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Heinz Braun
Klassik heute, March 2012

Kennen Sie das? Sie hören nicht einmal zwanzig Sekunden einer neuen CD und sind schon vollends gebannt vom überwältigenden Klang und einer Musik, die mit Macht den Hörer in ihr eigenes Universum entführt—Liebe auf’s erste Hören sozusagen!

Ich finde kaum Worte, die geeignet wären, den Zauber zu beschreiben, der von dieser brillanten und poetischen, so noch nie gehörten Musik für Chor und Blockflöte ausgeht, die von vier skandinavischen Komponisten für Michala Petri komponiert wurde. Glückliche Komponisten! Idealere Interpreten als Petri und das ebenso phänomenale Danish National Vocal Ensemble unter Stephen Layton kann man sich nicht vorstellen. Sie meistern ihre teils aberwitzig virtuosen Partien mit einer Professionalität und einem hörbar emotionalen Engagement, das seinesgleichen sucht.

Michala Petri und Lars Hannibal von OUR Recordings haben offenbar ein untrügliches Gespür für Qualität und Originalität. Davon zeugen nicht allein die vielen, von der internationalen Kritik hoch gelobten Aufnahmen und innovativen Programme des noch relativ jungen Labels, auch die vier nordischen Komponisten dieser CD hat man mit Bedacht gewählt. Jedes Werk steht für eine eigenständige Künstlerpersönlichkeit, einen individuellen Stil.

Das mit fast einer halben Stunde Spieldauer längste Werk eröffnet das Programm: The Nightingale (nach Hans Christian Andersen) des lettischen Komponisten Ugis Praulins. Das 2010 für Petri geschriebene Stück beginnt in mystischer Atmosphäre, um sich nach und nach zu strahlendem Glanz emporzuschwingen. Meisterhaft verbindet Praulins in seinen konzertanten Tableaus Einflüsse aus Folk, Pop, Mittelalter und Renaissance mit klassischer Moderne und Anklängen an die große Chor-und Volksliedtradition seiner Heimat zu einem musikalischen Amalgam, das mit seiner hochoriginellen Klangsprache und zauberhaften Blockflötensoli sofort für sich einnimmt.

Daniel Börtz, einer der angesehensten schwedischen Komponisten der Gegenwart, hatte 2002 bereits ein Blockflötenkonzert für Michala Petri komponiert („Pipes and Bells“, zu hören auf der Grammy-nominierten CD Movements—OUR Recordings), als er sich nur wenige Jahre später anlässlich der Dreihundertjahrfeier des Geburtstages des großen schwedischen Naturforschers Carl von Linné erneut mit der Blockflöte beschäftigte: Herb, kühn und dramatisch, auf ganz eigene Art expressiv, gibt sich seine Nemesis divina (nach Texten von Linnés)—kraftvolle, reife Musik. Sunleif Rasmussen, der erste „akademisch“ ausgebildete Komponist von den im Staatenverbund mit Dänemark weitgehend autonomen Färöer-Inseln im Nord-Atlantik, überzeugt in One mit einer intimen, eher kammermusikalischen Faktur. In der Riege skandinavischer Komponisten darf natürlich Dänemark nicht fehlen, hier vertreten durch den 1968 geborenen Peter Bruun, der für Petri Two Scenes with Skylark auf Texte des victorianischen Dichters und Priesters Gerard Manley Hopkins verfasste, deren Chortextur traditionelle und sonoristische Elemente mischt.

Zum Standard bei OUR Recordings gehört neben der selbstverständlich audiophilen Aufnahmequalität die liebevolle Ausstattung des Beihefts mit kompletten Gesangstexten, Fotos und biographischen Abrissen der Komponisten und Künstler sowie ausgezeichneten, hilfreichen Werkeinführungen.

Eine der stimmigsten, zutiefst berührenden und gleichzeitig neuartigsten Blockflöten-Aufnahmen der letzten Jahre! © 2012 Klassik Heute




Norbert Tischer
Pizzicato, February 2012

Alle Chorsänger, die sich auch für zeitgenössische Chormusik interessieren, werden an dieser CD mit Weltersteinspielungen von Werken für Blockflöte und Chor Gefallen finden. Michala Petri und das ‘Danish National Vocal Ensemble’ laden ein zu einer musikalischen Nordlandreise. Die vier Werke, entstanden zwischen 2006 und 2011, entführen in geheimnisvolle Klanglandschaften. ‘Die Nachtigall’ des litauischen Komponisten Ugis Praulins basiert auf dem Märchen von Hans Christian Andersen, in dem die flötende Nachtigall über den Chorstimmen schwebt.

In seinem sehr suggestiven und stimmungsvollen Stück ‘Nemesis Divina’ schreibt der Schwede Daniel Börtz eine ätherische Engelsmusik. ‘I’, Sunleif Rasmussens Vertonung eines Gedichts von Inger Christensens, ist eine literarisch-musikalische Meditation über das menschliche Dasein. Der junge dänische Komponist Peter Bruun setzt sich mit dem Mystizismus des britischen Lyrikers Gerard Manley Hopkins auseinander.

Die auf die Wirkung der Stimmen im Klangraum setzenden Surround-Produktion hüllt den Hörer mit Tönen ein, die allesamt von oben zu kommen scheinen. Das ‘Danish National Vocal Ensemble’ beeindruckt dabei mit seinem sehr differenzierten und klaren, nuancenreichen und fein abgestimmten Singen, das immer einen Teil Mysterium in die Musik einbringt. © 2012 Pizzicato



Karsten Blüthgen
Sächsische Zeitung Dresden, January 2012

Für die dänische Flötistin Michala Petri scheint nichts unm¨glich. Jetz singt sie wie eine Nachtingall, und die klangtechnik brilliert dazu.

Wenn Michala Petri auftritt, dann lässt sie meist in irgendeiner Weise aufhoren. Da ist keine spur von Gewöhnung und Poutine—und dies, obwohl die Dänin ein Instrument spielt, bei dem mancher gähnend abwinkt: Blockflöte. Die scheinbar endlos wiederkehrenden Muster einer barocken Chaconne von Tomaso Antonio Vitali ermüden sie und auch den Hörer nicht. Viel zu ansteckend ist die Neugier, mit der sie die melodischen Variationen erobert. Seit 20 Jahren musiziert Michala Petri in Duo mit dem Lautenisten Lars Hannibal. Ihre Jubiläums—CD “Virtuoso Baroque” vereint Raritäten mit wohlbekanntem Sonatenwerk- Aber auch Bach, Händel und Telemann klingen hier so unverbraucht und rein, als seien die edlen Schätze gerade erst entdeckt worden.

“Ach Gott, wie ist das schön!”, seufzte der Fischer, al ser vom Uferwald her jene Nachtingall singen hörte, die spatter den Kaiser von China zu Tränen rühren sollte. Der ausgefeilte Gesang der Nachtingall muss jeden faszinieren, der ihn hören kann. Keinen Ersatz, wohl aber neuen Anlass, vor Ergriffenheit zu seufzen, bietet Ugis Praulins, der Hans Christian Andersens Märchen aufgegriffen und in packend lautmalerischer Art für Flöte und Choir vertont hat. Der litausche Komponist ehrt darin die Nachtingall des Dänen mit ¨bersinnlichen Charakterzeichnungen und fordert dabei den Interpreten einiges ab. Keinerlei Mühe, vielmehr höchste Genugtung verspürt man bei Michala Petri und dem Danish National Vocal Ensemble unter Stewphen Layton. Sie haben ”The Nightingale” und zudem drei weitere Werke erstmal eingespielt: ”Nemesis divina” des Schweden Daniel Börtz, ”I” vom Dänen Sunleif Rasmussen sowie ”2 scenes with Skylark” des D¨nen Peter Bruun. Es sind faszinierende Schlaglichter nordischer Musik der letzen fünf Jahre. Singstemmen und Flöte finden dabei in unterschiedlichsten Klanglandschaften und Ausdruckbereichen organisch zusammen.

Die beiden SACDs bieten nicht nur künstlirischen Hochgenuss. Wann die heimische Wiedergabetechnich auf den Prüfstand dtellen, wenn nicht hier? Vor allem kann man fragen, auf welchem teller sich diese Tönträger zu drehen und welcher Wandler ihre Signale aus der digitalen zurück in die analoge Welt holen sollte, um das Optimum an Klangkvalität herauszuholen. Denn das hier verwendete DXD-Format (=Digital eXtreme Definition) bedeutet unvorstellbar viel Information: die achtfache Zahl an Signalabtastungen sowie 256-mal feiner aufgelöste Messwerte gegenüber der herkömmlichen CD. Zuhören lohnt sich. So nah eie an dem, was Michala Petri, Lars Hannibal und die singenden Dänen gezaubert haben, war Digital Audio nur selten am geschehen. “Virtuoso Baroque”, “The Nightingale”, Michala Petri, Lars Hannibal, Danish National Vocal Ensemble, Stephen Layton. © 2012 Sächsische Zeitung Dresden






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5:17:16 PM, 30 August 2015
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