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NHB10542 - STORM, T.: Regentrude (Die) (vollstandiger Text)
German 

Die Regentrude

Storm schrieb während einer Krankheit 1863/64 die drei Märchen „Die Regentrude“, „Buhlemanns Haus“ und „Der Spiegel des Cyprianus“. „Die Regentrude“ erschien zuerst in der Leipziger „Illustrirten Zeitung“ im Juli 1864. Über seine Arbeit an den Märchen schrieb Storm Ende 1863 an seine Eltern: „Vermöge eines seltsamen Widerspruches in der menschlichen Natur, werde ich jetzt, wo ich wie niemals durch unsere schleswig-holst. Verhältnisse politisch aufgeregt bin, durch unabweisbaren Drang zur Märchendichtung getrieben. Während ich die Regentrude schon fast zu Papier habe, ist ein zweites, Bulemanns Haus, schon fertig im Kopfe. Es ist, als müsse ich zur Erholung der unerbittlichen Wirklichkeit in's äußerste Reich der Phantasie flüchten.“ Storm hatte sein Leben lang Sinn für Spuk- und Gespenstergeschichten, für unheimliche, nicht erklärbare Geschehnisse. Storm glaubte, daß er „mit diesen Märchen einen ganz besonderen Treffer gezogen“ habe. „Es ist kein einziges verbrauchtes Motiv darin; alles ist rein aus meiner Phantasie hervorgewachsen“. Er war überzeugt, daß diese Märchen „mit das Beste“ seien, was er geschrieben habe.


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