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NHB10722 - GOTTHELF, J.: Elsi, die seltsame Magd
German 

Elsi, die seltsame Magd

wurde zuerst 1843 veröffentlicht im „Neuen Schweizerischen Unterhaltungsblatt für gebildete Leser aller Stände“. Ein von unbekannter Hand bearbeiteter Nachdruck erschien 1845 und wurde in Bd. 1 der „Erzählungen und Bilder aus dem Volksleben der Schweiz“ erneut abgedruckt. Dieser Text lag dann den vielen Nachdrucken zugrunde. Erst die Gesamtausgabe schuf hier Ordnung.

Gotthelf hat sich immer für Geschichte interessiert und diese auch unterrichtet. Schon 1841 plante er, die ganze Schweizer Geschichte in „Sagen und Bilder“ darzustellen. Davon hat er einiges zu Papier gebracht, darunter auch „Elsi, die seltsame Magd“, sicher die bedeutendste unter seinen historischen Erzählungen. Das Geschichtliche—Auswirkungen der französischen Revolution in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts auf das Schweizer Volk und der Sieg der Franzosen über die Republik Bern—bildet jedoch nur den Hintergrund, vor dem sich das Schicksal von Elsi und Christen abspielt. Das ist zwar bestimmt von den Ehrvorstellungen der damaligen bäuerlichen Welt, doch das tragische Geschehen, das die beiden in den Tod führt, ist nicht minder von ihren Charakteren beeinflußt. Gottfried Keller, sonst nicht eben ein Freund des streitbaren Pfarrers und Schriftstellers, fand für diese Erzählung lobende Worte.


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