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WILHELM HAUFF  

(1802 - 1827)

wurde am 29. November 1802 in Stuttgart geboren. Sein Vater war Regierungs-Sekretarius und Registrator August Friedrich Hauff (1772–1809), dessen ursprünglich österreichische Familie während des 30jährigen Krieges nach Schwaben eingewandert war. Die Mutter Hedwig Wilhelmine Elsässer (1773–1845) übersiedelte nach dem Tod ihres Mannes mit den vier Kindern nach Tübingen und wurde dort von ihrem Vater Karl Elsässer aufgenommen. Die Bibliothek ihres Großvaters bekam für die beiden Jungen, besonders für Wilhelm, große Bedeutung. Von 1809 bis 1817 besuchte er die Tübinger Lateinschule, danach bis 1820 die sog. niedere Theologische Seminarschule in Blaubeuren, die als Vorbereitung für ein Theologiestudium (Berufsziel: Pfarrer) diente. Danach wurde er im Tübinger Stift aufgenommen und begann dort 1820 an der Landesuniversität Theologie zu studieren. Im Herbst 1823 besuchte er anläßlich eines Ausfluges nach Ulm eine Tante in Nördlingen; hier blieb er—seiner 17jährigen Cousine Louise (1806–1867) wegen—allerdings länger als vorgesehen. Ostern 1824 verlobte er sich mit ihr.

Während seiner Studentenzeit hatte Hauff viele Freundschaften mit Gleichgesinnten, er schloß sich gern verschiedenen Kreisen an, war 1822 vorübergehend auch Mitglied eines Burschenvereins. Hier trug er eigene Gedichte vor, sammelte eigene und fremde Texte zu einem Band, der 1824 anonym als „Kriegs- und Volks-Lieder“ erschien. August 1824 absolvierte er die Abschlußprüfung, im Oktober 1824 seine Promotion zum Dr. phil. Nach Beendigung der Universitätszeit war er von 1824 bis 1826 Hauslehrer bei Ernst Eugen Freiherrn von Hügel, Präsident im württembergischen Kriegsministerium in Stuttgart. Die Unterrichtung der beiden Kinder ließ Hauff genug freie Zeit: er unterzog sich im Frühjahr 1825 der theologischen Dienstprüfung und war als Schriftsteller tätig. 1825 veröffentlichte er zwei Werke, die ihn mit einem Schlag bekannt machten: die „Mitteilungen aus den Memoiren des Satan. Herausgegeben von ****f, Teil 1“, und eine Parodie auf Romane des damaligen Erfolgsschriftstellers H. Clauren unter dem Titel „Der Mann im Mond oder Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme. Von H. Clauren. Teil 1–2“. Die darauf folgende—auch gerichtliche—Auseinandersetzung mit H. Clauren (eigentlich Carl Heun) förderte Hauffs Bekanntheit noch. Von größerer Bedeutung als die genannten Werke wurde der ebenfalls 1825 herausgegebene „Märchen-Almanach auf das Jahr 1826 für Söhne und Töchter gebildeter Stände. Erster Jahrgang. Hgg. von Wilhelm Hauff“: Er enthielt bereits einige der später so verbreiteten Märchen Hauffs (u.a. „Kalif Storch“, „Der kleine Muck“). April 1826 wurde „Lichtenstein. Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte. Erster Theil“ veröffentlicht, ein Buch, das mit der historischen Wahrheit sehr frei umging; es hatte im 19. Jahrhundert einen ungeheuren Erfolg, der sogar dazu führte, daß man später in Württemberg eine Burg Lichtenstein nach den Angaben Hauffs errichten ließ. 1826 beendete Hauff mit seiner „Controvers-Predigt über H. Clauren und den Mann im Monde, gehalten vor dem deutschen Publikum in der Herbstmesse 1827“ die Clauren-Angelegenheit, die allerdings kaum noch jemanden interessierte. Ende 1826 erschien nicht nur der „Märchenalmanach auf das Jahr 1827“, in dem neben Hauff auch andere Verfasser vertreten waren (u.a. W. Grimm), sondern auch der zweite Teil der „Mitteilungen aus den Memoiren des Satan“. Ende April 1826 gab er seinen Hauslehrerdienst auf und unternahm von Mai bis November eine Reise, die ihn u.a. nach Paris, in die Normandie, nach Brüssel, Antwerpen, Gent, Aachen, Bremen, Berlin, Leipzig und Dresden führte; Ausgangspunkt und Ort der Rückkehr war Nördlingen, der Wohnort seiner Braut. Seit dem 1. Januar 1827 war Hauff Redakteur von Cotta’s „Morgenblatt für gebildete Stände“, einer in Süddeutschland eingeführten und bekannten Unterhaltungszeitschrift; schon bald gab es heftige Kämpfe zwischen Verleger und Redakteur über Kompetenzen und Inhalte des Blattes, die aber immer wieder beigelegt wurden. Hauffs Bruder Hermann wurde zur Unterstützung Wilhelms eingestellt (nach dem Tode Wilhelms übernahm er die Redaktion bis zu seinem Tod 1865). 1827 gab Hauff bei Cotta ein „Taschenbuch für Damen. Auf das Jahr 1828“ heraus mit einigen eigenen Arbeiten, im selben Jahr auch die „Phantasien im Bremer Ratskeller. Ein Herbstgeschenk für Freunde des Weines“ und seinen dritten „Märchenalmanach auf das Jahr 1828“. Am 13. Februar 1827 fand, nachdem das Stuttgarter Konsistorium ihn „zur Vorbereitung auf ein Lehramt“ für weitere drei Jahre freigestellt hatte, die Heirat mit Louise statt; das Paar bezog eine Wohnung in Stuttgart. Hauff wandte sich einem neuen Projekt zu, einem Roman über Andreas Hofer; dazu hielt er eine Reise nach Tirol für nötig. Ebenfalls 1827 entstanden für Cotta’s „Morgenblatt“ die Novellen „Jud Süß“ und „Das Bild des Kaisers“. Im Oktober 1827 erkrankte Hauff schwer; die Geburt seiner Tochter Wilhelmine am 10. November konnte er noch erleben und seine Frau im Krankenhaus besuchen. Noch nicht 25 Jahre alt, starb er am 18. November 1827.

Role: Author 
Album Title
Catalogue No  Work Category 
HAUFF, W.: Kalte Herz (Das) Naxos Hoerbucher
NHB20082
Classic Fiction
HAUFF, W.: Othello Naxos Hoerbucher
NHB10312
Classic Fiction
KAFKA, F. / HOFFMANN, E.T.A / HAUFF, W. / HAGENBECK, C.: Affe als Mensch (Der) - Erzahlungen Naxos Hoerbucher
NHB20132
Classic Fiction




 
 
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