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THEODOR STORM  

(1817 - 1888)

wurde am 14. September 1817 in Husum geboren. Er war dänischer Staatsbürger, da Schleswig und Holstein seit 1773 als selbständige Herzogtümer zu Dänemark gehörten. Sein Vater (1790–1874) war Rechtsanwalt und seit 1815 in Husum ansässig; seine Mutter Lucie, geb. Woldsen (1797–1879), stammte aus Husum. Theodor hatte sechs Geschwister. „Ein nahes Verhältnis fand während meiner Jugend zwischen mir und meinen Eltern nicht statt“ (Storm); die fehlende Wärme fand er bei Sophia Magdalena Jürgens (1797–1868), von Storm später in einem Portrait „Lena Wies“ genannt, einer ledigen Bäckerstochter und großen Erzählerin von Märchen und Spukgeschichten. Ostern 1837 schloß er die Schule ab und begann im April 1837 in Kiel ein Jurastudium. Im Frühjahr 1838 zog es ihn zur Fortsetzung seines Studiums nach Berlin. Auf der Durchreise traf er Bertha von Buchan wieder, die er Weihnachten 1836 bei Verwandten als eben Elfjährige kennengelernt hatte. Seine Empfindungen für das Mädchen, das er nur selten gesehen und von dem er sich offensichtlich ein realitätsfernes Bild gemacht hatte, steigerten sich 1841/42; 1842 lehnte sie seinen Heiratsantrag ab. Während dieser Zeit entstanden eine Reihe von Liebesgedichten. Im Herbst 1839 war er wieder in Kiel und legte Oktober 1842 sein Examen ab. Danach kehrte er nach Husum zurück, arbeitete zunächst bei seinem Vater, bis er 1843 eine eigene Praxis eröffnen konnte. Trotz häufiger Klagen über seinen Beruf blieb dieser für Storm ein sicherer Halt. Im Januar 1844 verlobte er sich mit seiner Cousine Constanze Esmarch (1825–1865) aus Segeberg, die er seit seiner Kindheit kannte; am 15.9.1846 erfolgte die Heirat. Schon während des ersten Ehejahres verliebte sich Storm in Dorothea Jensen (1828–1903), eine Senatorentochter aus Husum; auch sie kannte er schon von Kindheit an. Dorothea traf er bei verschiedenen Veranstaltungen, sie war auch Gast bei den Eheleuten, Constanze mochte sie. Vermutlich 1848 verließ Dorothea Husum und eine schwierige Zeit ging damit zu Ende. Die Gedichte dieser Zeit zählen zum besten, was Storm an Liebeslyrik geschrieben hat. Die Ehe Storms jedoch blieb unerschüttert. Drei Söhne wurden geboren. Als die Bestrebungen Dänemarks, die Selbständigkeit der Herzogtümer aufzuheben und diese Dänemark einzugliedern, zu einer patriotischen Unabhängigkeitsbewegung und zu militärischen Auseinandersetzungen führte, veranlaßte Storm sein Landespatriotismus zu politischen Aktivitäten. Im Londoner Protokoll vom 8.5.1852 bestätigten die Großmächte die Eingliederung Schleswig-Holsteins in Dänemark. Ende 1852 erfuhr Storm, daß sein Antrag auf Bestätigung der Anwaltszulassung abgelehnt worden war. Er beschloß daraufhin, Husum zu verlassen; offenbar fühlte sich Storm in seiner Ehre getroffen und mochte nicht weiter in seiner Heimatstadt bleiben. Unter den Prosaarbeiten dieser Jahre sind „Der kleine Häwelmann“ (1850) und „Immensee“ (1850/51). Storm ging ins Ausland und fand Aufnahme im preußischen Justizdienst; er zog nach Potsdam und wurde am 18. Oktober 1853 zum unbesoldeten Gerichtsassessor ernannt, erst ab August 1854 mit Gehalt. Nur Hilfe aus Husum (Geld, Lebensmittel) sicherte das Leben der Familie, die sich im Juni 1855 nach der Geburt einer Tochter wieder vergrößert hatte. Im Juli 1856 wurde Storm Kreisrichter in Heiligenstadt und erhielt damit eine feste Anstellung. Während der Potsdamer Zeit hatte er zwar unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen, unter Schwierigkeiten im Beruf, unter einem unsicheren Selbstwertgefühl zu leiden, doch lernte er, sich ohne den schützenden Hintergrund einer angesehenen Familie in Husum zu behaupten. Auch hatte er Fontane, Menzel, Paul Heyse (schon 1852), Eichendorff (1854), Mörike (1855) kennengelernt; der erste Band eigener Gedichte war 1852 erschienen, eine zweite Auflage gab es bereits 1856. Trotz der „geistigen Tagelöhnerei“ verlief die Zeit in Heiligenstadt für Storm verhältnismäßig ruhig; zwei weitere Töchter wurden geboren. Nach dem Sieg im österreichisch-preußischen Krieg gegen Dänemark verließ Storm Heiligenstadt und trat am 18. März 1864 eine Stelle als Landvogt innerhalb einer schleswig-holsteinischen Selbstverwaltung an. Während dieser Jahre wurden u.a. die Erzählungen „Auf dem Staatshof“ (1859), „Im Schloß“ (1862), „Auf der Universität“ (1863), „Die Regentrude“ (1864) veröffentlicht. Zur Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich nahm Storm öffentlich keine Stellung mehr, doch war er über die Einvernahme Schleswig-Holsteins durch Preußen nach dem Krieg Preußen-Österreich 1866 erbittert. Sein Amt wurde abgeschafft, Storm mußte Amtsrichter werden (1868). Ein schwerer Schlag traf ihn 1865: seine Frau starb nach der Geburt des siebten Kindes. Im Spätsommer 1865 reiste er zu Turgenjew nach Baden-Baden; im August traf er Dorothea Jensen wieder, die er ein Jahr später heiratete. 1868 wurde eine Tochter geboren. Seine Kinder bereiteten Storm große Sorgen. Trotz dieser Sorgen und seiner Amtspflichten veröffentlichte Storm eine große Zahl von Novellen, darunter „Pole Poppenspäler“ (1874) und „Aquis submersus“ (1876). Am 1. Mai 1880 ließ er sich vorzeitig pensionieren und übersiedelte nach Hademarschen. Dort entstanden „Hans und Heinz Kirch“ (1882), „Zur Chronik von Grieshus“ (1884) und „Das Fest auf Haderslevhus“ (1885) sowie seine wohl größte und letzte Arbeit: „Der Schimmelreiter“. Er vollendete die Erzählung am 9. Januar 1888. Am 4. Juli 1888 machte der Magenkrebs seinem Leben ein Ende.

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ARNDT, E.M. / STORM, T.: Katzen - Phantastische Geschichten Naxos Hoerbucher
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Classic Fiction
STORM, T.: Halligfahrt (Eine) (vollstandiger Text) Naxos Hoerbucher
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STORM, T.: Immensee Naxos Hoerbucher
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STORM, T.: Pole Poppenspaler Naxos Hoerbucher
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Classic Fiction
STORM, T.: Regentrude (Die) (vollstandiger Text) Naxos Hoerbucher
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Classic Fiction
STORM, T.: Spiegel des Cyprianus (Der) Naxos Hoerbucher
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Classic Fiction
WEIHNACHTEN Eine Geschichte, Gedichte und Musik zu Weihnachten Naxos Hoerbucher
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Poetry
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10:26:24 AM, 2 September 2014
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