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MAX DAUTHENDEY  

(1867 - 1918)

wurde am 25.7.1867 in Würzburg geboren. Der Vater Karl Dauthendey war in seinen jungen Jahren als Fotograph nach St. Petersburg gegangen, hatte dort seine Frau, eine Deutsch-Russin, kennengelernt und sich mit ihr kurz vor der Geburt von Max in Würzburg niedergelassen. Hier eröffnete er ein Fotoatelier und wurde ziemlich bald recht wohlhabend. Nach sechs Jahren in Würzburg starb die Mutter und Max hatte es hinfort mit der starken Persönlichkeit seines Vaters zu tun. Verständnis fand er bei seinen beiden Schwestern, vor allem bei Marie, die ihn in frühester Jugend „die Seele der Welt zuerst erkennen ließ und mit Märchenaugen sehen lehrte. Ihr verdanke ich ein gutes Teil meines früh entwickelten Farbensinnes“; die Schwester Lisa „gab mir später den Ernst, die bunte Fülle zu ordnen“; ein älterer Bruder hatte in Amerika Selbstmord begangen. Max besuchte in Würzburg das Gymnasium bis zur mittleren Reife und trat dann in das väterliche Geschäft ein. Doch arbeitete er dort und im Laboratorium nur widerwillig. Er wollte Maler werden. Seinem Vater erklärte er: „Ich bin zu diesem Beruf gezwungen worden. Hättest du mich Künstler werden lassen, würde ich heute auf eigenen Füßen stehen. Ich hätte mir schon mein Brot durch Skizzenzeichnen und Illustrationen für Journale erwerben können. Aber nun bin ich nur was Halbes. Deshalb schreibe ich, um dort wenigstens Befriedigung zu finden.“

1891 verließ er das Elternhaus, zog zunächst zu Freunden, dann begab er sich gegen den Willen des Vaters nach Berlin. Obwohl die Beziehung zum Vater, den er übrigens hoch schätzte, infolge der häufigen Schulden gespannt war, unterstützte ihn der Vater jahrelang durch maßvolle Geldzuwendungen. Zu den Einflüssen von Maeterlinck, J.P. Jacobsen, W. Whitman und R. Dehmel kamen in Berlin solche der sogenannten Friedrichshagener (die Brüder Hart, Wille, Bölsche), auch lernte Dauthendey Stefan George kennen. Seine literarische Produktion hatte Dauthendey bereits 1892 mit einem Roman „Josa Gerth“ eröffnet, war in einschlägigen Kreisen jedoch vor allem durch seine erste Gedichtsammlung „Ultra Violett“ (1893) bekannt geworden. 1895 hoffte er mit Dramen zu Erfolg und zu Geld zu kommen, doch vergeblich. Reisen führten den Unruhigen nach St. Petersburg, Würzburg, Berlin, London, München, Paris. 1896 heiratete er eine Schwedin. Kurz darauf starb sein Vater. Dauthendey erbte etwa 10.000 Mark und verbrauchte sie sogleich für eine Reise nach Mexiko. 1905 unternahm er—mit dem Geld seiner Frau—eine halbjährige Weltreise nach Ägypten, Indien, China, Japan, Honololu, Amerika. Hochverschuldet kehrte er zurück, lebte in Würzburg und fand für die folgenden Jahre sogar mäzenatische Hilfe. Während dieser ganzen Zeit waren von ihm eine Fülle von Lyrikbänden veröffentlicht worden, Erzählungen, ein Roman („Raubmenschen“ 1911), die Schriften „Der Geist meines Vaters“ (1912), „Gedankengut aus meinen Wanderjahren“ (1913); er hatte durch sein Drama „Die Spielereien einer Kaiserin“ (1911) und durch seine asiatischen Erzählungen endlich auch eine größere Öffentlichkeit erreicht. 1914 brach er zu seiner zweiten Weltreise auf; sie wurde ihm zum Teil vom Norddeutschen Lloyd, zum Teil von seinem Verlag Albert Langen, zum Teil von seiner schwedischen Schwiegermutter bezahlt. Das Rote Meer, Ceylon, Java, Neuguinea, Java waren die Stationen.
Auf Java erlebte er den Ausbruch des Weltkrieges und wurde dort interniert. Seine Gesundheit vertrug das tropische Klima nicht, auch litt er sehr unter der Trennung von seiner Frau. In der Folgezeit schwächten ihn Anfälle von Malaria, Erkrankungen der Leber und Galle traten auf; eine Operation der Bauchspeicheldrüse überstand er noch, doch am folgenden Tag, am 29. August 1918, starb er in Malang auf Java. „Liebe als Sehnsucht und Erfüllung war Dauthendeys Leben, Wanderschaft sein Dichten. Wäre er daheim geblieben, er wäre verdorrt vor Sehnsucht, und konnte er nicht heimkehren, so mußte er auch verderben vor Sehnsucht. Zu reisen war die Bewegungsform seines Geistes mehr als die seines Körpers.“ (Oskar Lörke).

Role: Author 
Album Title
Catalogue No  Work Category 
DAUTHENDEY, M.: Gesichter am Biwa-See Naxos Hoerbucher
NHB20122
Classic Fiction




 
 
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9:47:07 AM, 21 August 2014
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