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8.555796 - O MIO BABBINO CARO - FAMOUS SOPRANO ARIAS FROM ITALIAN OPERA
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O mio babbino caro

Berühmte Arien für Sopran der italienischen Oper

Die vorliegende Sammlung der beliebtesten italienischen Opernarien für Sopran ist nach der berühmten Arie aus Puccinis Gianni Schicchi des Jahres 1918 benannt. Auf einer Episode in Dantes Inferno basierend, spielt sich diese heitere Oper am Totenbett des eben verstorbenen Busoni Donati ab. Dort plant die versammelte Verwandtschaft das Testament des betuchten Mannes zu ihren Gunsten zu ändern. Zu diesem Zwecke beauftragen sie den Betrüger Gianni Schicchi, sich als Busoni auszugeben. Das Glück der Stunde nutzend, ernennt dieser sich selbst zum neuen Erben. In O mio babbino caro (Mein lieber Vater) bittet Schicchis Tochter Lauretta ihren Vater, in die unglücklichen Familienverhältnisse einzugreifen. Dank ihrer neuen Aussteuer kann sie schließlich Rinuccio, einen der Verwandten des verstorbenen Mannes heiraten. Schicchi lacht sich über den Nutzen des Erbgeldes ins Fäustchen.

Bellinis letzte Oper I Puritani (Die Puritaner), 1835 uraufgeführt, spielt in den Wirren des englischen Bürgerkriegs. Dem Royalisten Lord Arturo Talbo wird die Hand Elviras, der Tochter des Puritaners Lord Walton, genehmigt. Arturo hilft der in Gefangenschaft gehaltenen Witwe des Königs Charles I. zu fliehen, indem er sie mit Elviras Hochzeitsschleier verkleidet. Unwissend über den Plan, glaubt sich Elvira von ihrem neuen Ehemann verraten. Sie verliert ihren Verstand und meint in Qui la voce soave Arturos Stimme zu hören. Dieser wird schließlich verhaftet und kann sich seiner Frau erklären, welche sich erholt. Arturo wirk dank Cromwells Amnestie bald entlassen.

Eine der größten Opern der Romantik, Puccinis La Bohème, wurde 1896 in Turin uraufgeführt, spielt aber in den 1830-er Jahren im Pariser Quartier Latin. Eine Gruppe junger und armer Künstler leben in einer Dachkammer, wo der Dichter Rodolfo eines Abends ein Mädchen aus der Nachbarschaft kennenlernt. Sie heißt Lucia, wird aber von ihren Freunden Mimi genannt, wie sie in Sì, mi chiamano Mimì preisgibt. Die Liebe der beiden blüht kurzzeitig auf, wird aber durch ihre erbärmlichen Lebensumstände überschattet. Das Paar findet erst wieder zusammen, als Mimi an der Schwindsucht stirbt. Im Gegensatz zu Mimi strotzt Musetta voll Kraft und Gesundheit, und im dritten Akt singt sie in Begleitung ihres älteren Liebhabers das Walzerlied Quando m’en vo (Wenn ich alleine auf der Straße einhergehe, halten die Leute an und bewundern mich).

Alfredo Catalanis berühmteste Oper ist das Tiroler Familiendrama La Wally. Es kreist um die turbulente Beziehung der jungen Wally und des Jägersmannes Haghenbach, welche schließlich in dessen Tod und dem anschließenden Selbstmord des Mädchens gipfelt. Im ersten Akt in Ebben, ne andró lontano, entschließt sich Wally, von zuhause fortzugehen, wo ihr Vater sie zur Hochzeit mit einem anderen Mann zwingen will.

Cio-Cio-San, die Hauptfigur in Puccinis Madama Butterfly, heiratet in Nagasaki den amerikanischen Marineoffizier Pinkerton, der nicht daran denkt, dieser Ehe treu zu bleiben. Cio-Cio-San, welche Pinkerton in seiner Abwesenheit einen Sohn gebärt, erzählt Ihrer Dienerin Suzuki in Un bel dí vedremo (Eines schönen Tages werden wir eine Rauchwolke sehen) von ihrer Hoffnung auf die Rückkehr ihres Mannes. Als dieser schließlich mit seiner neuen amerikanischen Ehefrau zurückkehrt, welche Cio-Cio-Sans Sohn adoptiert, nimmt sich Letztere das Leben.

In seinem eindrucksvollen Drama Rigoletto erzählt Verdi die Geschichte des buckeligen Hofnarrs Rigoletto, der ohne sein Wissen an der Entführung seiner eigenen Tochter Gilda teilnimmt. Diese ist bereits von dem lüsternen und als Student verkleideten Fürst von Mantua umworben worden, über dessen falschen Namen sie in Caro nome (Lieber Name) nachsinnt. Sie liebt ihn trotz seines Verrats und wird in seinem Palast durch einen Mörder umgebracht, den Rigoletto für den Mord an Mantua engagiert hatte. In einer Nachtszene wird Rigoletto der Leichnam in einem Sack übergeben. Als er den unbekümmerten Gesang des Fürsten hört, erkennt Rigoletto, dass es sich bei dem Leichnam um seine Tochter handelt.

Umberto Giordanos Andrea Chénier ist nach dem Dichter benannt, der zusammen mit seiner Geliebten Maddalena während der französischen Revolution ums Leben kommt. Maddalena erzählt dem ehemaligen Bediensteten ihrer Familie, nun ebenfalls ein Revolutionär, vom Tod ihrer Mutter und der Zerstörung des Familienpalastes.

Puccinis Oper Tosca von 1900 ist nach der berühmten Sängerin benannt, die durch ihren Liebhaber Cavaradossi in die revolutionären Aktivitäten hineingezogen wird. Cavaradossi wird verhaftet und Tosca durch den korrupten Polizeichef erpresst. Sie ermordet diesen in der Hoffnung auf eine Flucht ihres Geliebten. Als dieser erschossen wird, stürzt sich Tosca von den Gefängnismauern in den Tode. In Vissi d’arte (Ich lebte für die Kunst) denkt Tosca über Cavaradossis Befreiung nach.

Verdi verbrachte die Jahre 1847 – 1852 größtenteils in Paris, wo er sicherlich Alexandres Dumas’ Drama La dame aux camélias gesehen hat. Seine Opernfassung dieses Stückes La Traviata (Die Gefallene) spielt in Paris und handelt von der Liebe zwischen Alfredo und Violetta, welche aufgrund des Eingreifens von Alfredos Vater kurzzeitig auf die Probe gestellt wird. Das Paar findet wieder zusammen, jedoch erliegt Violetta bald darauf der Schwindsucht. Al, fors’é liu (Vielleicht ist er es, den mein Herz begehrt) gilt ihrer Liebe zu Alfredo, welche sie sich in Sempre libera (Immer frei) aus dem Kopf schlagen will.

Zu Puccinis weniger bekannten Opern gehört die 1917 uraufgeführte La Rondine (Die Schwalbe), die zwischen Oper und Operette schwankt. Magda verlässt ihren Liebhaber Rambaldo, um mit Ruggero zusammenzuleben. Dieser weiß nichts von ihrer Vergangenheit. Schließlich kann sie ihren Betrug nicht aufrechterhalten und kehrt zu Rambaldo zurück. In ihrem Pariser Salon besingt sie die Liebe in Ch’il bel sogno di Doretta (Dorettas schöner Traum).

Rossinis Il barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla) war nicht die erste Oper nach Beaumarchais’ Lustspiel, welches zeitgleich mit der Uraufführung von Rossinis Oper 1816 auf den Bühnen Roms zu sehen war. Der im Titel benannte Barbier Figaro hilft seinem Meister, einem als armer Student verkleideten Grafen, um Rosinas Hand zu werben. Planmäßig verliebt sich Rosina in den vermeintlichen Studenten, an dessen Ständchen sie sich in Una voce poco fa (Eine Stimme vor kurzem gehört) sehnsüchtig erinnert.

Puccinis erster großer Erfolg stellte sich 1893 mit der Turiner Uraufführung von Manon Lescaut nach einem Roman von Abbé Prévost ein. Das junge Mädchen Manon Lescault läuft mit Chevalier Des Grieux davon, den sie später aber zugunsten des alten Géronte verlässt. Dieser vereitelt ihren Plan, zu ihrem früheren Liebhaber zurückzukehren, indem er sie öffentlich verunglimpft. Sie wird folglich in die amerikanische Wildnis verbannt, wo sie in seiner Gegenwart stirbt. In quelle trine morbide (Inmitten weicher Spitzenvorhänge) enthält ihre Klage über das luxuriöse aber unfruchtbare Dasein mit Géronte und ihr Verlangen nach einem armen aber erfüllten Leben mit ihrem geliebten Des Grieux.

Puccinis letzte und bei seinem Tod im Jahre 1924 unvollendet gebliebene Oper Turandot ist nach einer herzlosen und grausamen chinesischen Prinzessin benannt. Diese stellt ihre Werber vor die Aufgabe, ein schwieriges Rätsel zu lösen, auf dessen Versagen die Todesstrafe steht. Calaf, der Sohn des verbannten Tartarenkönigs, findet die gewünschte Antwort, nachdem ihn Turandots Sklavin Liú in Signiore, ascolta (Herr, hören sie zu) vor der Prinzessin gewarnt hat.

Verdis 1853 in Rom uraufgeführte Oper Il trovatore (Der Troubadour), ein komplexes Familiendrama, handelt im Kern seines Geschehens von der Liebe des Troubadours Manrico für Leonora. Manrico, der vermeintliche Sohn eines Zigeuners, ist in Wahrheit der jüngere Bruder seines Feindes Graf di Luna, der dieselbe Frau liebt. Dem zum Tode verurteilten Manrico singt Leonora D’amor sull’ali rosse durch die Gefängnismauern hindurch. Nach Marcos Hinrichtung durch den Grafen erfährt dieser, dass Marco in der Tat sein eigener Bruder war.

Auch Verdis 1862 in St. Petersburg uraufgeführte Oper La forza del destino (Die Kraft des Schicksals), auf einer spanischen Vorlage basierend, beschäftigt sich mit verhängnisvollen Familien- und Liebesbeziehungen. Zwischen zwei verfeindeten Männern stehend, ihrem Bruder Don Carlo und ihrem Liebhaber Don Alvaro, sehnt sich Leonora in Pace, pace nach Seelenfrieden, bevor ein Duell zwischen den beiden Rivalen zum Tode Leonoras und ihres Bruders führt.

Mascagnis Einakter Cavalleria rusticana des Jahres 1890 zählt zu den Verismo-Opern, eine Art Wirklichkeitskunst, die die Grenze zwischen der Bühne und dem wirklichen Leben überwinden wollte. In diesem sizilianischen Liebes- und Eifersuchtsdrama verrät Santuzza das Verhältnis ihres ehemaligen Liebhabers Turiddu mit der verheirateten Lola, deren Ehemann Turridu folglich in einem Duell umbringt. In Voi lo sapete, o Mamma überbringt Santuzza, schwanger mit Turridus Kind, dessen Mutter die unglückliche Nachricht.

Deutsche Fassung E.G.


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