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NHB20022 - MUSAUS, J.K.A.: 5 Legenden von Rubezahl (Die) (gekurzt)
German 

Die fünf Legenden von Rübezahl

erschienen 1783 im zweiten Band der „Volksmährchen der Deutschen“. Musäus hatte von Rübezahl vermutlich nicht nur durch Erzählungen erfahren, sondern auch aus diversen Büchern, vor allem durch Johannes Prätorius: „Daemonologia Rubinzalii Silesii“ (Leipzig, 1662/65). Der erste Band der fünfbändigen „Volksmährchen“ erschien 1782, die folgenden bis 1787. Wie Musäus selbst sagt, hat er die Vorlagen „aufgestutzt und noch zehnmal wunderbarer gemacht“. Seine „Spiele der Phantasie, welche man Mährchen nennt“, sind allerdings nicht als Kindermärchen gedacht. „Volksmährchen sind keine Kindermährchen; denn ein Volk…besteht nicht aus Kindern, sondern hauptsächlich aus großen Leuten und im gemeinen Leben pflegt man mit diesen anders zu reden als mit jenen. Es wäre also ein toller Einfall“, wenn man meinte, „alle Mährchen müßten im Kinderton…erzählt werden“. Daher solle man beachten, „daß ich den Ton der Erzählung soviel möglich, nach Beschaffenheit der Sache und dem Ohr der Zuhörer, d.h. einer gemischten Gesellschaft aus groß und klein, zu bequemen bemüht gewesen bin.“ Wirklich bieten diese Legenden so viel Vergnügliches, Ironisches, Bissiges, so feine Beobachtungen, daß gerade die großen Leute ihren Spaß daran haben werden.


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