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NIKOLAI GOGOL  

(1809 - 1852)

Nikolai Wassiljewitsch Gogol-Janowski wurde am 20.03.1809 in Sorotschinzy im Gouvernement Poltava in der Ukraine geboren. Der Vater Wassili Gogol Janowski (1777–1825) war in der Postverwaltung tätig, gab aber schon mit 28 Jahren den Beruf auf und zog sich 1805 auf sein kleines Gut, von ihm Wassiljewka genannt, zurück. 1805 heiratete er Marja Iwanowna Kosjarowskaja, die gerade 15 Jahre alte Tochter des Gouvernement-Postmeisters aus Charkow. Nikolai hatte einen Bruder Iwan (1810–1819) und vier Schwestern: Marja (1811–1844), Anna (1821–1893), Jelisaweta (1823–1864) und Olga (1825–1907). Seit 1818 besuchte er mit seinem Bruder die Bezirksschule in Poltsva; nach dem Tod des Bruders wurde er 1821 in das Gymnasium in Neschin eingeschult; dort machte er seinen Abschluß im Juni 1828. Zwar blieb er noch im Sommer und Herbst in Wassiljewka, strebte aber im Dezember 1828 bereits nach Petersburg mit großen Erwartungen und dem Willen, etwas Großartiges zum Nutzen Rußlands und der Menschheit zu leisten. Doch erhielt er dort weder eine Staatsstellung noch gelang es ihm, sich als Schriftsteller einen Namen zu machen. Er floh ins Ausland, nach Lübeck, war aber schon im September 1829 wieder in Petersburg. Nach vielen anderen Versuchen gelang es ihm im März 1830 in der Apanagenverwaltung des Kaiserlichen Hofministeriums unterzukommen und ein kleines Gehalt zu beziehen. Ein Jahr übte er diese Tätigkeit aus, dann wurde er durch Vermittlung eines Bekannten 1831 Hauslehrer und wiederum durch Vermittlung Geschichtslehrer für die Unterstufe einer Höheren-Töchter-Schule (1831–35). 1830/31 strich er den polnischen Teil seines Namens und nannte sich nur Gogol, um zu verdeutlichen, daß er als Russe angesehen sein wollte. Das Jahr 1831 war für Gogol in vieler Hinsicht von besonderer Bedeutung: er lernte den von ihm hochverehrten Puschkin kennen, und es erschien der erste Band seiner Prosaerzählungen „Abende auf dem Weiler bei Dikanka“ (allerdings versteckte er sich als Verfasser unter dem Namen eines sogenannten Herausgebers, des Imkers Rudy Panko). Puschkin war von den Erzählungen sehr angetan. Im März 1832 folgte ein zweiter Band, auch er hatte wie der erste Erfolg. Gogol sorgte dafür, daß man bald erfuhr, wer statt des Imkers Panko der wirkliche Verfasser war. Am 24. Juli 1834 wurde er sogar neben seinem Lehreramt zum Adjunkt-Professor am Lehrstuhl für Geschichte der Kaiserlichen St. Petersburger Universität berufen, allerdings dauerte diese Tätigkeit nur bis Dezember 1835. In diesem Jahr veröffentlichte er die Sammelbände „Mirgarod“ (vier Novellen) und „Arabesken“ (Essais und drei Novellen) und begann an dem Roman „Die toten Seelen“ zu arbeiten. 1836 folgte neben Aufsätzen und Rezensionen die Veröffentlichung der Erzählungen „Die Kalesche“ und „Die Nase“ in Puschkins Zeitschrift „Sowremennik“ und am 19. April fand die Uraufführung seiner Komödie „Der Revisor“ statt. Überarbeitung, ein Zerwürfnis mit Puschkin, Gogols Ansicht, daß alle sich gegen ihn verschworen hätten, führten zum Entschluß: „Ich reise ins Ausland, dort will ich mich losmachen von der Betrübnis, die mir meine Landsleute tagtäglich bereiten.“

Am 6. Juni 1836 machte er sich auf und reiste über Stationen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich (Paris) nach Italien (Rom). Dort blieb er bis 1839, war im September 1839 wieder in Rußland (bis Mai 1840), reiste dann über Österreich erneut nach Rom (dort bis August 1841). Im Oktober 1841 war er wieder in Rußland. Im Mai 1842 erschien der erste Teil der „Toten Seelen“ und im Januar 1843 eine vierbändige Werkausgabe, in der außer dem „Revisor“ andere Dramen und auch die Erzählung „Der Mantel“ zu finden sind. Die „Toten Seelen“ handeln zwar einerseits von einem Betrug und sind in gewisser Weise einem Kriminalroman zu vergleichen, doch zeigen sie vor allem eine Sammlung von dummen, gemeinen und verkommenen russischen Typen, die trotz der karikierenden Überzeichnung Gogols von äußerster Lebendigkeit sind. 1842–48 war er wieder auf Reisen (Deutschland, Italien, Frankreich, Böhmen). Unzufrieden mit dem ersten Teil seines Romans (er glaubte, Rußland zu negativ geschildert zu haben) und mit seiner Arbeit am zweiten Teil (der in der Besserung des Helden die positiven Seiten Rußlands darstellen sollte) vernichtete er fast alles Geschriebene des zweiten Teils. Es war ihm seiner Auffassung nach nicht gelungen, die Läuterung seines Helden überzeugend darzustellen, das ethisch-religiöse Element sei nicht deutlich geworden. Im Januar 1847 veröffentlichte er „Ausgewählte Stellen aus dem Briefwechsel mit Freunden“, wo er seiner Überzeugung Ausdruck zu geben versuchte. Zwar handelte es sich dabei nicht um wirkliche Stellen aus echten Briefen, doch war die Empörung und das Entsetzen über die „reaktionären“ Ansichten Gogols groß. Viele seiner Freunde wandten sich von ihm ab. Gogol unternahm im Februar 1848 eine Pilgerreise nach Jerusalem, war im April wieder in Rußland (Odessa, in Wassiljewka, St. Petersburg, Moskau), arbeitete erneut an der Fortsetzung der „Toten Seelen“. Anfang 1852 verbrannte er die entstandenen Manuskripte des zweiten Teils, verweigerte jede Nahrungsaufnahme und starb am 21.02.1852 in Moskau.

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GOGOL, N.: Aufzeichnungen eines Irren (vollstandiger Text) Naxos Hoerbucher
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