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NHB20372 - STORM, T.: Pole Poppenspaler
German 

Pole Poppenspäler

entstanden Ende Oktober 1873 bis zum 29. Januar 1874, wurde zuerst Ende Juni 1874 in der Zeitschrift „Deutsche Jugend“, in Buchform dann 1875 veröffentlicht. Erinnerungen aus der Zeit seiner Jugend, seine Freude am Puppentheater, Erlebnisse während seines Aufenthaltes in Heiligenstadt, Örtlichkeiten Husums, auch andere Anregungen—zum Beispiel das 7. Kapitel aus der ersten Fassung von Gottfried Kellers „Grünem Heinrich“, das „Puppenspiel…des Dr. Joh. Faust“—haben Anregungen geliefert. Für den süddeutschen Dialekt hat Storm zwar „Kobells Gedichte sehr zu Rate gezogen“, doch galt: „Nie darf ein Dialect-Wort vorkommen, das für einen, der bloß Schriftdeutsch kann, unverständlich wäre.“ Pole Poppenspäler wurde schon früh als Erzählung für Jugendliche eingeordnet, doch ist sie keineswegs nur für die Jugend geschrieben. „Das Ideal einer Erzählung für die Jugend besteht für mich darin, daß dieselbe so ist, daß sie jedes Alter interessieren muß.“ Storm hat hier wirklich einen Stoff gefunden, der für Jung und Alt von Interesse ist. Kinder- und Erwachsenengeschichte, Künstler- und Bürgerwelt, der Kasperle als der alles verbindende Mittelpunkt des Geschehens, eingewoben eine zarte Liebesgeschichte: all das stellt Storm mit großer Kunst dar.


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