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NHB10652 - KAFKA, F.: Betrachtung (Erzahlungen)
German 

Betrachtung

war Kafkas erste Buchveröffentlichung. Durch seinen Freund Max Brod hatte er Verbindung zum ehemaligen Ernst Rowohlt-Verlag aufnehmen und erfahren können, daß man „ziemlich ernsthaft“ bereit sei, ein Buch von ihm zu verlegen. Kafka wählte aus seinen bereits vorliegenden Prosaarbeiten 18 Stücke aus und bereitete sie für den Druck vor. Manche davon waren bereits früher erschienen. Entstanden sind die Geschichten etwa im Zeitraum 1906 bis 1912. „Während ich sie für diesen Zweck zusammenstellte, hatte ich manchmal die Wahl zwischen der Beruhigung meines Verantwortungsgefühls und der Gier, unter Ihren schönen Büchern auch ein Buch zu haben. Gewiß habe ich mich nicht immer ganz rein entschieden. Jetzt wäre ich natürlich glücklich, wenn Ihnen die Sachen auch nur so weit gefielen, daß Sie sie drucken“ (Tagebuch 14. August 1912). So schrieb er an Ernst Rowohlt. Im November 1912 erschien das Büchlein, mit dem, wie Kafka meinte, niemand etwas werde anzufangen wissen. Dennoch: „Es sind Lichtblicke in eine unendliche Verwirrung hinein und man muß schon sehr nahe herantreten, um etwas zu sehn“ (an Felice Bauer, 29./30.12.1912).


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