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ODB Opéra, November 2010

Au moment où le TCE présente l’Orlando de Haendel (1735), j’aimerais dire quelque mots d’un DVD de l’ Orlando paladino, un chef d’oeuvre méconnu de Haydn (1782) L’oeuvre débute là où l’Arioste a conclu son Orlando furioso et met en scène neuf personnages, tragiques (Alcina, Angelica, Medoro, Orlando, Caron) et comiques comme l’écuyer couard et vantard du héros, Pasquale, la bergère Eurilla, Rodomont, le roi de Barbarie (c’est de son nom que dérive le mot français “rodomontades”) obsédé par ses duels avec Orlando…

Cet opéra a connu un grand succès du vivant de Haydn, surtout dans la zone germanique, avant de subir une longue éclipse de 1813 jusqu’en 1982 où il fut redonné au Theater an der Wien et créé en France au festival de Carpentras. Entre temps, il avait fait l’objet d’un premier enregistrement discographique en 1977 dans le cadre de l’intégrale Dorati chez Philips avec Arleen Auger et Elly Ameling. Ceux qui veulent en savoir plus peuvent se reporter au numéro 42 de l’Avant-Scène Opéra. (juillet 1982) Depuis, cet ouvrage si riche a été remonté par Nikolaus Harnoncourt et René Jacobs.

La production immortalisée par ce DVD est signée par le tandem Nigel Lowery/Amir Hosseinpour, les auteurs du fameux Rinaldo dit du “Grand poussin jaune” au festival de Montpellier 2002, déjà sous la direction de Jacobs. Ils ont ici, dans le cadre d’une vision volontairement décalée de l’épopée voulue par Haydn et son librettiste, nettement plus à leur aise que dans l’univers seria du Tasse revu par Haendel. Leur spectacle haut en couleurs et trépidant d’humour doit beaucoup à une distribution idoine et dynamique. Quant à René Jacobs, qui retrouvera ses deux compère pour une Platée à Amsterdam en avril prochain, il fait merveille dans ce répertoire qui, par son inventivité héroïco-comique, rappelle furieusement l’opéra vénitien du XVII ième siècle dont il fut aussi l’un des plus éminents défenseurs.



Ekkehard Pluta
Fono Forum, April 2010

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Georg Henkel
www.musikansich.de, April 2010

KRACHLEDERNDE OPERNPARODIE

Spätestens seit Nikolaus Harnoncourt Joseph Haydns klassische Opera Seria Orlando Paladino 2004 für CD eingespielt hat, dürfte unbestritten sein, dass vom Komponisten in Esterhazy nicht nur fabelhafte Instrumentalwerke, sondern auch prickelnde Opern serviert wurden. Wenn Haydn auch in der musikdramatischen Durchformung nicht Mozarts Niveau erreichte (was er neidlos anerkannte), so ist die Musik trotzdem erste Güte, hat Fantasie, Geist und Witz. Durch die Händel-Vivaldi-Renaissance der letzten Jahre ist der moderne Hörer zudem vorbereitet auf den rituellen Ablauf einer klassischen Seria mit ihrem vorherrschenden Wechsel von Rezitativ und Arie. Das Schema war zu Haydns Zeit unter dem Einfluss der Opera Buffa allerdings schon erodiert; Duette, Terzette und Ensembles bereichern das Geschehen.

Beim Orlando liegen die Dinge freilich noch etwas komplizierter. Haydn beherrscht das musikalische Vokabular so perfekt, dass er im Gewand einer ernsten Heroenoper zugleich die Parodie der ganzen Gattung mitliefern kann, ohne die Figuren und ihre Gefühle—und um die geht es ja vor allem in den Arien—einfach mit billigen Gags vorzuführen.

Worum geht’s? Orlando, der Ritter am Rande des Nervenzusammenbruchs, zieht, sekundiert von seinem bauchfixierten Diener, zum Kampf nicht nur gegen rauflustige Muselmanen, sondern vor allem gegen seinen sarazenischen Nebenbuhler Medoro, der ihm die schöne Angelica ausgespannt hat. Angelica versichert sich der Hilfe der sinistren Zauberin Alcina, um Orlando im Schach zu halten, während sie sich mit ihrem Geliebten in lamentösen Abschiedsszenen ergeht.

Die Musik nimmt die Personen auf gewisse Weise so ernst, dass sie wie von selbst leicht schräg, gewissermaßen überspannt und darum hintergründig sich selbst entlarvend und komisch wirkt. Angelica und Medoro leiden einfach zu viel und zu gerne—weil sie es zu sehr genießen, sich in ihren Gefühlen zu ergehen. Orlando rast in Leidenschaft und Wahn, wirkt aber—ähnlich wie der kampflustige Rambo Rodomonte—wie ein ewig pubertierender Junge. Alcina macht als Zauberin viel okkultes Gedöns, während das niedere Paar aus Diener und Schäferin alle unbukolischen Klischees ihres Standes (verfressen & faul) bestätigt.

Der aufmerksame Hörer wird dies alles unter der Oberfläche von Haydns abwechslungsreicher Musik entdecken können. Und René Jacobs , seine quicklebendige, reaktionsschnelle Sänger/innenriege und das zupackend, aber immer mit Swing aufspielende Freiburger Barockorchester sorgen dafür, dass sich der Humor mit mehr Nonchalance entfalten kann als weiland bei Harnoncourt.

Leider fällt der Regie (Nigel Lowery) nichts ein, was der Subtilität der Haydnschen Einfälle ebenbürtig wäre. Sie setzt auf Deutlichkeit bis zur Plattheit: Orlando wirkt mit angeklebtem wirrem Bart und zerissener Kleidung wie ein verstörter Robinson Crusoe, Rodomonte kommt als (lagweiliger) Pirat vom Faschingsball. Angelica und Medoro scheinen einem Melodram entsprungen, nur Alcina bekommt als delirierendes Medium eine nicht nur depperte komische Note. Dazwischen tanzen und turnen viel Bewohner aus der Anstalt (Choreographie: Amir Hosseinpour ) durch ein Blockhüttenambiente, ohne dass der Sinn dieser Aktionen sich erschließen würde.



Christoph Vratz
Opernwelt (Germany), March 2010

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