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Thomas Gehrig
www.klassik.com, December 2010

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Wer von Martha Argerich, der ‚Grande Dame‘ des Klavierspiels entdeckt und gefördert wurde, im Alter von 21 Jahren den Concours de Genève gewann und noch dazu regelmäßig wohlwollende Kritiken erhält, müsste—so sollte man meinen—eigentlich zu den prominentesten Fixsternen am Pianisten-Olymp gehören. Dass der Argentinier Nelson Goerner dennoch in erster Linie Insidern ein Begriff ist, liegt daran, dass er von seinem Naturell her das grelle Rampenlicht und mediale Inszenierung eher meidet. Darin ist er Vertretern seiner Zunft wie Grigory Sokolov oder Marc-André Hamelin nicht unähnlich, die ebenfalls eine Art selbst gewähltes Schattendasein führen. Ein Übriges dazu tut seine bislang leider nur sehr spärliche Diskographie. Auf der vorliegenden DVD aus dem Hause Medici Arts kann man Goerners Auftritt vom 19. Juli 2009 beim Schweizerischen Verbier Festival erleben.

Dass er auch stilistisch wandlungsfähig ist, hat er unter anderem durch zwischenzeitliche Exkurse auf historische Instrumente bewiesen. Hier jedoch sitzt er wieder am modernen Konzertflügel und beginnt sein Programm mit Beethovens ‚Les Adieux‘-Sonate. Von der Introduktion des ‘Lebewohl’ an besitzt sein Spiel eine konzentrierte Intensität und zeichnet sich durch konsequente motivische Linienführung aus. Mühelos bedient er auch im weiteren Verlauf alle klanglichen Facetten von subtilem Pianissimo im Mittelsatz bis hin zu den vollgriffigen Eruptionen des ‘Wiedersehens’ mit seiner dem Es-Dur-Konzert so verwandten Tonsprache.

Die festeste Konstante im Repertoire Goerners ist zweifellos Chopin. Ihm gehört auch die zweite ‚Halbzeit‘ seines Recitals, in deren Mittelpunkt die h-Moll-Sonate op. 58 steht. Im ‘Allegro maestoso’ bewegt er sich souverän zwischen den Gegenpolen von geballter Kraft und kantabler Melodik. Das Scherzo geht ihm mit sprudelnder Energie von der Hand, und die zerbrechliche Melancholie des ‘Largo’ taucht Goerner in warme, intensive Farben.

Im Finalsatz unterlaufen ihm hin und wieder zwar ein paar Fehlgriffe, und er meistert die halsbrecherischen Skalen nicht ganz mit der manuellen Leichtigkeit eines Kissin. Dennoch überzeugt sein Vortrag auch hier mit musikalischer Spannkraft und stringenter Phrasierung, und dass er sich in puncto technische Brillanz vor keinem seiner Kollegen zu verstecken braucht, beweist Goerner in den Etüden Nummer vier und zehn aus op. 10.






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6:57:10 AM, 21 August 2014
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