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Remy Franck
Pizzicato, February 2012

Tchaikovskys 5. Symphonie ist ein Werk, das schon viele Dirigenten vor gewaltige Pobleme gestellt hat. Was bedeutet diese Musik, die einerseits so schmissig und virtuos klingen kann, dass symphonische Brillanz sicher ein Weg ist, sie zu Gehör zu bringen, und die andererseits als Schicksalssymphonie bezeichnet wurde, mit viel Konfliktstoff und düsteren Passagen. Auch von ‘Per aspera ad astra’ war die Rede, und so mancher Interpret hat die Musik mit triumphierendem Finaljubel enden lassen.

Kitajenko macht das nicht, sein Finale lastet schwer und kann sich zu Jubel nicht aufraffen. Resignation kennzeichnet die Musik, in der sich der Kreis zum düster brütenden Ersten Satz schließt. Kitajenko zeigt die Ausweglosigkeit die “völlige Ergebung in das Schicksal oder, was dasselbe ist, in den unergründlichen Ratschluss der Vorsehung”, wie Tchaikovsky notierte, der den zweiten Satz der Symphonie mit den Worten “Nein, keine Hoffnung” kommentierte. Wo andere Dirigenten strahlende Höhepunkte ansteuern, bleibt die Musik bei Kitajenko matt und bedrückend, eben ohne Hoffnung. Dem Hörer macht es der Dirigent damit nicht leicht. Seine Interpretation wirkt verstörend, sie belastet. Kitajenko macht Erlebnismusik, er teilt mit uns Tchaikovskys Schwermut, sein Seufzen, seine Depressionen und verlängert diese Stimmungen sogar noch mit einer ebenfalls schwer geatmeten Pique Dame-Ouvertüre. © 2012 Pizzicato





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