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NHB10532 - GOGOL, N.: Aufzeichnungen eines Irren (vollstandiger Text)
German 

Aufzeichnungen eines Irren

Nach Veröffentlichung der beiden Bände von Erzählungen „Abende auf dem Weiler bei Dikanka“ 1831 und 1832, die recht erfolgreich waren, erschienen 1835 zwei Bände mit Erzählungen unter dem Titel „Arabesken“ und „Mirgorod“. „Arabesken“ enthielt neben literarischen, historischen und kritischen Aufsätzen und anderen Erzählungen auch die „Aufzeichnungen eines Irren“ (auch „Tagebuch eines Wahnsinnigen“). In dieser Erzählung ist die Rede von dem kleinen Beamten Poprischtschin, der nur wenig verdient, von seiner Angebeteten überhaupt nicht und von seinen Vorgesetzten kaum beachtet wird. Ganz allmählich geraten ihm Wirklichkeit, Wunschvorstellung und Phantasie durcheinander. Als er in der Zeitung liest, daß in Spanien der Königsthron leer stehe, kommt er zum Schluß, er selber sei der gesuchte König. Es dauert nicht lange, dann bringt man ihn ins Irrenhaus, wo er mit den medizinischen Mitteln seiner Zeit „behandelt“ wird. Gogol stellt mit großer Kunst den allmählichen Zusammenbruch eines Menschen dar, der unfähig ist, sich seiner Umwelt zu widersetzen, der, von Minderwertigkeitsgefühlen geplagt, mit Hilfe seiner Phantasie der grausamen Wirklichkeit zu entfliehen sucht und dabei zugrunde geht.


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