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Album Reviews



 
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www.musikansich.de, January 2010

Endlich Ohana! Erwähnt hatte agas diesen unglaublich faszinierenden Komponisten im März 2008 lediglich im Zusammenhang mit dem englischen Gitarristen Graham Anthony Devine, der damals mit einem erstklassigen Brouwer-Album beeindruckte und dessen Repertoire eben auch Ohanas Werke für die Zehnsaitige umfasst. Das war’s. Jetzt endlich gibt es von Graham “Maurice Ohana—Music for Ten-String Guitar” [Naxos Guitar Collection 8.570948] und damit einen glücklichen Anlass, diesen großen Modernisten besser kennen zu lernen. Ohana (1913–1992) kam in Nordafrika zur Welt und hatte seine Wurzeln auf Gibraltar und in Andalusien. Seine Kindheit verbrachte er In Marokko, Spanien und dem Baskenland, studiert hat er in Paris und Barcelona. Von 1950 bis ’57 schrieb er ein Gitarrenkonzert für Narciso Yepes und muss seitdem dem zehnsaitigen Instrument verfallen gewesen zu sein. Er hatte sich intensiv mit Flamenco beschäftigt, liebte Debussy und De Falla, aber bis heute muss man ihn zu den herausforderndsten Modernisierern rechnen, die je für Gitarre geschrieben haben. Graham hat zum Auftakt Ohanas “Tiento” gewählt, ausgerechnet das wohl einzige Werk des Komponisten für die Sechssaitige, als Einstimmung in diese Klangwelt aber gleich ein recht schweres Geschütz, 1957 geschaffen, doch schon mit vielen der Elemente, die im Laufe der Jahre wenn auch stetig verfeinert ganz typisch für diesen Avantgardisten bleiben. “Si le jour paraît…” von 1963f und knapp eine halbe Stunde lang, spielt im Titel auf Goyas Capricho “Si amanece vamos” an. Es umfasst sieben Sätze, die dem Gitarristen alles abverlangen an Technik, Timing, Dynamik und harmonischer “Aufgeklärtheit”, wilde, harte Rasgueados, diffizile Cluster und Akkordarpeggios, Perkussionseffekte auf Korpus und Saiten, die Ausnutzung der Saiten oberhalb des Sattels und jede Menge mehr. 1981f schreibt Ohana seinen “Cadran lunaire”, eine Mond-, nicht Sonnenuhr, ein knapp 22minütiges viersätziges Werk, das ebenfalls die Möglichkeiten der Zehnsaitigen exzessiv ausnutzt, dies aber—immerhin zwei Jahrzehnte nach “Si le jour…” merklich subtiler und komplexer tut und sich der Chronologie zum Trotz fürs erste Kennenlernen dieses hinreißenden, aufregenden Revolutionärs der modernen Konzertgitarre besser eignet als alles andere. Ein außerordentliches, nachdrücklich empfohlenes Album!






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11:37:47 AM, 18 September 2014
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