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WILHELM RAABE  

(1831 - 1910)

wurde am 8. September 1831 in Eschershausen, einem Dorf bei Holzminden, geboren. „Mein Vater war der damalige Aktuar am dortigen Amtsgericht, Gustav Karl Maximilian Raabe, und meine Mutter Auguste Johanne Friederike Jeep, die Tochter des weiland Stadtkämmerers Jeep zu Holzminden.“ Anfang 1832 wurde der Vater nach Holzminden versetzt. Raabe besuchte hier ab 1837 die Bürgerschule und ab 1840 das Gymnasium. 1842 zog die Familie nach Stadtoldendorf, weil der Vater erneut versetzt worden war. Der Tod des Vaters Anfang 1845 brachte erhebliche Veränderungen: die auf eine nur kleine Pension angewiesene Witwe zog mit ihren drei Kindern nach Wolfenbüttel, wo ihre Brüder lebten, der eine als Rektor, der andere als Oberlehrer an der sog. „Großen oder Hohen Schule“. Raabe wurde nach einer Prüfung in die Quarta gesteckt, eine Klassenstufe, die er schon in Holzminden hinter sich gebracht hatte. Bis Ostern 1849 besuchte er das Gymnasium und ging dann ab, um Buchhändler zu werden. Seine Lehrzeit begann Ostern 1849 in Magdeburg; nach vier Jahren gab er die Tätigkeit auf und kehrte nach Wolfenbüttel zurück. Ihm schwebte der Beruf eines Schriftstellers vor; dem sollte ein Studium vorausgehen, zu dem allerdings das Abitur die Voraussetzung war. Nach dem Scheitern der Bemühungen, das Abitur nachzuholen, verließ Raabe Ostern 1854 Wolfenbüttel und schrieb sich in Berlin an der Universität als Gasthörer ein. Nach einem halben Jahr begann er mit der Arbeit an seinem ersten Buch, der „Chronik der Sperlingsgasse“; es erschien Oktober 1856 unter dem Pseudonym Jacob Corvinus. Ostern 1856 war Raabe nach Wolfenbüttel zurückgekehrt und wohnte wieder bei seiner Mutter (bis 1862). Während der sechs Jahre in Wolfenbüttel entstanden zahlreiche Romane und Erzählungen und hoben sein Ansehen. Eine größere Reise, die eigentlich nach Italien führen sollte, wegen des Krieges zwischen Österreich und Frankreich aber in Wien enden mußte (5. April bis 18. Juli 1859), erweiterte den Horizont des erfolgreichen Schriftstellers; auch lernte er in Leipzig Gustav Freytag, Friedrich Gerstäcker, in Dresden Karl Gutzkow kennen und wurde während einer Woche in Stuttgart von Kollegen freundlich aufgenommen. Im März 1861 verlobte er sich mit Bertha Leiste, die aus einer angesehenen Wolfenbüttler Familie stammte; die Hochzeit erfolgte am 24. Juli 1862. Danach ließ sich das Paar in Stuttgart nieder. „Für mich als Schriftsteller wie als Mensch könnte ich jetzt in ganz Deutschland keinen besseren Aufenthaltsort finden.“ Raabe fand hier bald einen Kreis von Freunden, unter denen besonders das Ehepaar Wilhelm und Marie Jensen zu nennen sind. Als Jensen 1868 Stuttgart verließ, um den Posten eines Redakteurs in Flensburg anzutreten, begann auch Raabe an eine Rückkehr in seine Heimat zu denken. Im Sommer 1870 zog er mit seiner Familie nach Braunschweig. Während der achtjährigen Stuttgarter Zeit waren nicht nur vier Romane und zwölf Erzählungen entstanden, es hatte sich auch in der Kunst der Darstellung bei Raabe eine Änderung vollzogen. Er selbst sah diese zuerst in seinen „Drei Federn“ (1865), nannte dieses sein „erstes selbständiges Werk“, alle vorhergehenden „Kinderbücher“ und „mir abgestandenen Jugendquark“. Die Leser schlossen sich offensichtlich dieser Wertung nicht an, denn der „Hungerpastor“ (1864) war neben der „Chronik“ Raabes erfolgreichstes Werk. Das mag daran liegen, daß Raabe mit diesen Werken der bisher üblichen Darstellungsweise gefolgt war: linear verlaufende Handlung, einheitliche Perspektive, auktorialer Erzähler. Schon mit der Erzählung „Else von der Tanne“ (1864) begann Raabe etwas Neues, das man etwa so kennzeichnen kann: Brechung der Perspektiven, Durchdringung verschiedener Zeitebenen. In Braunschweig war Raabe nur wenigen als Schriftsteller bekannt; menschlichen Kontakt gewann er, wie schon in Wolfenbüttel und Stuttgart, auch in Braunschweig als Teilnehmer an stammtischartigen Vereinigungen, in denen in philiströsem Rahmen gegen die Philisterei gewettert wurde und von Literatur zumeist nur wenig die Rede war. Raabes Familie wuchs in Braunschweig auf. Neben der Schriftstellerei waren es die Familie und der Männerkreis, die das Leben Raabes bestimmten. Nur einige Reisen unterbrachen die Gleichförmigkeit des Lebens. Am 1. November 1874 war die Mutter Raabes gestorben, am 24. Juni 1892 die jüngste der vier Töchter, Gertrud, an der er besonders hing. Beide Ereignisse trafen Raabe tief. Unter den vielen Werken, die in Braunschweig entstanden, seien nur folgende genannt: „Horacker“ (1876), „Wunnigel“ (1879), „Alte Nester“ (1880), „Pfisters Mühle“ (1884), „Das Ödfeld“ (1888), „Stopfkuchen“ (1891), „Die Akten des Vogelsangs“ (1896), „Hastenbeck“ (1899). Nach Abschluß von „Hastenbeck“ erfolgte durch Raabe keine Veröffentlichung mehr. Nach einem Lebenswerk von weit über 60 erzählenden Dichtungen nannte er sich nun „Schriftsteller a.D.“ Dennoch begann er mit einem „Altershausen“ genannten Werk. Es blieb allerdings unvollendet und wurde erst nach seinem Tode veröffentlicht (1911). Wilhelm Raabe starb am 15. November 1910.

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RAABE, W.: Holunderblute Naxos Hoerbucher
NHB10182
Classic Fiction
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