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NHB10252 - RAABE, W.: Schwarze Galeere (Die) (gekurzt)
German 

Die schwarze Galeere

„Die schwarze Galeere“ schrieb Raabe 1860; der Erstdruck erfolgte 1861, die erste Buchausgabe 1863. Als Quelle benutzte er Karl Curths Fortsetzung (Leipzig 1823) von Schillers „Geschichte des Abfalls der Niederlande“. Der Unabhängigkeitskampf der Niederländer gegen die Spanier bildet den geschichtlichen Hintergrund der Erzählung. Spöttisch nannten die Spanier ihre Gegner Geusen, d.h. Bettler (aus frz. gueux); die Niederländer übernahmen diese Bezeichnung für alle Freiheitskämpfer gegen Spanien. Raabe erzählt einen Ausschnitt des Freiheitskampfes: das Eindringen eines Schiffes der Geusen in den von Spaniern besetzten Hafen von Antwerpen 1599 und die Kaperung des genuesischen Schiffes „Andrea Doria“. Ein Genueser Patrizier hatte mit dem König von Spanien einen Vertrag geschlossen, der ihm erlaubte, für die Unterstützung der Spanier durch Genueser Schiffe die den Niederländern abgenommene Beute zu behalten. In dieses Geschehen hat Raabe eine Liebesgeschichte verwoben, in der es um die Befreiung der Myga van Bergen aus der Gewalt der Spanier durch Jan Norris, den Steuermann der Galeere, geht. Das ist geschickt aufgebaut und spannend erzählt, und nicht zuletzt deshalb ist diese Erzählung sehr bekannt geworden.


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