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NHB20082 - HAUFF, W.: Kalte Herz (Das)
German 

Das kalte Herz

Seine Märchen haben Hauffs Namen bis heute bekannt gehalten. Er hat sie—in eine Rahmengeschichten eingewoben, deren Titel „Die Karawane“, „Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven“ und „Das Wirtshaus im Spessart“ lauten—in drei Märchenalmanachen veröffentlicht (1826-28). In demjenigen auf das Jahr 1828 steht „Das kalte Herz“, ein Meisterwerk, das Märchenhaftes und Realistisches kunstvoll miteinander verbindet. Den mit seiner sozialen Lage unzufriedenen Kohlenmunk-Peter läßt Hauff zwischen dem Glasmännlein, das die Werte der Tradition hochhält, und dem Holländer-Michel, Vertreter der neuen Zeit, zunächst schwanken, dann sich der neuen Zeit ergeben. Er wird zwar reich, doch sein Leben ist freudlos. Mit Hilfe des Glasmännleins und eigener Anstrengungen—hier liegt neben einer realistischen Schilderung des Umbruchs wirtschaftlicher Bedingungen und der veränderten Einstellung der Menschen im 19. Jahrhundert das Märchenhafte—gewinnt Peter sein gutes Herz zurück und erhält reichen Lohn. In der Einleitung zum ersten Almanach läßt Hauff die Königin Phantasie zu ihrer ältesten Tochter Märchen sagen: „Ich will ... daß du den Kleinen gefällst und die Großen dich nicht zurückstoßen.“ Das ist Hauff vor allem mit diesem Märchen gelungen.


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