About this Recording
NHB30092 - FONTANE, T.: Poggenpuhls (Die) (vollstandiger Text)
German 

Die Poggenpuhls

erschien November 1896 als Buch, nachdem sie zuvor schon in einer Zeitschrift erschienen waren. Fontane hatte 1891 mit der Arbeit an dem Roman begonnen und sie im August 1892 abgeschlossen. Nach zwei Jahren nahm er eine Überarbeitung vor. Die Zeitschrift „Daheim“, der er das Werk zur Veröffentlichung überlassen hatte, lehnte es ab, „weil der Adel in dem Ganzen eine kleine Verspottung erblicken könnte—totaler Unsinn. Es ist eine Verherrlichung des Adels, der aber, soviel kann ich zugeben, klein und dumm genug empfindet, um das Schmeichelhafte darin nicht herauszufühlen—Gott besser’s. Aber er wird sich die Mühe kaum geben. Unter Umständen kämpfen Götter selbst vergebens“, so die Reaktion Fontanes auf die Ablehnung. Als die Buchausgabe erschienen war, wurde der Roman vom Publikum gut angenommen. Die Meinung der Kritiker war geteilt: einige glaubten, Fontane habe nicht mehr die alte Fähigkeit der Gestaltung, auch fehle eine spannende Handlung; andere wiesen daraufhin, daß „Die Poggenpuhls“ mit dem letzten Roman Fontanes, dem „Stechlin“, zusammen gesehen werden müsse, daß in beiden das Zeitgeschehen eine  Rolle spiele, daß es sich um einen politischen, einen Zeit- und Gesellschaftsroman handle. Fontane sagte über die „Poggenpuhls“: „Das Buch ist kein Roman und hat keinen Inhalt. Das ,Wie’ muß für das ,Was’ eintreten.“ „Alles ist Plauderei, Dialog, in dem sich die Charaktere geben, mit und in ihnen die Geschichte“, so Fontane über den Stechlin. Das stimmt auch für „Die Poggenpuhls“.


Close the window