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Heinz Braun
Klassik heute, October 2010

Wie nur wenige andere Künstler hat sich die dänische Blockflötenvirtuosin Michala Petri um die Etablierung der Blockflöte als ernst zu nehmendes Konzertinstrument verdient gemacht. Abseits der Alte-Musik- und Blockflötenszene ist sie seit Jahrzehnten ebenso in den großen Konzertsälen der Welt wie auf dem Tonträgermarkt präsent und erfolgreich. Aus dem einstigen Wunderkind ist längst eine reife, eigenständige Künstlerpersönlichkeit geworden.

Für Michala Petri war auch die Zeitgenössische Musik immer eine Herzensangelegenheit. Bekannte Komponisten haben eigens für sie komponiert, darunter Konzerte mit Orchester, Solowerke und Kammermusik. So bedeutende Konzerte wie Thomas Koppels Moonchild’s Dream, Amargos’ Northern Concerto, Daniel Börtz’ Pipes and Bells, die Konzerte von Vagn Holmboe und Malcolm Arnold verdanken ihr Entstehen der dänischen Musikerin. Seit einigen Jahren veröffentlicht Petri ihre Neuaufnahmen beim eigenen Label Our Recordings und genießt so die Freiheit, sich vermehrt Projekten zu widmen, die sie selbst wichtig findet. Dass dies durchaus nicht im Widerspruch zu kommerziellem Erfolg stehen muss, belegen die herausragenden Kritiken und der große Zuspruch, dessen sich die CDs erfreuen. 2008 bescherte dem Label sogar eine Grammy-Nominierung für Movements, eine CD mit zeitgenössischen Blockflötenkonzerten (OUR Recordings 6.220531).

Gleichsam als Fortsetzung dieser Reihe—und nach der Kammermusik-CD Dialogue (OUR Recordings 6.220600) als Teil des kulturübergreifenden East meets West Projektes, das Petri und ihr Mann Lars Hannibal selbst initiierten—stellt die vorliegende Produktion mit chinesischen Konzerten einen weiteren Höhepunkt dar. Mit Tang Jianping (VR China), Ma Shui-long (Taiwan) und den beiden mittlerweile in den USA beheimateten Auslands-Chinesen Bright Sheng und Chen Yi setzt Petri auf Komponisten der mittleren und älteren Generation, die sich in ihren Heimatländern größter Popularität erfreuen. Bis auf das 2008 in der Verbotenen Stadt in Beijing uraufgeführte Konzert The Ancient Chinese Beauty der Komponistin Chen Yi (in einer Live-Aufnahme bereits auf  OUR 8.226905 veröffentlicht) sind die Stücke von den Komponisten in enger Zusammenarbeit mit Michala Petri für Blockflöte eingerichtet worden (ursprünglich waren sie für die chinesischen Bambusflöten  dizi und bang di bzw. im Falle Shengs für moderne Querflöte gedacht). Michala Petri verwendet verschiedene Blockflötentypen und verleiht den Konzertsätzen damit eine ganz individuelle Note. Alle eingespielten Konzerte sind von großem Reiz: Fei Ge von Tang Jianping (ursprünglich für dizi und ein pan-asiatisches Instrumentalensemble komponiert) wurde vom Komponisten selbst für westliches Symphonieorchester und Blockflöte eingerichtet. Inspiriert u.a. von der Musikkultur der Miao schuf Tang ein farbenreiches, dramatisches Werk von mitreißend tänzerischem Schwung. Das Konzert seines taiwanesischen Landsmannes Ma Shui-long überzeugt durch die gelungene Verbindung chinesischen Kolorits mit westlicher Formstruktur, die Noblesse der Thematik und nicht zuletzt durch eine virtuose Solokadenz der Blockflöte. Flute Moon von Bright Sheng wird vielleicht am unmittelbarsten dem Motto East meets West gerecht: Das Werk verbindet in seiner Klangsprache die unwiderstehliche Motorik in der Nachfolge Strawinskys mit einer typisch chinesischen, delikaten Behandlung der Farbpalette des Orchesters. Ebenso Chen Yi, die es in The Ancient Chinese Beauty versteht, eine ansprechende Musik von lichter Textur zu schreiben, die den charakteristischen Charme chinesischer Melodik mit eingängiger Motorik, Glissandi und Pizzikati à la Bartók verbindet.
Einen besseren Anwalt für diese Musik als Michala Petri und das Kopenhagener Philharmonische Orchester unter Lan Shui kann man sich kaum vorstellen! OUR Recordings hat mit dieser in jeder Hinsicht überragenden Produktion einen Meilenstein gesetzt: Von der Aufnahmetechnik bis zum sehr informativen, ausführlichen Booklet und dem nicht zuletzt sehr ansprechenden Design. Ein wirklich großer Wurf!



Kultur, October 2010

Strukturerne i kinesernes musikalske tonesprog kan lyde fremmede i vestlige ører. Men når de indgår i en syntese med vestlig musik, som det er tilfældet med de fire koncerter på Michala Petris nye cd, er der tale om grænseoverskridende musik. Og det er—vil jeg gerne understrege—ikke svært at lytte til. Tværtimod. Men man begejstres over meget mere end Michala Petris hele vejen igennem fyldige, intelligente og ekvilibristisk sikre fløjtespil, for Sjællands Symfoniorkester under ledelse af Lan Shui, den kinesiske chefdirigent, spiller med en engageret direkthed og lidenskab i det gennemsigtige, innovative klangbillede. De fire koncerter kan deles op i to dele.

Tang Jianpings „Fei Ge“ og Ma Shui-longs „Bambusfløjtekoncert“ rummer begge et væld af iørefaldende melodier, herlig energi og varm, udtryksmættet lyd. Sidstnævnte er et fornemt møde mellem øst og vest, modelleret som det er over Liszts eller Francks cykliske form, men tydeligvis piloteret dybt nede i den kinesiske folkemusik. De to andre koncerter—Brigt Shengs „Flute Moon“ og Chen Yis „The Ancient Chinese Beauty“—kræver lidt mere af lytteren.

„Flute Moon“ henter sit klangbillede i vestlig modernisme a la Stravinskij med buldrende trommer, hidsige strygere og en mere empatisk, følsom fløjte. Men stadig med retningen intakt i denne syntese af østlig mystik og vestlig eksperimenteren.

Chen Yi er i sit værk inspireret af forskellige aspekter ved den kinesiske kultur og har derfor ladet satstitlerne lyde navne som Lerfigurerne, De gamle totems og Det dansende blæk. Det er cd'ens mindst vægtige komposition, men stadig et interessant udtryk for det store kinesiske riges musikalske rigdom. De fire koncerter blev i øvrigt indspillet i forlængelse af en koncert, som Petri, dirigent og orkester gav i april i år, som kastede 5 stjerner af sig her i avisen. Det gør denne cd også. Køb den endelig!.



DZ
Der Neue Merker, August 2010

Hier entführt den interessierten Zuhörer die dänische Blockflöten-Virtuosin Mikala Petri in eine exotische Klangwelt. Begleitet wird sie von der Copenhagen Philharmonic unter der authentischen Leitung des chinesischen Dirigenten Lan Shui.

Die Konzerte stammen von vier zeitgenössischen chinesischen Komponisten: Tang Jianping (Fei Ge – Flying Song), Bright Sheng (Flute Moon), Ma Shui-Iong (Bamboo Flute Concerto) und der Komponistin Chen Yi (The Ancient Chinese Beauty—das jüngste und vielleicht interessanteste Werk, UA 4/08; mir gefiel es am besten).

Wenn es pompös wird, denkt man unwillkürlich an Dmitri Tiomkins „55 Tage in Peking“, wird es stimmungsvoll elegisch, erstehen vor einem Bilder der mystischen Wälder, wie man sie in künstlerischen asiatischen Fantasy-Filmen häufig sieht.—Sehr viel Aufschlussreiches lässt sich dem beiliegenden Booklet entnehmen. Eine ungemein angenehme musikalische Chinareise!






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12:47:40 PM, 17 April 2014
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