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GEORG BUCHNER  

(1813 - 1837)

wurde am 17. 0ktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt/Hessen geboren. Der Vater Ernst Karl Büchner war praktischer Arzt und selber Sohn eines Arztes. Die Mutter, Louise Caroline geb. Reuß, war die Tochter eines hessisch-darmstädtischen Regierungsrates. Als Georg drei Jahre alt war, zog die Familie nach Darmstadt. Von 1825 bis 1831 besuchte er dort das großherzogliche Ludwig-Georg-Gymnasium. 1831 ging Büchner nach Straßburg, um dort Medizin zu studieren. Dort lebten damals viele politische Flüchtlinge; Büchner fand hier offene Ohren für seine freiheitlichen und sozialen Gedanken, die er in Ansätzen schon in Schulreden vertreten hatte. Bis 1833 hielt sich Büchner in Straßburg auf, gewann dort nicht nur Freunde, sondern lernte auch die drei Jahre ältere Minna Jaeglé kennen und verlobte sich heimlich mit ihr. Aufgrund staatlicher Bestimmungen mußte Büchner zum weiteren Studium nach Gießen gehen. Eine Hirnhautentzündung zwang ihn zu einer kurzzeitigen Rückkehr ins Elternhaus. Von dort schrieb er an seinen Freund August Stöber am 9. Dezember 1833: „Die politischen Verhältnisse könnten mich rasend machen. Das arme Volk schleppt geduldig den Karren, worauf die Fürsten und Liberalen ihre Affenkomödie spielen. Ich bete jeden Abend zum Hanf und zu den Laternen.“ Anfang 1834 kehrte Büchner nach Gießen zurück. Es ging Büchner vor allem und zunächst um die Behebung der sozialen Mißstände. Um in dieser Hinsicht eine breite Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, sollten Flugschriften verteilt werden. Büchner verfaßte eine solche, die von seinem Mitstreiter Friedrich Ludwig Weidig „Der hessische Landbote“ genannt wurde. Die Schrift wurde im Juli 1834 zuerst gedruckt, im November folgte eine zweite, nochmals veränderte Auflage. Zur gleichen Zeit gründete Büchner in Gießen eine Sektion der „Gesellschaft der Menschenrechte“. Auch in diesem Rahmen war es sein Ziel, die soziale Not zu beseitigen. Die Wirkung des „Hessischen Landboten“ wurde vereitelt: Da bereits der Besitz der Schrift als Hochverrat angesehen wurde, hatten sehr viele sie der Polizei übergeben; hinzu kam, daß aus dem engeren Mitarbeiterkreis Büchner als Verfasser denunziert worden war. Ende des Sommersemesters kehrte Büchner nach Hause zurück. Im Januar 1835 wurde Büchner vor das Kriminalgericht in Offenbach, wenig später vor das in Friedberg vorgeladen. Während dieser Zeit hatte er sich dem Studium der Geschichte zugewandt, insbesondere der französischen Revolution. Er schrieb darüber an seine Braut: „Ich studierte die Geschichte der Revolution. Ich fühle mich wie zernichtet unter dem gräßlichen Fatalismus der Geschichte... Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt? Ich mag dem Gedanken nicht weiter nachgehen.“ Erfahrungen der Gießener Zeit und Erkenntnisse der eben genannten Art mögen ihn zur Abfassung seines Dramas „Dantons Tod“ veranlaßt haben, erschienen 1835. Büchner ärgerte sich allerdings über die Veränderungen, die Gutzkow der Zensur wegen am Text vorgenommen hatte; auch war er empört, daß der Text unter seinem Namen und nicht anonym, wie zugesagt, veröffentlicht wurde. Büchner entschloß sich zur Flucht und gelangte am 9. März 1835 über die Grenze nach Straßburg. Im Juni 1835 wurde ein Steckbrief gegen ihn erlassen. Einem Preisausschreiben 1836 verdankte die Komödie „Leonce und Lena“ ihre Entstehung: sie bedeutete den Abschied Büchners von der Politik. Ein Artikel in einer Ärzte-Zeitschrift über einen Johann Christian Woyzeck, dessen Gerichtsverfahren und Hinrichtung führte zur Entstehung des ersten eigentlich sozialen Dramas in Deutschland, „Woyzeck“ (erst 1879 veröffentlicht). In die Straßburger Zeit fiel auch die Arbeit an der unvollendeten Erzählung „Lenz“ und an der Promotion. Sie erfolgte im September 1836 in Zürich. Am 18. Oktober 1836 traf Büchner dort ein, seine Probevorlesung für die Dozentur am 5. November hatte Erfolg, und so wurde er unter die Privatdozenten der Universität Zürich aufgenommen, eine wissenschaftliche Laufbahn schien zu beginnen. Am 15. November las er über vergleichende Anatomie. Am 2. Februar 1837 stellte sich Fieber ein, am 15. war die Diagnose Typhus sicher, am 17. besuchte ihn seine Verlobte, am 19. Februar 1837 starb Georg Büchner.

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Role: Author 
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BUCHNER, G.: Lenz Naxos Hoerbucher
NHB10042
Classic Fiction
Role: Lyricist 
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