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GOTTFRIED KELLER  

(1819 - 1890)

wurde am 19. Juli 1819 in Zürich geboren. Seine Eltern stammten aus einem Dorf in der Nähe von Zürich. Als Gottfried fünf Jahre alt war, starb sein Vater. Ein Jahr später kam das Kind in die unentgeltliche Armenschule im Haus „Zum Brunnenturm“, 1831 in das sog. „Landknabeninstitut“, eine höhere Schule für Söhne der Landschaft des Kantons, Ostern 1833 in die neu eröffnete Kantonale Industrieschule, eine Einrichtung, in der sich Bürgersöhne auf einen technischen oder Handwerkerberuf vorbereiten konnten. Doch bereits ein Jahr später mußte Keller wegen eines Schulstreichs die Schule verlassen. Da das Geld für eine Privatschule fehlte und er zeichnerisches Talent besaß, beschloß er, Landschaftsmaler zu werden. Er erhielt zwar in Zürich einigen Unterricht, wollte aber an die Münchner Kunstakademie. Am 26. April 1840 brach er nach München auf; ein Schüler der Akademie wurde er aber nicht, da er als Landschaftsmaler in einer Institution, in der vor allem Historien- oder Salonmalerei den Ton angab, nicht recht am Platze war. So lebte er als Bohemien und machte Schulden. Immer wieder mußte die Mutter ihm finanziell helfen, auch wenn es ihr schwer fiel.

1842 kehrte Keller nach Zürich zurück. In den Jahren 1843 bis 1848 fand er Anschluß an die liberalen Kreise der deutschen Emigranten. Er veröffentlichte 1845 „Lieder eines Autodidakten“, „21 Liebeslieder“ und „Die Feueridylle“, 1846 „Gedichte“. Auf Betreiben wohlwollender Freunde erhielt Keller im September 1848 ein Stipendium der Züricher Regierung von 600 Gulden; bereits im Oktober reiste er nach Heidelberg. Dort hörte er im Wintersemester 1848/49 Feuerbach, der dort—nicht an der Universität—mehrere Vorlesungen hielt und auf Keller großen Eindruck machte. Der Besuch der Universität, journalistische Arbeiten und erste Skizzen zum „Grünen Heinrich“ beschäftigten ihn. Am 6. April 1850 verließ er Heidelberg und ging nach Berlin. 1851 erschienen „Neuere Gedichte“, 1854 der erste bis dritte Band, 1855 der vierte Band des „Grünen Heinrich“ (1. Fassung). Im Dezember 1855 war Keller wieder in Zürich, belastet mit Schulden.

Schon 1852 hatte die Mutter ihr Haus verkauft und war mit Gottfrieds Schwester in eine Mietwohnung gezogen. Von 1855 bis 1861 lebte Keller ohne Einkommen bei Mutter und Schwester. 1856 kam zwar der 1. Band der „Leute von Seldwyla“ heraus, was seine finanzielle Lage aber nicht verbesserte. Am 14. September 1861 wurde Keller zum Ersten Staatsschreiber des Kantons Zürich gewählt mit einem Einkommen von 6000 Franken und einer unentgeltlichen Wohnung in der Staatskanzlei. Er nahm das Amt, das er 15 Jahre bekleiden sollte, sehr ernst; allerdings ließ es ihm wenig Zeit für literarische Arbeiten. Am 15. Februar 1864 starb seine Mutter. Anfang 1866 verlobte sich Keller mit der über 20 Jahre jüngeren Luise Scheidegger. Kellers Lebensweise hatte schon früher Anlaß zu Vorhaltungen gegeben: Man hatte ihm— nicht zu Unrecht—Tätlichkeiten und zuviel Alkohol vorgeworfen. Als jetzt Angriffe in der Öffentlichkeit erfolgten, ertrug seine Verlobte dies nicht und beging am 18.7.1866 Selbstmord. Dieses Ereignis traf Keller schwer.

1869, an seinem 50. Geburtstag, wurde er Dr. h.c. der Universität Zürich. 1872 erschienen die „Sieben Legenden“ (konzipiert 1855 in Berlin, in einer ersten Fassung ausgearbeitet im Winter 1857/58, fertiggestellt Ende 1871) und hatten großen Erfolg. Zum Jahreswechsel 1873/74 wurden drei Bände der erweiterten Ausgabe der „Leute von Seldwyla“, im Herbst 1874 der 4. Band veröffentlicht. 1875 zog Keller mit seiner Schwester in ein Haus auf dem „Oberen Bürgli“ um, am 15. Juli 1876 gab er das Amt des Staatsschreibers auf. 1878 wurde die zweibändige Buchausgabe der „Züricher Novellen“ auf den Markt gebracht, Weihnachten 1879 die ersten drei Bände des „Grünen Heinrich“ in neuer Fassung, im September 1880 der vierte Band.

In den folgenden Jahren fanden die Leser in den Buchhandlungen: 1882 „Das Sinngedicht“, November 1883 „Gesammelte Gedichte“, 1886 den Roman „Martin Salander“; 1889 begannen die „Gesammelten Werke“—in zehn Bänden bis 1891—zu erscheinen. Da der Schwester der Weg zum „Oberen Bürgli“ zu mühsam wurde, fand noch einmal ein Umzug statt in ein Haus am Zeltweh in Hottingen. 1885 erlebte Keller den Beginn einer Freundschaft mit Arnold Böcklin, am 6. Oktober 1888 starb seine Schwester Regula. Am 15. Juli 1890, vier Tage vor seinem 71. Geburtstag, ist Gottfried Keller gestorben.

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