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Album Reviews



 
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Christoph Schlüren
Crescendo (Germany), June 2015

ISASI, A.: String Quartets, Vol. 1 (Isasi Quartet) - Nos. 0 and 2 8.572463
ISASI, A.: String Quartets, Vol. 2 (Isasi Quartet) - Nos. 3 and 4 8.572464
ISASI, A.: String Quartets, Vol. 3 (Isasi Quartet) - Nos. 1 and 5 8.572462

Der Werdegang eines Komponisten, der in Bilbao geboren wird und bei Engelbert Humperdinck in Berlin studiert hat, mag außergewöhnlich sein. Noch außergewöhnlicher aber ist es, dass ein Streichquartett nicht nur seine Musik nach fast hundert Jahren uraufführt und einspielt, sondern sich sogar nach ihm benennt. Andrés Isasi (1890–1940) war neben Jesús Guridi einer der bedeutendsten baskischen Komponisten, und das in San Sebastián ansässige Isasi Quartet hat nun für Naxos die erhaltenen sechs Streichquartette aufgenommen. Die Tonsprache Isasis bildet eine sanfte, lyrische Synthese aus verhaltenen baskischen Wurzeln und gediegen spätromantischem Tonfall germanischer Herkunft. 1908 hörte Isasi in San Sebastián die Berliner Philharmoniker unter Richard Strauss, und seither war der Garmischer Komponist für ihn „die interessanteste Persönlichkeit unserer Zeit, die Schlüsselfigur“. Nur die ersten zwei seiner Quartette (Nr. 0 und 1 von 1908 und 1911) wurden zu Isasis Lebzeiten gespielt, doch substanzieller sind die späteren vier, die in gedrängter Abfolge 1920 bis 1921 entstanden. Isasi war vermögend und lebte zurückgezogen für sein Schaffen, das auch Sinfonien umfasst. Das fünfte Quartett, das er dem Gedenken Brahms’ widmete, ist das insgesamt gelungenste, doch als meinen Favoriten möchte ich die schwebende Aria bezeichnen, die möglicherweise aus seinem verschollenen siebten Quartett stammt, und in einem späten Preludio aus den Dreißigerjahren kommt sein indigenes Idiom deutlicher zum Ausdruck. Im Gespräch mit dem Bratschisten und Chefausgräber des Isasi Quartet, Karsten Dobers, erfuhr ich, dass viel Notenmaterial verlorengegangen ist und das Erhaltene fast keine dynamischen Bezeichnungen aufweist, was die Musiker zu eigenständigen Entscheidungen herausforderte. Warum hat man sich nach dem Komponisten benannt? „Das Isasi Quartet verbindet die Komplexität und Tiefe der deutschen Musikkultur mit südeuropäischer Lyrik und Sinnlichkeit—eine Verschmelzung, die man auch in den Streichquartetten von Isasi finden kann.“ © 2015 Crescendo (Germany)



Jorg Löskill
Das Orchester, May 2013

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Hans-Dieter Grünefeld
Ensemble Magazin für Kammermusik, September 2012

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