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8.555975 - AKUTAGAWA: Ellora Symphony / Trinita Sinfonica / Rhapsody
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Yasushi Akutagawa (1925-1989)
Rapsodia per orchestra • Ellora-Sinfonie • Trinita Sinfonica

Nach über zweihundert Jahren des politischen und wirtschaftlichen Isolationismus öffnete sich das japanische Inselreich um 1850 den Einflüssen der westlichen Welt und leitete eine rigorose Modernisierungskampagne ein, die innerhalb kürzester Frist fast alle Lebensbereiche erfasste, einschließlich einer tiefgreifenden Reform des japanischen Wortschatzes, die erstmals bedeutungskonforme Übersetzungen aus abendländischen Sprachen ermöglichte. Durch diese Bewegung entstanden im Laufe der Zeit neue Stilrichtungen in der japanischen Literatur, in der die moderne Sprache den Einfluss der westlichen Literatur widerspiegelte. Einer der führenden Vertreter dieser Strömung war Ryunosuke Akutagawa (1892- 1927), der sich vor allem mit Kurzgeschichten einen Namen machte, in denen er traditionelle japanische Fabeln für den zeitgenössischen Leser adaptierte. Seine Kurzgeschichte Yabu no naka (Im Busch) wurde von Akira Kurosawa unter dem Titel Rashomon verfilmt, einer der Klassiker des japanischen Kinos. Ryunosuke nahm sich im Alter von 35 Jahren das Leben; er hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er von einem „unbestimmten Gefühl der Angst um die Zukunft“ seiner eigenen Person und seiner japanischen Heimat spricht. Sein tragischer Tod ist vielen Japanern in Erinnerung geblieben – er fiel in eine Zeit, in der die Welt auf die große Wirtschaftskrise zusteuerte.

Ryunosuke, in Tokio geboren und aufgewachsen, hatte drei Söhne. Aus dem ältesten, Hiroshi, wurde ein großartiger Schauspieler, der insbesondere als Hamlet und in zahlreichen Filmrollen (u.a. in Kurosawas Dodesukaden und Nagisa Oshimas Nacht und Nebel in Japan) brillierte. Takashi, der zweite Sohn, fiel im 2. Weltkrieg in Birma. Der jüngste, Yasushi, erst zwei Jahre jung, als der Vater Selbstmord beging, wurde Komponist. Bereits als Kind spielte Yasushi die Schallplatten seines Vaters. Den größten Eindruck machten auf ihn Strawinskys Feuervogel und Petruschka. Er nahm Violin-, später auch Klavierunterricht, und entschied sich schon während seiner Schulzeit für die kompositorischelaufbahn. 1943 begann er sein Studium an der Tokioter Musikschule (heute: Musikwissenschaftliches Institut der Universität). Dort waren Helmut Fellmer, der Wellesz- Schüler Quinihiko Hashimoto, Midori Husokawa, der in Wien bei Franz Schmidt studiert hatte, und der Hindemith-Schüler Kan’ichi Shimofusa seine ersten Lehrer. Gegen Kriegsende, als die meisten Hochschulen keine regulären Studiengänge mehr veranstalteten, wurde Akutagawa zusammen mit anderen Studenten dem Armeeorchester zugeteilt. Nach Wiederaufnahme des Lehrbetriebs wurde er Schüler von Akira Ifukube, der aus dem abgelegenen Norden Japans nach Tokio gekommen war und dessen idiosynkratischer Kompositionsstil mit einer aus Kurzmotiven entwickelten Ostinatotechnik einen starken Eindruck auf Akutagawa machte, der seit frühester Jugend von Strawinskys Musik beeinflusst worden war.

Nach seinem Studienabschluss im Jahr 1947 machte Akutagawa mit zwei Orchesterwerken auf sich aufmerksam, in deren charakteristischem Stil sich Hashimotos Lyrismus und Ifukubes Dynamik begegnen: Trinita Sinfonica (1948) und Musik für Sinfonieorchester (1950) [Naxos 8.555071]. Der Erfolg brachte für Akutagawa unmittelbare Popularität mit sich. Während seiner gesamten Karriere stand er im Mittelpunkt nicht nur des Musiklebens, sondern des kulturellen Interesses seines Landes schlechthin. Sein kompositorisches Schaffen schloss eine Vielfalt von Gattungen und Genres ein: Oper, Sinfonik, Ballett, Orchester-, Kammer- und Klaviermusik, Kunst- und Kinderlied sowie Musik für Theater, Film, Rundfunk, Fernsehen und Werbung. Mit seinen Freunden Ikuma Dan und Toshiro Mayuzumi gründete er die Gruppe Die Drei, die die japanische Musikszene der 1950er Jahre beherrschte. Auch als Vorstandsmitglied der Japanischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik, des Japanischen Komponistenverbands und der Suntori- Musikstiftung spielte er eine zentrale Rolle. Daneben bekleidete er den Direktorenposten der Japanischen Gesellschaft für Autoren-, Komponisten- und Verlagsrechte. Er war der Leiter der nationalen Singbewegung Utagoe-Undo, deren Zielsetzung die Verbreitung der klassischen Musik war, und er dirigierte über einen Zeitraum von dreißig Jahren eines der besten Amateurorchester des Landes, das Neue Sinfonieorchester. Seit Beginn der 1960er Jahre trat er als Dirigent und Präsentator in Rundfunk- und Fernsehsendungen auf und veröffentlichte Schriften und Bücher über Musik. In den 1980er Jahren wurde er zu einer der Zentralfiguren der Anti-Atombewegung. Akutagawa starb 1989 an einem Krebsleiden. In Anerkennung seiner Verdienste rief die Suntori- Stiftung einen nach ihm benannten Musikwettbewerb ins Leben.

Akutagawas Karriere gliedert sich in drei Schaffensperioden: 1947-57, 1958-67 und 1968-89. In der ersten Phase strebte er eine Synthese aus der rhythmischen Energie Strawinskys oder Ifukubes und dem lyrischen Stil seines ersten Lehrers Hashimoto an – eine Synthese, die er beispielhaft in den Werken des sozialistischen Realismus eines Prokofjew, Schostakowitsch und Kabalewski zu erkennen glaubte. Ergebnisse dieser stilistischen Verschmelzung waren seine Trinita Sinfonica, die Musik für Sinfonieorchester, die Sinfonie Nr. 1 (1955) und das Triptychon für Streicher (1953). 1954-55 verbrachte Akutagawa sechs Monate in der UdSSR und der Volksrepublik China und knüpfte mit beiden Ländern enge musikalische Kontakte. In der Sowjetunion traf er mit Schostakowitsch, Khatchaturian und Kabalewski zusammen, und sein Triptychon wurde in mehreren sozialistischen Ländern mit Preisen ausgezeichnet. In China machte er die Bekanntschaft von Ma Sicong und Xiang Wenye und führte seine eigenen Werke mit dem Sinfonieorchester Schanghai auf. Nach Japan zurückgekehrt pflegte er den kulturellen Austausch mit beiden Ländern und führte verschiedene Werke von Schostakowitsch und Prokofjew auf Schostakowitschs 4. Sinfonie brachte er als japanische Erstaufführung heraus. Zu seinen Freunden gehörten auch die Komponistenkollegen Schtschedrin und Chrennikow.

In der zweiten Periode vollzog Akutagawa unter dem Einfluss von Avantgarde-Trends in Japan eine stilistische Kehrtwendung. Japanische Komponisten hatten begonnen, neuartige Techniken mit dem traditionellen japanischen Sinn für Wohlklang in einer Musik zusammenzuführen, in der Momente der Stille und Geräusche einen musikalischen Sinn ergeben. Herausragende Vertreter dieser Avantgarde-Bewegung waren Toshiro Mayuzumi und Toru Takemitsu. Geleitet von der Überzeugung, dass Musik mit klaren Melodien und Rhythmen sich überlebt habe, begann Akutagawa einen neuen persönlichen Stil zu entwickeln. Mit seiner Ellora-Sinfonie von 1958 und anderen Werken begann die Hinwendung zu Chromatik, Atonalität und Dissonanz. Sein Kammermusikwerk Nymbe (1959) basiert auf mikrotonalen Strukturen, während sich die Oper Orpheus in Hiroshima (1969) auf ein Libretto von Kenzaburo Oe bei den Vokalparts dem Sprechgesang bedient, der im Orchester von Tonclustern begleitet wird. In seiner pointillistischen Musik für Streicher (1962), die er Takemitsu widmete, verschmilzt Akutagawa einen post-Webernschen Stil mit traditionell-japanischem, aus harmonischen Intervallen und Stille erzeugtem Wohlklang. Zeitweilig erwog er sogar, das abendländische Kompositionssystem, in dem das musikalische Gesamtbild sich aus der Ordnung ausgewählter Noten zusammensetzt, durch eine orientalische Methode zu ersetzen, in der zunächst alle Noten ein klangliches Chaos erzeugen, bevor sie herausgelöst und zu neuen Klängen geformt werden. Diese Methode nannte er ‚Minus-Musik’.

In seiner dritten Schaffensphase kehrte Akutagawa zu seinen eigenen kompositorischen Wurzeln zurück, wenngleich er einige Techniken modifizierte und auf Avantgarde-Prinzipien nicht vollkommen verzichten mochte. Getreu seinem Motto, dass Musik für alle Menschen sei, hatte er erkannt, dass die Werke der Avantgarde diesem Postulat kaum entsprechen konnten (oder wollten), und so kehrte er zu traditionellen Techniken zurück. Seine bedeutendsten Werke aus dieser Periode sind die Ostinata Sinfonica (1967), Komo no Ito (Das Spinnennetz) (1968), das Concerto Ostinato für Violoncello und Orchester (1969), Rapsodia (1971) und Sounds (Klänge) für Orgel und Orchester aus dem Jahr 1986, geschrieben zur Einweihung der Suntori Hall in Tokio. In diesen Werken, in die er auch stilistische Merkmale eines Martin und Walton einfließen lässt, verfeinert Akutagawa das musikalische Idiom seiner ersten Schaffensphase.

Rapsodia, eine Auftragskomposition für die japanische Agentur für kulturelle Angelegenheiten, vollendete Akutagawa am 12. September 1971. Das mit drei- bis vierfachem Holz und einer veritablen Schlagzeugbatterie besetzte Werk erlebte seine Uraufführung am 4. Oktober desselben Jahres in Tokio. Der Komponist beschrieb es als Musik, in der ein Magier seinen Zauberstab schwingt. Vermutlich dachte er dabei an Dukas’ Zauberlehrling oder den Walt- Disney-Film Fantasia, in dem Dukas’ Musik verwendet wird. Das Werk beginnt mit einem wilden Aufschrei und einem Septimsprung in den Hörnern, dem sich Violinen und Bratschen mit heftigen, aus kleiner und großer Sekunde gewonnenen Motiven anschließen. Der Versuch, aus diesen Motiven einen großformatigen Allegro-Satz zu bilden, scheitert beim Einsatz der Bratschen mit einem klagenden, auf der leicht abgewandelten japanischen pentatonischen Tonleiter basierenden Motiv. Dieses Motiv wandert durch alle Orchestergruppen, bevor in Blechbläsern und Harfe ein Sechston-‚Zaubermotiv’ hinzutritt, dessen drei erste Noten aus zwei fallenden kleinen Sekunden bestehen. Intervalle aus unmittelbar benachbarten Tönen wie kleine und große, verminderte und übermäßige Sekunde bilden denn auch den motivischen Nukleus des gesamten Werks. Die große Hornseptime des Beginns entpuppt sich als Umkehrung der kleinen Sekunde. Nach dem ‚Zaubermotiv’ in Blechbläsern und Harfe mündet die Musik in ein der lateinamerikanischen Tanzmusik abgelauschtes Allegro ostinato, dessen Klangcharakter von Instrumenten wie Guiro, Maraca und Bongo bestimmt wird. Sein Ostinato-Thema setzt sich aus dem Sechstonmotiv und einem aus dem Septimsprung des Beginns abgeleiteten Viertonmotiv zusammen. Nach dem Allegro ostinato kehren das klagende pentatonische Motiv und das ‚Zaubermotiv’ zurück, gefolgt von einem heterophonischen Wiegenlied in den von der Flöte angeführten Holzbläsern. Nach einer Reprise endet das Stück in einem gewaltigen Ausbruch.

Die Ellora-Sinfonie komponierte Akutagawa am Beginn seiner zweiten Schaffensperiode. Noch lässt das lebhafte Allegro die Ostinato-Technik der ersten Periode erkennen, doch an die Stelle von lyrischer Emphase tritt eine chromatisch-düstere, clusterähnliche Akkordik. Die mit dreifachem Holz besetzte Sinfonie, vollendet am 27. März 1958, wurde am 2. April uraufgeführt. Ellora ist der Name eines durch seine gigantische Tempelanlage berühmten Orts im indischen Staat Maharashtra. Dieser aus dreißig Felsenhöhlen bestehende Tempel besteht aus drei Abteilungen: Die zwischen dem sechsten und siebten Jahrhundert aus Granit gehauenen Höhlen gehören den Buddhisten, die in den beiden folgenden Jahrhunderten entstandenen den Hindu und die restlichen, zwischen dem neunten und zwölften Jahrhundert errichteten den Dschainas – drei unterschiedliche Religionen aus drei verschiedenen Zeitaltern sind in dieser Tempelanlage vereinigt.

Als Akutagawa die Stadt 1956 besuchte, war er von der ungeheuren, scheinbar endlos sich ausdehnenden, ohne erkennbaren Mittelpunkt chaotisch anmutenden Anlage der Höhlen fasziniert. Einen tiefen Eindruck hinterließen ebenfalls die aus den Felswänden in Relief gehauenen Bilder mit ihren teilweise sexuell expliziten Darstellungen der Götterwelt, u.a. von Siwa und seinen Frauen sowie Wischnu und seiner Gattin Lakschmî. Im Gegensatz zum Christentum stellte die Abbildung sexueller Handlungen in der Kunst der indischen Religionen kein Tabu dar, vielmehr galten sie als Symbol für Wohlstand und Fruchtbarkeit.

Unter dem Eindruck dieses Erlebnisses entschied sich Akutagawa für die Komposition einer asiatisch konzipierten, vom europäischen Sonatensatzmodell abweichenden Sinfonie. Was ihm vorschwebte, war eine Musik ohne Beginn, Mittelpunkt und Ende, in der das Feminine und Maskuline sich endlos vereinigen und das Leben sich ewig erneuert. Die Ellora-Sinfonie ist der Versuch, dieser Vision mittels einer aus zwanzig fragmentarischen Sätzen bestehenden Form Gestalt zu geben. Neun ‚maskulinen’ Sätzen in aktiv-aggressiver Allegro-Manier stehen elf ‚feminine’ gegenüber, deren passive, zarte Musik in Lento- und Adagio-Abschnitten erklingt. Durch die ungerade Anzahl der Fragmente vermeidet Akutagawa den Eindruck der Vollendung. Die Reihenfolge der einzelnen Abschnitte ist dem Dirigenten anheim gestellt – die nach Ansicht des Komponisten ideale Lösung wäre eine endlose Wiederholung der Sätze mit stets neuer Reihenfolge.

Die Reihenfolge der einzelnen Sätze bei der Uraufführung lautete: fem. – fem. – fem. – fem. – mask. – fem. – fem. – fem. – mask. – mask. – fem. – fem. – mask. – mask. – mask. – fem. – mask. – mask. – mask – fem. Die Sätze 8, 14, 15 und 16 wurden später vom Komponisten gestrichen, die Sätze 3 und 4 zu einem einzigen zusammengefügt. Das Werk besteht nun aus fünfzehn Sätzen mit der Reihenfolge fem. – fem. – fem. (fem.) – mask. – fem. – fem. – mask. – mask. – fem. – fem. – mask. – mask. – mask. – mask. – fem. Unsere Einspielung folgt der revidierten Fassung, behält aber die ursprüngliche Trennung der Sätze 3 und 4 bei. In dieser Fassung wird der überwiegende Teil der langsamen ‚femininen’ Sätze in der ersten Werkhälfte gespielt, während die schnellen ‚maskulinen’, den zweiten Teil bilden; der Effekt gleicht in etwa dem Formschema von Introduktion und Allegro. Das Hauptmaterial der ‚femininen’ Sätze besteht aus einem auf der verminderten Quinte basierenden Violinmotiv im ersten Satz, einem akkordischen, über zwei Oktaven vom Blech aufgetürmten Motiv im zweiten und aus Motiven in verminderter und übermäßiger Oktave als Hornglissando im dritten Satz. Die weiten Intervalle symbolisieren das Sich-Öffnen der Frau in der sexuellen Vereinigung; als Symbol weiblicher Verführungskunst begegnen sie auch in den ‚maskulinen’ Sätzen, deren kompositorische Mittel aus hektischen, mittels Sekundschritten gewonnenen Melodien bestehen, durchdrungen von indischen und ostasiatischen Klangeffekten.

Trinita Sinfonica, ein frühes Produkt aus Akutagawas erster Schaffensperiode, wurde im 30. August 1948 vollendet und am 26. September uraufgeführt. Der erste Satz, Capriccio, ähnelt in seiner Anlage der Sonatenform. Zu Beginn stellt die Klarinette über fallenden Quarten im Fagott das erste Thema vor. Dieses hektische, das Geplapper von Kindern nachahmende Thema bewegt sich – typisch für Akutagawas Melodik – fast ausschließlich im engen Intervallbereich von Sekunde und Terz. Ein äußerst knappes synkopisches zweites Thema erklingt im Tutti. Danach werden beide Themen durchgeführt und wiederholt, wobei die Durchführung keine wirkliche Transformation darstellt, sondern eher eine Wiederholung mit jeweils neuen Akzenten und Artikulierungen. Akutagawa hatte diese Technik von Ifukube übernommen. Ein fragmentierter, gelegentlich an Strawinskys Sacre du printemps erinnernder Rhythmus bestimmt das zweite Thema. Der Satzschluss bleibt ausschließlich den Holzbläsern vorbehalten. Dreiteilig gegliedert ist der zweite Satz Ninnerella dessen erster Teil als Wiegenlied angelegt ist. Das Thema, zu Beginn vom Fagott vorgestellt, bewegt sich innerhalb enger Grenzen im phrygischen Modus. Der mittlere Abschnitt ist ein weiteres Wiegenlied; traditionellen altjapanischen Kinderliedern nachempfunden ist das bewusst pentatonische Thema im äolischen Modus. Der dritte Satz Finale von sechs kraftvollen Tutti-Schlägen eingeleitet, steht in Rondoform. Der erste Abschnitt bringt ein slawisch anmutendes, unablässig wiederholtes Thema im mixolydischen Modus. Die erste Episode besteht aus Varianten des ersten Abschnitts, die zweite bedient sich eines zwanghaft wiederholten, aus einem Vierton- Nukleus gewonnenen Motivs. Auch hier sind es die kleinen Intervalle, die das musikalische Geschehen prägen. Die Hauptcharakteristika der Kompositionstechnik Akutagawas sind also bereits in diesem orchestralen Frühwerk exemplarisch in die Gesamtstruktur integriert.

Morihide Katayama
Deutsche Fassung: Bernd Delfs


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