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Remy Franck
Pizzicato, June 2012

Nur 26 Jahre wurde er alt, doch mit seinem ‘Stabat Mater’ hat Pergolesi der Nachwelt ein großartiges Vokalwerk hinterlassen. Früher erzielte es seine berührende Wirkung vor allem durch den ätherischen Gesang der Kastraten. Daher besetzt man heute die beiden Solopartien gerne mit Frauenstimmen. Hofstetter jedoch engagierte zwei Kontertenöre, den opulenten Kontertenor-Sopran Valer Barna-Sabadus und die etwas dunkler gefärbte Mezzostimme von Terry Wey. Es sind zwei vollklingende, warme Stimmen, die die Gratwanderung zwischen theatralischem Affekt und schlichter Darstellung wirklich bewundernswert bewältigen. Der beiden Verzierungskunst ist großartig, ihre stimmliche Agilität so brillant wie ihre Nuancierungskunst reich ist. Ihr Gesang ist auch sehr harmonisch, ohne Schärfe, und immer in deutlicher vokaler Abgrenzung. Selten hat man in diesem ‘Stabat Mater’ zwei Frauenstimmen so hundertprozentig komplementär singen gehört wie diese Kontertenöre.

Sie werden kongenial unterstützt vom ‘Neumeyer Consort’, das von Michael Hofstetter mit moderaten Tempi, ohne Forcieren, aber mit sehr viel Vitalität geleitet wird.

Leid, Klage, Trost, sie liegen so nahe beieinander in Pergolesis Werk, und in der ehrlichen und unprätentiösen Darstellung Hofstetters und seiner Solisten kommen sie in einer zu Kontemplation anregenden Art und Weise zum Ausdruck.

Das schwungvollere ‘Laudate Pueri’ wird von den beiden Solisten, dem Neumeyer Consort und dem Ensemble Barock Vokal unter Leitung von Michael Hofstetter mit Hingabe aufgeführt. Beeindruckend sind die Ausgewogenheit und die Transparenz des Klangbilds. © 2012 Pizzicato





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