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Alain Steffen
Pizzicato, March 2011

Finnische Urgewalt, welch ein Klangkosmos! Leif Segerstams drei Symphonien Nr. 81, 162 und 181 bilden den ‘Bergen-Zyklus’, wobei die Nummern nicht die Reihenfolge, sondern eine rechnerische und werkbezogene Überlegung des Komponisten sind. Segerstam hat diese Werke bewusst für Symphonieorchester ohne Dirigenten komponiert, um den Musikern gewisse Freiheiten innerhalb der Aufführung zu gestatten und natürlich um eine besondere Dynamik bei der Ausführung der Werke zu erlangen. “I wanted a performance to be a creative event, not a Prussian ploughing competition, which is what bar lines remind me of,” sagt Segerstam über diese Symphonien. Segerstams symphonisches Werk ist übrigens enorm: Rund 250 Symphonien hat der finnische Komponist geschrieben, in produktiven Jahren schafft er bis 30 (!) pro Jahr. Und dies scheint nicht auf Kosten der Qualität zu gehen, denn glaubt man den Kritiken, so sind Segerstams Werke untereinander sehr verschieden. Und wenn man sich diesen Bergen-Zyklus anhört—die drei Symphonien sind für das Bergen Philharmonic komponiert—so kommt man eigentlich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Segerstams Sprache fasziniert und zieht den Hörer permanent in seinen Bann. Das Bergen Philharmonic Orchestra spielt fantastisch und mit absoluter Präzision, so dass sich die Frage nach einem Dirigenten überhaupt nicht stellt. Und wenn es denn tatsächlich einen wirklichen Nachfolger für Jean Sibelius geben soll, dann verarbeitet wohl keiner die Urkraft der finnischen Musik so überzeugend und natürlich wie Leif Segerstam. Ein absolut gewaltiges Hörerlebnis!





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