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LUDWIG THOMA  

(1867 - 1921)

wurde am 21. Januar 1867 in Oberammergau geboren. Sein Vater Max Thoma war Königlicher Oberförster in Vorderriß, seine Mutter Katharina, geb. Pfeiffer, Tochter des Schwabenwirts und Posthalters in Oberammergau. Möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen hatte der Vater um Versetzung gebeten und erhielt am 16.08.1873 die vakante Parkmeisterstelle in Forstenried bei München. Am 26.09.1874 starb der Vater infolge einer Herzlähmung. Der Oberappellrat Decrignis übernahm zunächst die Vormundschaft für die Kinder, ab 1884 folgte ihm der Forstrat Baron von Rassfeldt. Die Mutter versuchte durch Pachtung des Gasthofes „Zur Kampenwand“ in Prien am Chiemsee die Einnahmen über die karge Pension hinaus zu verbessern; 1884 übernahm sie den Gasthof „Zur Post“ in Traunstein. Zu diesen Schwierigkeiten kamen die, die sich aus dem Verhalten Ludwigs in der Schule ergaben. Er konnte „sich nur schwer in gleichmäßige Ordnung fügen, und noch weniger gelang es, in der Schule aufmerksam zu bleiben.“ So gab es diverse Schulwechsel: von Landstuhl 1876 nach Neuburg an der Donau, dann zwei Jahre an der Lateinschule in Burghausen, es folgte das Wilhelmsgymnasium in München und dann das Gymnasium in Landshut. 1886 bestand Ludwig dort das Absolutorium. Wie sein Vater, sein Großvater und Urgroßvater väterlicherseits wollte auch Thoma im Forstwesen tätig werden und begann 1886/87 ein Studium der Forstwissenschaft in Aschaffenburg. Doch schnell war ihm klar, das dies nicht der richtige Beruf sein konnte. So entschloß er sich, Jura zu studieren, zuerst in München, dann 1889 in Erlangen, wo er 1890 promovierte. Seine Arbeit als Rechtspraktikant begann er in Traunstein; das letzte Praktikantenjahr verbrachte er in München. Dort lernte er den Redakteur der „Augsburger Abendzeitung“ Joseph Ritter kennen. Ritter ermunterte Thoma zum Schreiben und druckte dessen „Plaudereien“ im „Sammler“, der literarischen Beilage der „Augsburger Abendzeitung“. Ende 1893 mußte Thoma seine letzte juristische Prüfung ablegen; 1894 nahm er in München bei einem Rechtsanwalt eine Stelle an. Die Abhängigkeit machte ihm zu schaffen; er gab die Stelle auf und ließ sich im Oktober 1894 als Anwalt in Dachau nieder. Hier hatte er es mit Bauern zu tun, sie vor allem wurden das Objekt seiner kritischen Beobachtung. Der ihm eigene Scharfblick bewirkte, daß seine satirische Darstellung der Bauern natürlich und wahr blieb. Seine Erzählungen erschienen unregelmäßig im „Sammler“, als Buch unter dem Titel „Agricola. Bauerngeschichten“ 1897. So gern er in Dachau war, es zog ihn doch nach München. Thoma versuchte nun, die Arbeit in seiner juristischen Praxis mit der literarischen Tätigkeit zu verbinden. Durch den „Agricola“ wurde er mit dem Simplicissimus-Kreis bekannt, vor allem mit dem Verleger des „Simpl“ (Gründung: 1. April 1896) Albert Langen. Nach gelegentlichen Beiträgen fand Thoma im Herbst 1897 engeren Anschluß an den „Simpl“, arbeitete dort unter dem Pseudonym Peter Schlemihl (bis 1921: 832 Beiträge), wurde 1899 Redakteur (bis 1903) und freier Mitarbeiter bis zu seinem Tod. Seine Anwaltspraxis hatte er aufgegeben. Die Arbeit am „Simpl“ ließ ihm Zeit für eigene Tätigkeiten. Es erschienen jetzt in schneller Folge Theaterstücke (u.a. „Die Medaille“ 1901, Thomas erster Bühnenerfolg; „Die Lokalbahn“ 1902; „Moral“ 1909; das naturalistische Volksstück „Magdalena“ 1912), Romane (u.a. „Andreas Vöst“ 1906; „Der Wittiber“ 1911; „Altaich“. Eine heitere Sommergeschichte“ 1918; „Der Ruepp“ 1922), Erzählungen (u.a. „Lausbubengeschichten. Aus meiner Jugendzeit“ 1905; „Tante Frieda. Neue Lausbubengeschichten“ 1907; „Briefwechsel eines bayerischen Landtagsabgeordneten“ 1909; „Josef Filsers Briefwexel. Zweites Buch“ 1912), Gedichte, d.h. vor allem die im „Simpl“ erschienenen unter den Titeln „Grobheiten“ 1901, „Neue Grobheiten“ 1903, „Peter Schlemihl“ 1906, „Kirchweih“ 1912; daneben auch „Moritaten“ 1908, lustige Verse im „Münchner Karneval“ 1912 und „Heilige Nacht. Eine Weihnachtslegende“ 1916. Die Mitarbeit am „Simpl“ hatte nicht nur für dessen Verleger und einige Mitarbeiter polizeiliche Konsequenzen; Ende 1906 mußte auch Thoma wegen eines Gedichtes in der Ausgabe vom 15. Dezember 1904 („An die Sittlichkeitsprediger in Köln am Rheine“) im Gefängnis Stadelheim sechs Wochen Haft verbüßen. Sein Vergehen: Beleidigung der Sittlichkeitsvereine. Während dieser Zeit entstand die Komödie „Moral“. 1907 heiratete Thoma nach zweijährigem Zusammenleben die Tänzerin Marietta di Rigardo (d.i. Maria Schulz, genannt Marion, geborene Maria Trinidad de la Rosa); 1911 erfolgte die Trennung. 1914 war wie für viele auch für Thoma eine Epoche am Ende. Er meldete sich 1914 zu „jeglichem Sanitätsdienst“, wurde im Westen und Osten eingesetzt, erkrankte an der Ruhr und war so geschwächt, daß er seinen Dienst nicht mehr leisten konnte. Sein Blick ging zurück, er schrieb seine „Erinnerungen“ (Anfang 1919 beendet); auf seine Gegenwart blickend, schlug er vom 15. Juli 1920 bis 18. August 1921 im „Miesbacher Anzeiger“ in fast 170 anonymen Artikeln noch einmal um sich. Im Juli 1921 erkrankte er, wurde am 6. August am Magen operiert, am 24. August entlassen; am 26. August 1921 ist er in seinem Haus in Rottach am Tegernsee gestorben.





 
 
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12:09:02 PM, 18 April 2014
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