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NHB10102 - EBNER-ESCHENBACH, M. von: Krambambuli / Der Fink / Die Spitzin
German 

Die Erzählungen:

„Krambambuli“ ist zuerst im Rahmen der „Dorf- und Schlossgeschichten“ erschienen. Die Erzählung ist sehr bekannt geworden und findet sich ebenso wie „Die Spitzin“ in vielen Lesebüchern für Schulen. Ein treuer Hund wird hin- und hergerissen zwischen den Pflichten seinem früheren und seinem jetzigen Herrn gegenüber und geht daran zugrunde. Der Ergebenheit des Hundes hätte ein verantwortungsvolles Verhalten seiner Herren entsprechen müssen. Doch weder der eine, ein Säufer und Wilddieb, noch der andere, ein Revierjäger, handelt verantwortungsvoll. Der eine ist bereit, für 12 Flaschen Danziger Kirschbranntweins die Treue des Hundes mit Füßen zu treten, der andere gewinnt zu dem Tier nur eine ichbezogene, sentimentale Beziehung. Der eine erkennt die Treue des Hundes nicht, der andere bleibt ohne Verständnis für dessen Verhalten. Beider sogenannte Tierliebe war keine, da ihr das Verantwortungsgefühl fehlt. Erst am Ende der Geschichte hält der Jäger es nicht mehr aus: „Ich hol ihn heim, dachte er, und fühlte sich wie neugeboren nach diesem Entschluss “—zu spät allerdings, denn der Hund ist tot. In „Die Spitzin“ wird von einem Jungen und dessen Beziehung zu einer Hündin erzählt. Der Junge, ein Findelkind, muss, nachdem er herangewachsen ist, sehen, wie er zurecht kommt. An einer Hündin erfährt er, wozu Mutterliebe imstande sein kann. Sie bewirkt auch, dass ihn Mitleid und der Wille zu helfen wie eine „unwiderstehliche Macht ergriff“. Die kurze Erzählung „Der Fink“ hat ebenfalls die fehlende Mutterliebe zum Thema; ein kleines Mädchen rettet ein Vogelkind und wird dabei des Verlustes ihrer Mutter inne.


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