugt, daß eine militärische Auseinandersetzung der k. k. Armee mit den Truppen des Königreiches Sardinien bevorstehe, und daß sich der Regent in Paris, Napoleon III., dazu entschlossen hatte, mit Teilen der französischen Armee in die Kämpfe einzugreifen. Schauplatz sollten die österreichischen Regionen in Oberitalien sein.

 

In dieser Situation wurde erwartet, daß sich Verbündete aus Deutschland an die Seite des Kaisertums Österreich stellen würden. Wenn man auch nicht mit dem Aufgebot von Soldaten rechnete, so hoffte man doch auf diplomatische Unterstützung, um das Eingreifen Frankreichs zu erschweren oder überhaupt zu verhindern. Wenn Strauß seinen Walzer "Deutsche" nannte, dann dachte wohl auch er an diese Hilfe. Im Ietzten Augenblick entschloß sich Strauß dann doch, diese politische Deutung seines Walzertitels zu leugnen oder wenigstens zu verschleiern: er stellte daher seinen Festball im "Sperl" unter die Devise: "Deutsche Sympathien in der Tanzwelt" ("Sieg des Walzers"). Der Charakter des Widmungswalzers entsprach der Tradition: wie alle Widmungen für die Benefizbälle im "Sperl" in den fünfziger Jahren war auch die Walzerpartie "Deutsche" im Ländlerstil gehalten.

 

Mit den "Deutschen" (Tänzen), die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Mode gekommen sind und die Vorherrschaft der französischen Tanzweisen, etwa des Menuetts, in der Donaumonarchie und in den deutschen Ländern beendet hatten, waren die Walzer im Ländlerstil nicht zu vergleichen. Aus dem "Deutsch"-Tanzen hatte sich ja allmählich ab dem Jahr 1790 auf Wiener Boden der Walzer entwickelt. Eine Rückkehr zu den "Deutschen", die spätestens in den zwanziger Jahren aus den Tanzsälen Wiens verschwunden waren, kam

für den Walzerkönig Johann Strauß natürlich nicht in Frage. Es war klug von Johann Strauß, die politische Botschaft der Walzerpartie "Deutsche" in eine künstlerische zu verwandeln: denn in der Auseinandersetzung, die kurz nach dem Ende des Faschings begann, gab es für die Donaumonarchie zwar Sympathien, aber keine Hilfe aus Deutschland. Das Schicksal wollte es, daß der Komponist seinen Widmungswalzer nicht selbst beim "Sperl" präsentieren konnte; wie die "Wiener Theaterzeitung" am 11. März 1859 meldete, wurde Strauß "am Tage seines Benefice-Balles von einer heftigen Nerven-Exaltation befallen, so zwar, daß schleunigst ärztliche Hilfe herbeigeschafft werden mußte. Statt seiner übernahm Bruder Josef die alleinige Leitung des äußerst zahlreich besuchten Balles und brachte auch die von Johann für diesen Abend komponierten Walzer 'Deutsche' zur Aufführung, welche ihrer Melodienfülle wegen so sehr gefielen, daß sie mehrere Male zur Wiederholung verlangt wurden." Als die Walzerpartie "Deutsche" im Druck erschien, schrieb die "Theaterzeitung" am 28. April 1859: "Es sind sehr verlockende Reigenklänge, die uns aus diesen Walzern entgegenklingen." Es blieb aber unbemerkt, daß der Komponist zu Beginn der Coda den Walzer "Deutsche Lust oder Donaulieder ohne Text" (op. 127) seines Vaters zitiert hatte.

 

"Secunden-Polka" française, op. 258

 

Auch im Jahre 1861 konzertierte Strauß die Sommersaison über im Vauxhall von Pawlowsk bei St. Petersburg. Gleich im ersten Brief, den Strauß an seinen Wiener Verleger Carl Haslinger schickte, kündigte er etliche neue Kompositionen an, die er entweder aus Wien im Konzept mitgebracht oder in aller Eile in Rußland geschrieben hatte. In diesem (undatierten) Brief heißt es u.a.: "Morgen sende ich die 2 neuen Partituren: Quadrille nach rußischen Themen [= 'St. Petersburg-Quadrille', op. 255], ferner 'La Violetta', Mazurka [op. 256], welche beide Compositionen Sie zum Druck vorbereiten können. Die Hellmesberger'sche Polka bitte ich von ihm taufen zu lassen und werde selbe in wenigen Tagen in Partitur einsenden. Ich will sie früher in Wien aufgeführt haben, d.h. durch Josef."

 

Aber Strauß ist von dieser Planung dann doch abgewichen. Er spielte das Werk nämlich selbst in Pawlowsk zum ersten Male auf, und zwar bei seinem Benefizkonzert am 27. August 1861. Er nannte das Werk in Rußland allerdings "Ein Sträußchen der Erinnerung". Unter diesem Titel ist die Polka (auch das entsprach nicht dem ursprünglichen Vorhaben des Komponisten) im Verlag Büttner in St. Petersburg erschienen. Joseph Strauß aber hat im Sommer 1861 in Wien keine der Sommerkompositionen seines Bruders vorgetragen.

 

Erst nach seiner Rückkehr nach Wien stellte Johann Strauß selbst das Werk dem Publikum vor: und nun hatte es jenen Titel, den offenbar Joseph Hellmesberger nach Kenntnis der Partitur dem Werk gegeben hatte, "Secunden-Polka". Der geistreiche und witzige Joseph Hellmesberger (1828-1893), ein gottbegnadeter Musiker, Primgeiger der Wiener Philharmoniker, Primarius eines eigenen Quartetts, Geigenlehrer und Direktor des Konservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde, hatte sofort die Pointe dieser Komposition erkannt: Strauß hatte sich den Spaß gemacht, die Tonintervalle der Ganz-bzw. Halbtonsecunden als Charakteristikum der Polka zu verwenden. (Mit dem Zeitmaß Sekunde hat der Titel also nichts zu tun!) In der Kompositionslehre wird die Verwendung dieses Tonschritts eher abgelehnt und verworfen: gerade darum hat Strauß ihn verwendet und bewiesen, wie effektvoll er eingesetzt werden kann. Die Wiener Erstaufführung am 17. November 1861 im Sofienbad-Saal war ebenso erfolgreich wie die Präsentation des Werkes "Sträußchen der Erinnerung" in Pawlowsk. In Rußland gab es während der letzten 54 Konzerte der Sommersaison noch 22 weitere Aufführungen, in Wien hielt sich die "Secunden-Polka" bis weit über den Fasching 1862 hinaus im Repertoire der Strauß-Kapelle.

 

"Tausend und eine Nacht", Walzer, op. 346

 

Als Johann Strauß sich bereit fand, aus dem Lager der Balldirigenten in jenes der Operettenkomponisten überzugehen, arbeitete er nach mehreren Studien an einem Werk, das den Titel "Die lustigen Weiber von Wien" erhalten sollte. Das Projekt wurde nicht zu Ende geführt. In dieser Lage schlug der Mitdirektor des Theaters an der Wien, Maximilian Steiner, dem Komponisten vor, seine Musik für ein Werk zur Verfügung zu stellen, für dessen Libretto er, Steiner, selbst Sorge tragen wolle. Strauß stimmte zu, aber die Ausführung kam erst nach Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten zustande: das zuletzt von Steiner vorgelegte und auch der Öffentlichkeit gegenüber verantwortete Libretto enthielt eine wirre Handlung, die im Orient spielte. Das Stück erschien nach etlichen Wirren (auch der Titel wurde immer wieder geändert) als "Indigo und die 40 Räuber" am 10. Februar 1871 auf der Bühne des Theaters an der Wien. Am Dirigentenpult hatte Strauß selbst Platz genommen, die weibliche Hauptrolle, der in den Orient verschlagenen Wienerin Fantasca, sang und verkörperte die Diva Marie Geistinger.

 

Die Handlung der ersten Operette von Johann Strauß war also in den Orient verlegt worden, aber die Musik hatte diese Übersiedlung nicht mitgemacht. Daher enthält auch der nach Motiven der Operette "Indigo" arrangierte Walzer "Tausend und eine Nacht" ausschließlich wienerische Musik. Mit Recht hat der Strauß-Biograph Ludwig Eisenberg folgende Schilderung über die Melodien und ihre erste Aufführung im Theater an der Wien geschrieben: "Es ist ein Walzer von wahrhaft elementarer Kraft, nicht allzuweit von Lerchenfeld [= Wiener Vorstadt, heute 16. Bezirk] geboren, melodisch packend, von pikanter rhythmischer Eigentümlichkeit und bestrickend instrumentiert. Als (am Premierenabend) beim Walzer 'Ja, so singt man, ja, so singt man in der Stadt, wo ich geboren' das ganze Haus in einen jauchzenden Schrei ausbrach, die Insassen der Logen und Sperrsitze in tanzende Bewegungen gerieten, da glaubte man, jetzte müsse Strauß dem Primgeiger die Violine aus der Hand reißen, sie selber ansetzen und, wie einst beim 'Sperl' zum Tanz aufspielen."

 

Die Melodie "Ja, so singt man" wird im Walzer "Tausend und eine Nacht" gleich zu Beginn zitiert. Der zweite Walzer bietet das ebenso schwungvolle und interessante Bacchanal, "Laßt frei nun erschallen das Lied aus der Brust" (gesungen von Fantasca), weiter geht es mit Motiven aus dem 2. Akt und aus dem großen Finale ("Die Freiheit lacht"). Dann wird auch noch das Motiv des Eseltreibers verwendet: in der Coda vereinigen sich die wichtigsten Themen und werden zu grandioser Wirkung gesteigert. Die erste Aufführung des Walzers "Tausend und eine Nacht" fand am 12. März 1871 im Goldenen Saal des Musikvereins durch die Strauß-Kapelle unter der Leitung des "schönen Edi" statt und hatte selbstverständlich einen triumphalen Erfolg.

 

"Die Bajadere", Polka schnell, op. 351

 

Als die Direktoren des Theaters an der Wien, die Diva Marie Geistinger (1836-1903) und der geschickte Administrator Maximilian Steiner (1830-1880), das Erscheinen der ersten Operette des Walzerkönigs Johann Strauß auf ihrer Bühne ankündigten, waren die Erwartungen des Publikums sehr hoch gespannt. Aber als dieses Werk unter dem Titel "Indigo und die 40 Räuber" am 10. Februar 1871 Premiere hatte, waren die Meinungen des Publikums wie auch der Kritik geteilt: die Handlung, mühsam zusammengeflickt von Maximilian Steiner, wurde - mit Recht! - allgemein getadelt; die Musik von Johann Strauß aber löste Stürme der Begeisterung aus. Dieser Gegensatz führte zum Beispiel in der Rezension am 12. Februar 1871 in der "Neuen Freien Presse" dazu, daß Eduard Hanslick den Vorwurf erhob: "Ein Mann von dem Namen und dem Talent eines Johann Strauß hätte sich nicht dazu hergeben sollen, die Musik, für dieses in der Handlung armselige, im Dialog beleidigend platte und gemeine Libretto zu komponieren." Über die Musik schrieb Hanslick u.a.: "Anmutige Melodien und beflügelte Rhythmen muß man dem Werk nachrühmen." Der Kritiker Ludwig Speidei schrieb im "Fremden-Blatt" (vom 12. Februar 1871) u.a.: "Wie leicht dahinhüpfend, wie anmutig plaudernd, wie unwiderstehlich kokett sind seine Polken. Das Ballett im dritten Akt ist reich an pikanten Stellen."

 

Beide Urteile Speidels charakterisieren die Schnellpolka vortrefflich, die nach Motiven der Operette "Indigo und die 40 Räuber" unter dem Titel "Die Bajadere" am 28. Mai 1871 im Verlag Spina erschienen ist: der erste Teil des Werkes ist nichts anderes als die rasante Coda der Ballett-Musik, die weiteren Motive stammen aus dem 2. Akt (Nr. 12, Duett Fantasca und Janio, "Und nun schnell fort von hier", und Finale, Nr. 17) und aus dem von Hanslick als langweilig bezeichneten 3. Akt (Nr. 18, Markt-Chor, "Lauter herrliche Sachen winken"). Überdies hat Strauß für eine besonders reizvolle Coda der Schnellpolka gesorgt, die den Beifall des Publikums geradezu erzwingt.

 

Die erste Aufführung der "Bajadere" erfolgte bei einem Festkonzert der von Eduard Strauß geleiteten Strauß-Kapelle im Wiener Volksgarten am 16. Juni 1871, und zwar im Verein mit weiteren Tanzweisen nach Motiven der Operette "Indigo", aber auch mit der Ouvertüre zu Richard Wagners Jugendoper "Rienzi" und einer Szene aus Giaccomo Meyerbeers erfolgreichem Werk "Die Hugenotten".

 

"Schatz-Walzer", op. 418

 

Noch während der zweijährigen Arbeit an seinem zunächst als komische Oper geplanten, dann aber doch zur Operette umgestalteten Werk "Der Zigeunerbaron", faßte Johann Strauß die im Dreivierteltakt stehenden Tanzmotive zusammen und gliederte sie schließlich in eine vierteilige Walzerform. Man hat nach dem Erscheinen des "Zigeunerbarons" am 24. Oktober 1885 (dem Vorabend von Strauß' 60. Geburtstag) auf der Bühne des Theaters an der Wien davon gesprochen, das Werk sei eine österreichisch-ungarische Melange, entspreche also dem politischen Dualismus (Kaisertum Österreich und Königreich Ungarn). Einige Kritiker meinten allerdings, Strauß habe in seiner Komposition die Magyaren deutlich bevorzugt. Daran ist richtig, daß der Meister von Jugend an die Tanzweisen des Landes jenseits des Grenzflusses Leitha ebenso souverän beherrscht hat wie den Walzer. Der Reichtum an wienerischen Weisen in der Operettenparitur erwies sich immerhin als groß genug, um den "Schatz" dieser Melodien als pures Gold erscheinen zu lassen. Seinen Titel erhielt das Werk durch die begeisterte Melodie im Dreivierteltakt, die in der Operette angestimmt wird, als sich die Suche nach einem geheimnisvollen Schatz als erfolgreich erweist (Walzer Nr. 2: "Ha, seht es winkt, es blinkt, es klingt"). Die Einleitung ist dem Finale des 1. Aktes entnommen (Nr. 7 der Operette), der erste Walzer dem Finale, mit dem ursprünglich der 2. Akt abgeschlossen wurde, (Nr. 13: "So voll Fröhlichkeit"). Im dritten Walzerteil wird zuerst das Sittenkommission-Couplet verwertet (2. Akt, Nr. 12) und dann der unwiderstehliche Walzerteil aus dem Auftrittslied des Barinkay ("Ja, das alles auf Ehr'"), der 4. Walzer zitiert aus dem 2. Akt das Trio aus Nummer 9 ("Doch mehr als Gold und Geld") und schließlich das Motiv aus dem Einzugschor ("Das wär' kein rechter Schiffersknecht"). Die Uraufführung des Walzers im Konzert der Strauß-Kapelle am 22. November 1885 hatte sich der Komponist selbst vorbehalten. Er kokettierte vorher ein wenig, als sei er vom Erfolg seines Auftretens nicht überzeugt, und schrieb auf ein Billettchen: "Bitte Dich, die Herren Kalbeck und Dömpke [beide waren Musikkritiker] auf das Konzert am Sonntag vergessen zu lassen. Beide Herren müßten sich wahrhaftig mopsen - meine Leistung dort ist eine zu geringe, als daß ich ihren Besuch verantworten könnte. Würde ich noch geigen - dann könnte ich wenigstens zeigen, was ein Walzerstrich ist! Aber mit dem Staberl in der Hand einen Walzer aufführen, ist zu dumm."

 

Nun - Johann Strauß hat am 22. November 1885 auch mit dem Taktstock den frenetischen Beifall des Publikums ausgelöst. Seither hat sich oft erwiesen, daß ein Dirigent auch mit dem Taktstock Triumphe feiern kann - bei den Strauß-Konzerten freilich vor allem dann, wenn er die Geiger zum "wienerischen Walzerstrich" anhalten kann!

 

"Der lustige Krieg", Marsch, op. 397

 

Die Musik für seine Operette "Der lustige Krieg", die am 25. November 1881 im Theater an der Wien zum ersten Male erklungen ist, war vom ersten bis zum letzten Takt "bester Strauß". In den Walzern und Polkatänzen, die in die Partitur eingestreut sind, war wieder jener Schmiß und Schwung zu finden, wie sie aus zahlreichen Jugendwerken des Komponisten bekannt und beliebt waren - und auch heute immer noch sind. Gewiß - in der Operette gibt es auch besinnliche Szenen; es ist Raum für Parodie und sogar für dezente Frivolität, aber gerade die "flotten Sachen" - also Märsche und Galoppaden - beweisen, daß der Komponist den seltsamen Krieg, der keiner war und auch keiner werden sollte, als übermütigen Jux verstanden hat. Es gibt unter den Einzelausgaben nach Motiven der Operette "Der lustige Krieg" gleich zwei Märsche, aber keiner davon ist kriegerisch. ("Frisch ins Feld", op. 398, Vol. 28, könnte ebenfalls bei keiner Parade verwendet werden!) Wenn in einem der Texte, die den Marschmotiven im Stück unterlegt worden sind, "kriegerische Phrasen" verwendet werden, dann zeigt die Musik gerade durch ihren Schmiß und Schwung, daß das alles nicht ernst gemeint, sondern eben ein Jux ist. Das gilt besonders für die Szenen, die im Marsch, op. 397, nachklingen: 1. Akt, Ensemble, "Ja eilet nur geschwind", 2. Akt, Finale, "Stehn wir hier auch zum Kampf bereit" und 3. Akt, Terzett, "Ruhm und Ehr!". Die Uraufführung des Marsches muß unmittelbar nach der Premiere der Operette erfolgt sein. Da aber die Katastophe des Ringtheater-Brandes, die sich ja kurz nach der Uraufführung des "Lustigen Krieges" zugetragen hat, das Interesse der von dem Grauen geschockten Menschen von Musik und Tanz vorübergehend abgewendet war, wurde die erste Aufführung des Marsches, op. 397, nicht registriert.


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