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Album Reviews



 
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PiRath
Pizzicato, March 2010

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DH
Concerti, March 2010

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Johannes Saltzwedel
Spiegel Online, February 2010

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DH
Concerti, February 2010

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Jens-Uwe Sommerschuh
Sächsische Zeitung Dresden, January 2010

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Sven Kerkhoff
www.musikansich.de, January 2010

Bei Kammerkantaten Alessandro Scarlattis (1660–1725) ist das Prädikat “Weltersteinspielung” leicht zu verdienen: Über 780 solche Werke hat der in Rom und Neapel wirkende Meister komponiert und die Quellenlage ist dabei noch immer problematisch und unübersichtlich. So verwundert es nicht, dass dieser musikalische Schatz bis heute in Edition und Diskographie weitgehend unerschlossen geblieben ist.

Einen kleinen Ausschnitt bietet nun eine bei Naxos erschienene CD, auf der die Sopranistin Susanna Crespo Held fünf dieser Kantaten vorstellt, die sich inhaltlich (Was sonst?) um den Liebesschmerz drehen und dabei einen klaren Zug in die Atmosphäre Arkadiens aufweisen. Scarlatti zeigt sich in ihnen ebenso als Meister der Klangrede wie der Tonmalerei. Melodische Süße paart sich mit feinziseliertem barocken Musikhandwerk. Vieles wirkt schwebend, delikat, ja fast zerbrechlich in seiner Überfeinerung—es ist die Entsprechung zur Malerei des Rokoko, wie wir sie etwa in Watteaus ländlichen Szenerien finden.

Diese Feinheit will in der Interpretation sorgfältig und mit großer Vorsicht nachvollzogen sein, sonst können die Kammerkantaten leicht blutarm oder dramatisch übersteuert wirken. Susanna Crespo Held meistert diese Gratwanderung mit ihrem jungen, klanglich dennoch gerundeten Sopran scheinbar mühelos, wobei man ihrer Stimme die Schulung und den positiven Einfluss von Montserrat Figueras und Jordi Savall anhört.

Das Ensemble Musica Poetica , das sich aus Mitgliedern renommierter anderer Orchester der Alte-Musik-Szene rekrutiert, begleitet feinsinnig und gibt der silbrigen Stimmfarbe Crespos die notwendigen dunkleren Samttöne im Hintergrund bei.

Eine rundum gelungene Prdouktion, die auch wegen der guten technischen Realisation und des kundigen, ausführlichen Booklettextes keine Wünsche offenlässt und die Anlass genug sein dürfte, Scarlattis Kantatenschaffen weiter nachzuspüren.





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