Classical Music Home

The World's Leading Classical Music Group

Email Password  
Not a subscriber yet?
Keyword Search
in
 
 Classical Music Home > Naxos Album Reviews

Album Reviews



 
See latest reviews of other albums...

ouverture - Das Klassik-Blog, September 2012

Nikolai Girschewitsch Kapustin, Jahrgang 1937, gehört zu jenen russischen Komponisten, die eine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift aufweisen. In seinen Werken kombiniert er klassische Formen mit Jazzklängen.
Zwar hat er in den 50er und 60er Jahren als Jazzpianist musiziert. Doch das fand Kapustin wenig reizvoll: “Ich war nie ein Jazz- musiker”, sagt der Komponist. “Ich habe nie versucht, ein wahrer Jazzpianist zu sein, aber ich musste es sein, um des Komponierens willen. Ich interessiere mich nicht für Improvisation – und was wäre ein Jazzmusiker ohne Improvisation? Alle Improvisation meinerseits ist natürlich niedergeschrieben und sie ist dadurch viel besser geworden; es ließ sie reifen.”

Die georgische Pianistin Catherine Gordeladze, die mittlerweile in Deutschland lebt, stellt auf dieser CD zwei wichtige Klavierzyklen von Kapustin vor. Die Acht Konzertetüden op. 40 aus dem Jahre 1984 erinnern an Werke von Liszt und Chopin. Sie klingen harmonisch, enorm kraftvoll und energiegeladen; man ist geneigt zu sagen, damit führt Kapustin das Genre ins 21. Jahrhundert. Aber wahrscheinlich ist den wirklichen Experten, die sich für zeitgenössische Musik mehr erwärmen können als die Autorin dieses Blogs, diese Musik zu popu- lär.

Das gilt erst recht für die 24 Präludien im Jazz-Stil op. 53 aus dem Jahre 1988. Sie nehmen eine Tradition auf, die wohl bei Chopin be- gann, der wiederum seine 24 Préludes op. 28 in der Auseinander- setzung mit Bachs Wohltemperirtem Clavier schuf. Anders als Bach, der chromatisch die Tonleiter “abarbeitete”, folgte Chopin jedoch dem Quintenzirkel, und ließ auf jedes Stück in Dur eines in der parallelen Moll-Tonart folgen. Etliche Komponisten ließen sich davon inspi- rieren, so beispielsweise Alexander Skrjabin, Sergej Rachmaninoff und Dmitri Schostakowitsch. Kapustin aber findet einen ganz eigenen musikalischen Zugang, und das Resultat ist sehr beeindruckend.

Ganz erstaunlich ist auch das Spiel der jungen Pianistin. Gordeladze überzeugt durch eine stupende Technik ebenso wie durch ihre zupackende, mitreißende Interpretation. Sie spielt Kapustin hörbar mit Vergnügen, und lässt diese komplexen Stücke swingen. In jeder Hinsicht eine Entdeckung! © 2012 ouverture - Das Klassik-Blog



Robert Nemecek
Piano News, March 2012

View PDF  


Radio Bremen, December 2011

Nikolai Kapustin ist ein Sonderfall in der aktuellen Musikwelt. Seine Stücke klingen wie Jazz, sind aber nicht improvisiert, sondern Takt für Takt genau notiert. Der 1937 geborene Kapustin lebt nach wie vor in Moskau und war Schüler des legendären Klavierpädagogen Alexander Goldenweiser am dortigen Konservatorium. Im Westen wurde seine Musik durch Pianisten wie Steven Osborne oder Marc-André Hamelin entdeckt, und nun wandelt auch die georgische Pianistin Catherine Gordeladze auf den Spuren dieses russischen Groove. Auf ihrer neuen CD spielt die in Frankfurt lebende Künstlerin Kapustins acht große Konzertetüden und die 24 Preludes in Jazz Style.

Catherine Gordeladze swingt wie ein alter Jazz-Hase

Catherine Gordeladze ist eine klassisch ausgebildete Pianistin, die schon ein sehr überzeugendes Haydn-Album aufgenommen hat. Hört man ihre neue Einspielung mit Stücken von Nikolai Kapustin, kann man kaum glauben, dass hier dieselbe Interpretin am Werk ist. Gordeladze swingt wie ein alter Jazz-Hase, hochvirtuos und mit einem ausgeprägten Sinn für das Timing und die rhythmischen Gemeinheiten des Klassik-Jazzers aus Moskau. Nicht jeder klassische Musiker kommt mit Kapustins Stücken zurecht, doch Catherine Gordeladze scheint ein Synkopen-Gen mitbekommen zu haben. Ihr Spiel klingt nie bemüht locker, sondern immer natürlich und voller Groove.

Nur wenige lebende Komponisten haben in den letzten Jahren so eine steile Karriere gemacht wie Nikolai Kapustin. Obwohl er in der russischen Musik mit seiner Stilistik ziemlich alleine dasteht, entwickelt er sich im Westen immer mehr zur Kultfigur. Catherine Gordeladzes neue Aufnahme bietet großes Klavierspiel, hier treffen sich Oscar Peterson und Sergej Rachmaninow zu einer unwiderstehlichen Mischung. Russische Musik einmal nicht triefend melancholisch, sondern unter Gordeladzes flinken Fingern mitreißend und voller Swing. © 2011 Radio Bremen






Famous Composers Quick Link:
Bach | Beethoven | Chopin | Dowland | Handel | Haydn | Mozart | Glazunov | Schumann | R Strauss | Vivaldi
4:44:14 PM, 20 September 2014
All Naxos Historical, Naxos Classical Archives, Naxos Jazz, Folk and Rock Legends and Naxos Nostalgia titles are not available in the United States and some titles may not be available in Australia and Singapore because these countries have copyright laws that provide or may provide for terms of protection for sound recordings that differ from the rest of the world.
Copyright © 2014 Naxos Digital Services Ltd. All rights reserved.     Terms of Use     Privacy Policy
-208-
Classical Music Home
NOTICE: This site was unavailable for several hours on Saturday, June 25th 2011 due to some unexpected but essential maintenance work. We apologize for any inconvenience.