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ARTHUR SCHNITZLER  

(1862 - 1931)

wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren. Sein Vater Johann Schnitzler (1835–1893), Sohn eines jüdischen Tischlers, stammte aus Groß Kanizsa in Ungarn und hatte sich aus eigener Kraft emporgearbeitet, in Budapest und Wien Medizin studiert, hatte in Wien zusammen mit anderen Dozenten die Poliklinik gegründet, deren Direktor er später wurde. Er war ein anerkannter und auf seinem Fachgebiet gesuchter Arzt. 1861 heiratete er Louise Markbreiter, Tochter eines bedeutenden und wohlhabenden Arztes. Sie war eine sehr musikalische Frau, liebte ihre Familie und hatte sich ihrem Ehemann „seiner Art und seinen Interessen“ „völlig und bis zur Selbstentäußerung angepasst“; der Bestimmende in der Familie war immer der Vater. Arthurs Beziehung zu ihm war nicht ohne Schwierigkeiten, doch geleitet von Respekt und Liebe; mit der Mutter verband ihn eine „unveränderlich nervös-sentimentale“ Zuneigung; Arthur hatte zwei Geschwister. Die Eltern waren—wie viele andere jüdische Familien—assimiliert, Religion spielte keine Rolle. Schon mit fünf Jahren erhielt Arthur einen Hauslehrer, andere folgten bis zum Eintritt in das Akademische Gymnasium im Herbst 1871. Sein Interesse an der Schule war nicht besonders groß, er besuchte gern Theater, Konzerte, beschäftigte sich mit eigenen Gedichten und dramatischen Versuchen. Zeitereignisse (Österreichs Krieg mit Preußen, die Wiener Weltausstellung, der Börsenkrach u.a.) berührten ihn wenig. 1879 absolvierte Arthur sein Abitur mit Auszeichnung, folgte dann den Wünschen seines Vaters und studierte ab Herbst 1879 Medizin. Doch schon sehr bald heißt es in seinem Tagebuch: „Ich fühl’ es schon, die Wissenschaft wird mir nie das werden, was mir die Kunst schon jetzt ist.“ (27. Okt. 1879) Dennoch beendet er 1885 das Studium mit der Promotion und setzt in den Jahren bis 1893 die normale medizinische Ausbildung fort. Danach eröffnete er eine Privatpraxis, gab sie aber nach einiger Zeit wieder auf. Doch auch als Schriftsteller blieb er Arzt.

Schon der junge Arthur Schnitzler liebte es, mit Frauen zu verkehren, und diese Neigung blieb ihm bis ins letzte Lebensjahr. 1903 führte die seit 1899 bestehende Bekanntschaft mit der fast 20 Jahre jüngeren Olga Gussmann (1882–1970) sogar zu einer Ehe, wovor sich Schnitzler bisher immer hatte bewahren können. Und bereits im Januar 1903 notierte Schnitzler in sein Tagebuch: „Ahnung, als könnt es nicht gut enden.“ Die Ahnung bewahrheitete sich, die Ehe scheiterte, die Scheidung erfolgte 1921. Die beiden Kinder blieben beim Vater. Schnitzler hatte immer viele Frauengeschichten, von der Liebelei bis zu tiefgreifenden Erlebnissen; die Zahl seiner Verhältnisse, die zum Teil Jahre dauerten, einander überschnitten oder nebeneinander liefen, ist nicht auszumachen. Schnitzler war ein schwieriger Liebhaber; er analysierte alles in seinem Tagebuch und schonte sich selbst dabei nicht. Von den selbstquälerischen Einsichten befreite er sich, indem er sie schreibend verwertete. So entstanden Theaterstücke, Erzählungen, Romane, deren Veröffentlichung zum Teil Skandale hervorriefen, zum Teil Bewunderung—etwa die Erzählungen „Sterben“, „Leutnant Gustl“, „Fräulein Else“, „Traumnovelle“, „Der blinde Geronimo und sein Bruder“ und die beiden Romane „Der Weg ins Freie“ und „Therese“.

Im Rahmen der vielen Arbeiten fürs Theater spielen Einakter eine große Rolle, zum Teil faßt er sie zu Zyklen zusammen („Anatol“, „Lebendige Stunden“, „Marionetten“, „Komödie der Worte“, „Der Reigen“), zum Teil stehen sie für sich („Komtesse Mizzi“, „Paracelsus“, „Der grüne Kakadu“). Von den abendfüllenden mehraktigen Schauspielen müssen genannt werden „Liebelei“, „Der einsame Weg“, „Der junge Menardus“, „Das weite Land“, „Professor Berhardi“. Während der Zeit des Ersten Weltkriegs, in der die meisten Schriftsteller glaubten, sich öffentlich mehr oder minder patriotisch äußern zu müssen, schwieg Schnitzler. Nach dem Krieg hielt man ihn für den Dichter einer „versunkenen Welt“. „Dieses Wort von der abgetanen oder versunkenen Welt—ach wie oft habe ich es in der letzten Zeit zu lesen bekommen—erinnert mich so sehr an jenes andere, von der großen Zeit, das ebenso suggestiv und ebenso trügerisch vor noch nicht einem Jahrzehnt unsere Ohren umschwirrt hat. Es war damals keine große Zeit, und die angeblich versunkene und abgetane Welt ist genauso lebendig und vorhanden als sie es jemals war. In den einzelnen Menschen hat sich nicht die geringste Veränderung vollzogen, nichts anderes ist geschehen, als daß verschiedene Hemmungen weggeräumt sind…Sind etwa die Typen, um nicht zu sagen die Individuen, vom Erdboden verschwunden, die ich geschildert habe (…) Wenn es selbst eine ,abgetane’ Welt wäre—wäre sie dann darum ein minder würdiges Objekt für den Dichter?“ (1924).

Mitte 1927 hatte Schnitzlers Tochter Lili geheiratet, ein Jahr darauf Selbstmord begangen, ein Ereignis, das Schnitzler tief traf. Es begann nun in seinem Leben „der fünfte Akt“; er fand in Klara K. Pollaczek jemanden, der sich um ihn kümmerte—zu seinem Leidwesen, denn er konnte ihre Gefühle nicht erwidern. Es war die letzte—und auch schwierige—Beziehung, die er erlebte. Am 21. Oktober 1931 starb Arthur Schnitzler in Wien an einer Gehirnblutung.

Role: Author 
Album Title
Catalogue No  Work Category 
SCHNITZLER, A.: Fraulein Else Naxos Hoerbucher
NHB30062
Instrumental, Classic Fiction
SCHNITZLER, A.: Morder (Der) / Das Tagebuch der Redegonda (ungekurzt) Naxos Hoerbucher
NHB10792
Classic Fiction




 
 
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6:23:44 AM, 31 January 2015
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