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Remy Franck
Pizzicato, June 2011

Mieczyslaw Karlowicz schrieb seine einzige Symphonie um die Jahrhundertwende und führte sie am 21. März 1903 mit den Berliner Philharmonikern auf. Wie die Musikwissenschaft aufgezeigt hat, wurde Karlowicz von der Philosophie Nietzsches, von den Ideen des Pessimismus und gleichzeitig von einer universellen Stilistik, wie sie von den Modernisten verkündet wurde, inspiriert. Irena Poniatowska schreibt dazu: “In musikalischer Hinsicht nahm er sich die Neudeutsche Schule zum Vorbild, orientierte sich an Richard Strauss, auch an Tchaikovsky und den Schöpfern der nationalen Schulen.”

Das Programm der Symphonie, die den Titel ‘Odrodzenie’ (Auferstehung oder Wiedergeburt) trägt, ist, wie Leszek Polony schreibt, “ein eigenartiges Gemisch verschiedener literarischer und philosophischer Motive, das Fin de siècle und Positivismus widerspiegelt, Nietzsches Willen zum Kampf sowie ein träumerisches Nachsinnen über das Jenseits.”

In der Einleitung des 1. Satzes (im Programm als ‘Requiem Aeternam’ bezeichnet) exponiert Karlowicz das Leitmotiv, das die Wiedergeburt ankündigt und im Finale dem erhabenen Choral vorangeht, dem eigentlichen Thema der Wiedergeburt. Der Satz ist streckenweise recht düster. Der zweite Satz symbolisiert eine ‘Welt der Nachtträume’, während im Scherzo ein leidenschaftliches Liebeslied einen Wirbel entfacht, der aber zum Absterben verurteilt ist. Das von den Fanfaren eingeleitete Finale zeigt das heroische Thema, danach das zweite, sehnsüchtige Thema in der Oboe und eine Variante der Hymne der Wiedergeburt, die noch vor der Coda zurückkehrt. Das Programm endet mit den Worten: “Der ersehnte Augenblick ist da, die Fesseln sind gesprengt. Triumphierend und froh, den Blick ins Jenseits gerichtet, steht die Seele da und weist allen Völkern den Weg zur Auferstehung.”

Nach Jerzy Salwarowski (bei Dux) dirigiert nun Antoni Wit das Werk mit demselben Orchester. Wit setzt ganz auf spannungsgeladenes Musizieren, das aus Kontrasten und Nuancen, Licht und Schatten, hellen und dunklen Farben besteht. Ein recht schlanker Klang und alerte Tempi verhindern jedes Pathos und geben der Symphonie einen wirkungsvoll dramatisch-rhetorischen Charakter.

Nicht weniger gut gelungen sind zwei Nummern aus der Bühnenmusik zu ‘Die weiße Taube’, die sowohl das Talent des Komponisten wie auch das des Dirigenten unterstreichen, stimmungsvolle Musik zu produzieren.






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8:42:25 PM, 13 July 2014
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