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ANDERS BERGLUND  

(b 1954 )

Carl Joachim Friedrich Ludwig von Arnim wurde am 26. Januar 1781 in Berlin geboren. Da die Mutter bei der Geburt gestorben war und sein Vater nur wenig Interesse an Kindern hatte, nahm Arnims Großmutter, Caroline von Labes, Ludwig und seinen zwei Jahre älteren Bruder auf. Sie wohnte mit ihren Enkeln im Winter in Berlin, im Sommer auf Gut Zernikow, eine Erbschaft von ihrem ersten Mann. Um Arnims Erziehung kümmerten sich verschiedene Hofmeister. Eine engere Beziehung gewann Arnim nur zu seinem Onkel, dem Grafen Schlitz. November 1793 wurde Arnim Schüler des Joachimsthaler Gymnasiums in Berlin. Er verließ die Schule 1798 und immatrikulierte sich an der Universität Halle als Student der Rechtswissenschaften. Sein Interesse galt nicht nur juristischen Studien, er hörte auch Vorlesungen in Philosophie, Mathematik, Chemie und Physik. Auch an politischen Ereignissen nahm er starken Anteil. Im Mai 1800 begann Arnim in Göttingen ein Mathematik-Studium. Rückblickend schrieb er 1803 an Brentano: „Ich dachte damals, daß mein Wirken für die Physik unnütz wäre, für Büchermotten wollte ich nicht schreiben: mein Sinn wandte sich mit erschlossenem Kelche zum Lichte der Dichtung.“ Zu diesem Wandel trug die Bekanntschaft mit Tieck, Brentano und Goethe bei.

Nach Abschluß des Studiums entstand 1801 auf Gut Zernikow Arnims erster Roman: „Hollins Liebe leben“; vor allem Goethes „Werther“ stand dabei Pate, aber auch Rousseau und Friedrich Schlegels „Lucinde“. Ebenfalls 1801 machte Achim mit seinem Bruder eine ausgedehnte Reise nach Dresden, Regensburg, München und Wien. 1802 begann er die Arbeit an „Ariels Offenbarungen“ (dessen erster und einziger Band 1804 erschien). Anfang Juni 1802 war er in Frankfurt, lernte hier Brentanos Schwester Bettina kennen und reiste dann weiter in die Schweiz. Dort entstand die Liebesgeschichte „Aloys und Rose“ (erschienen 1803). Oberitalien war das nächste Ziel, im Januar 1803 finden wir ihn in Paris, im Juni in London, von dort machte er Ausflüge nach Wales und ins schottische Hochland.

1804 starb sein Vater und Arnim mußte zur Kenntnis nehmen, daß sein Erbe nicht groß war. Er ließ sich in Berlin nieder und begann zusammen mit Clemens Brentano die Arbeit an einer Volksliedsammlung. Das Ergebnis ihrer Tätigkeit war „Des Knaben Wunderhorn“, dessen erster Band 1805, dessen zweiter und dritter Band 1808 erschien. Den gesammelten überlieferten Volksliedern wurden auch eigene Gedichte der Herausgeber in der Art der Volkskunst hinzugefügt. Das Ziel von Brentano und Arnim war es, der in ihren Augen vorliegenden Degeneration der Kunst entgegenzuwirken. 1808 war Arnim von April bis August Herausgeber der „Zeitung für Einsiedler“, in der bekannte Schriftsteller wie die Brüder Grimm, Görres, Jean Paul, Tieck, Hölderlin u.v.a.m. veröffentlichten. Am 30. August war die Zeitschrift am Ende, erschien allerdings 1808 als Buch unter dem Titel „Trösteinsamkeit“. Im selben Jahr hatte seine Großmutter einen Schlaganfall erlitten und fühlte sich außerstande, die Verwaltung der Güter weiter zu übernehmen; dies sollten ihre Enkel tun. Zugleich verweigerte sie weitere finanzielle Unterstützung. Arnim traf Anfang 1809 in Berlin ein und bewarb sich um eine staatliche Anstellung, doch ohne Erfolg. Im Sommer veröffentlichte er die Novellensammlung „Der Wintergarten“.

Die Beziehung zu Bettina Brentano war seit Herbst 1807 intensiver geworden und führte am 11. März 1811 zur Heirat. In den folgenden Jahren entstanden das Doppel-Drama „Halle und Jerusalem“, der bedeutende Roman „Armut, Reichtum, Schuld und Buß der Gräfin Dolores“ und 1812 eine Novellensammlung. Auch eine Reihe politischer Aufsätze schrieb er, die der Erhebung gegen Napoleon dienten. Die finanzielle Situation erzwang 1814 die Übersiedlung nach Wiepersdorf. Dennoch setzte Arnim im Herbst 1816 seine Arbeit an dem Roman „Die Kronenwächter“ fort; der erste Band erschien 1817, erst nach dem Tode Arnims gab Bettina die fertigen Teile des zweiten Bandes und Notizen zur Fortsetzung heraus. 1826 veröffentlichte Arnim „Landhausleben“, einen weiteren Novellenband. Er hatte ab 1808 regelmäßig für Zeitschriften und Zeitungen geschrieben. Leider sind viele dieser Arbeiten, die sich mit politischen, literarischen, religiösen Themen beschäftigen, heute kaum noch zugänglich. Die finanziellen Schwierigkeiten hörten indessen nicht auf. Auch ertrug Bettina die Einsamkeit des Landlebens nicht und zog 1816 nach Berlin. Die Kosten für zwei Wohnungen und die große Familie—inzwischen waren sieben Kinder geboren worden—zwangen Arnim, sich der Landwirtschaft auf seinem Gut zu widmen. 1828 fuhr er zur Kur nach Aachen und kehrte über Lüttich, Waterloo, Brüssel, Antwerpen, Luxemburg und Trier zurück; 1829 erfolgte eine letzte Reise nach Leipzig, München, Salzburg, Wien, Prag und Dresden. Am 21. Januar 1831 starb Arnim unerwartet in Wiepersdorf.





 
 
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4:11:37 AM, 20 April 2014
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