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8.223226 - STRAUSS II, J.: Edition - Vol. 26
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Die Johann Strauß-Edition

Johann Strauß II., der berühmteste und bis in unsere Zeit hinein erfolgreichste Komponist der wienerischen Musik des 19. Jahrhundens, die zum Vorbild der Unterhaltungsmusik in der gesamten, von der europäischen Kultur geprägten, Welt geworden ist, wurde am 25. Oktober 1825 in Wien geboren. Er ist von der Tradition ausgegangen, die sein, ebenfalls berühmter, Vater, Johann Strauß I. (1804-1849), im Wettstreit mit Joseph Lanner (1801-1843) geschaffen hatte, konnte aber im Zusammenwirken mit seinen Brüdern Joseph (1827-1870) und Eduard (1835-1916) eine deran künstlerische Weiterentwicklung und Vollendung der übernommenen Form des "klassischen Walzers" erreichen, daß seine Werke nicht nur in den Tanzsälen willkommen waren, sondern auch in den Konzenprogrammen einen festen Platz erhielten. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat Johann Strauß II. nicht nur seine Heimatstadt Wien, die Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburgermonarchie im Zentrum Europas, sondern eben die ganze Welt mit seinen kunstvoll gestalteten, klangvollen Walzern, Polkatänzen, Quadrillen und Märschenfasziniert. Ab dem Jahre 1871 wendete der dreimal verheiratete "Walzer-König" Johann Strauß II. sein Interesse der Komposition von Operetten und sogar einer komischen Oper zu und vollendete neben seinen mehr als 500 Instrumental-Kompositionen auch sechzehn Bühnenwerke, darunter die "Operette der Operetten", die "Fledermaus". Die Instrumental-Kompositionen erreichten im populärsten aller Walzer, "An der schönen blauen Donau" (1867), ihren Höhepunkt. Johann Strauß II. ist nach einem Leben voller Triumphe und Ehrungen am 3. Juni 1899 in Wien gestorben.

Die Marco-Polo Edition ist ein Meilenstein in der Chronik der Strauß-Aufnahmen: sie bietet zum allerersten Male die vollständige Produktion aller Orchesterkompositionen von Johann Strauß. Die Arbeiten des "Wiener Walzer-Königs" sind trotz ihrer hohen Qualität und ihrer kulturhistorischen Bedeutung bisher noch niemals systematisch und komplett, unter Verwendung des noch vorhandenen Archiv-Materials in der ganzen Welt, aufgenommen und veröffentlicht worden. In dieser Produktion werden alle Werke so vollständig, wie dies nur möglich war, in der Original-Instrumentierung gespielt, also so, wie es sich Johann Strauß II., der ja auch ein Meister der Orchestrierung gewesen ist, ausgedacht und seinen Verlegern übergeben hat. Jede Aufnahme ist "echter Johann Strauß".

Electrofor-Polka schnell, op. 297
Das 19. Jahrhundert war nicht nur das Saeculum des Wiener Tanzes, des Walzers, es brachte den Völkern vor allem in Europa und in Amerika auch eine rasante Entwicklung der Technik. Die Verwertung der Dampfkraft ermöglichte einen ungeahnten Aufschwung der industriellen Produktion und des Verkehrswesens (durch die Erfindung und Entwicklung der Eisenbahn); aber auch die Entschlüsselung der Geheimnisse der Elektrizität hat das Leben der Menschen bereichert. Die Kompositionen aller Mitglieder der Familie Strauß haben diese Entwicklung gleichsam im Walzer-und Polka-Rhythmus begleitet. Johann Strauß-Vater schrieb im Jahre 1840 den Walzer "Elektrische Funken", op. 125; ihm folgte sein Sohn zunächst zwölf Jahre später mit der "Electro-magnetischen Polka", op. 110 (vgl. Vol. 19) und schließlich mit der "Electrofor-Polka" schnell, op. 297, die für den Ball der Techniker am Valentinstag (d. i. 14. Februar) 1865 geschrieben und an diesem Abend im Dianabad-Saal auch aufgeführt worden ist. Wahrscheinlich hat der Komponist selbst die Uraufführung geleitet. Die Reihe der "elektrischen Tanzweisen" setzte übrigens Eduard Strauß mit dem Walzer "Glühlichter", op. 216, den der "schöne Edi" beim Hofball des Jahres 1883 zum ersten Male vorgetragen hat, und schließlich im Jahre 1895 mit der Schnellpolka "Elektrisch" (ohne Opuszahl) fort. Die Schnellpolka "Elektrofor", eine der 19 Novitäten, die von den Brüdern Johann, Joseph und Eduard Strauß während des Karnevals 1865 uraufgeführt worden sind, fand auch während der Sommersaison in Pawlowsk bei St. Petersburg Beifall und Anerkennung. Obwohl Johann Strauß erst im Juli nach Rußland hatte reisen können, erlebte das Werk vielfache Aufführungen und wurde auch vom St. Petersburger Verleger Büttner – unter dem Titel "Elektrisch-Polka", op. 297 – in einer eigenen Ausgabe herausgebracht.

Sinngedichte, Walzer, op. 1
Der 15. Oktober des Jahres 1844 war ein wichtiger Tag für das Musikleben der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, ja für das Musikleben der ganzen Welt. An diesem 15. Oktober 1844 erschien um 6 Uhr nachmittags Johann Strauß-Sohn, kurz vor seinem 19. Geburtstag, im Casino Dommayer zum ersten Male als Musikdirektor einer kleinen Kapelle vor dem Publikum und spielte, mit der Geige in der Hand, inmitten eines anspruchsvollen Programms aus Opernouvertüren und Konzertpiecen seine ersten, eigenen Kompositionen auf. Ganz Wien wußte, daß diese Soiree dansante, zu der Strauß-Sohn eingeladen hatte, eine Sensation bedeutete: mit diesem Debüt stellte sich ja der junge Strauß demonstrativ gegen seinen Vater, der die Familie längst verlassen hatte. Nun mußte es sich zeigen, ob der Neunzehnjährige gegen seinen Vater bestehen, ob er sich in der Gunst der Wiener durchsetzen konnte, ob er also – "ein echter Strauß" war. Das Wissen um diese Sensation trug dazu bei, daß Ferdinand Dommayers nicht allzu großes Casino in der Vorstadt Hietzing (heute: 13. Wiener Bezirk) in der Nähe des Schlosses Schönbrunn schon am frühen Nachmittag dicht gefüllt war und die Besucher mit großer Spannung auf den Beginn des Konzerts und auf dessen Verlauf warteten.

Knapp nach 18 Uhr betrat der schmächtige Sohn des "regierenden Walzerkönigs" Johann Strauß, zu dessem populären Namen künftig das Wort Vater hinzukam, das Podium und begann bleich, aber gefaßt und entschlossen, mit der Ausführung des Programms. Das Publikum registrierte sofort begeistert den bravourösen Vortrag der Ouvertüre zur Oper "Die Stumme von Portici" von F.D. Auber durch die offenbar ausgezeichnet vorbereiteten Musiker; aber das Interesse konzentrierte sich naturgemäß vor allem auf die eigenen Kompositionen des jungen Musikdirektors. "Am Walzer erkennt man den Strauß!", das war die Überzeugung der Zuhörer! Sie wurden nicht enttäuscht: schon das erste Werk im Dreivierteltakt, das Strauß-Sohn vortrug, die Walzerpartie "Gunstwerber", die später als Opus 4 im Druck erschienen ist, gefiel sehr gut. Auch die weiteren Novitäten, die "Debut-Quadrille", op. 2, und die "Herzenslust-Polka", op. 3, enttäuschten nicht. Aber das Hauptwerk des Abends war die Walzerpartie "Sinngedichte", op. 1 , die nach einer respektvollen Verneigung des jungen Strauß vor seinem Vater (er spielte dessen Meisterwalzer "Loreley-Rheinklänge", op. 154) unter anerkennender Zustimmung der Anwesenden, unter denen sich natürlich auch Anhänger des "alten Strauß" befanden, mit allem nur möglichen Schwung und mit anmutiger Grazie vorgetragen wurde. Die Walzerpartie erinnerte in den Anfangstakten an einen der wichtigsten Walzer des im April 1843 verstorbenen Joseph Lanner, "Die Schönbrunner", op. 200, zitierte aber ganz unverkennbar auch den kurz vorher aufgespielten Walzer "Loreley-Rheinklänge": Strauß-Sohn sah sich also als Erbe beider, führender Repräsentanten der wienerischen Musik, als Erbe Lanners und seines Vaters! Es war ein hoher Anspruch – aber der junge Mann war imstande, diesen Anspruch zu erfüllen. Das bewies ihm der jubelnde Beifall des Publikums, der ihn dazu zwang, den Walzer "Sinngedichte" (unter "Sinngedichten" verstand man in Alt-Wien Beiträge für ein Poesie-Album; daher hielt sich vom ersten Tage an die Ansicht, der Sohn habe diesen Walzer gleichsam seiner Mutter ins Stammbuch geschrieben!) oftmals zu wiederholen. Das bewiesen ihm aber auch die begeisterten Berichte über den Verlauf seines Debüts in allen Journalen der Donaumetropole. Das später berühmteste Feuilleton ist mit ein paar Tagen Verspätung im "Wanderer" (Nr. 252) erschienen; es stammte von Franz Wiest und schloß mit den prophetischen Worten: "Gute Nacht, Lanner! Guten Abend, Strauß-Vater! Guten Morgen, Strauß-Sohn!"

L'Enfantillage, Polka française, op. 202
Die Errichtung von Kinderbewahranstalten war eine der wichtigsten, sozialen Einrichtungen der Donaumonarchie in der Ära der sogenannten "Gründerzeit" (etwa 1850 bis 1873). Als Kindergarten gibt es diese Institution, die es jungen Müttern erleichtert hat und auch heute noch erleichtert, einem Beruf nachzugehen, in unseren Tagen überall in der Welt, das Wort Kindergarten ist sogar in den Sprachgebrauch der Bewohner verschiedener Regionen eingegangen. Die ersten Kinderbewahranstalten sind durch die Privatinitiative eines Damenkreises entstanden, in dem die Zeichen der Zeit und ihres gesellschaftlichen Wandels rechtzeitig verstanden worden sind. Um Geld für die "Krippen" aufzutreiben, wurden in Wien u. a. Gesellschaftsbälle veranstaltet und für eine dieser Veranstaltungen, für den zweiten "Kinderball", der am 25. Januar 1858 in den Sofiensälen abgehalten wurde, hat Strauß als Widmungskomposition eine Zepperl-Polka nach der neuesten Tanzmode verfaßt und am Ballabend auch selbst vorgeführt. "Zepperln" heißt im Wiener Sprachgebrauch so viel wie trippeln, also sich mit kleinen Schritten bewegen. Dieses Zepperln bestimmt auch den Charakter des ersten Motivs der Polka "L'Enfantillage".

Das Werk hatte bei seiner Uraufführung spontan Erfolg. Der Referent der "Theaterzeitung" konstatierte in seinem Ballbericht: "Strauß' neueste Polka 'L'Enfantillage' ist eine der reizendsten Kompositionen und erregte bei der tanzlustigen Welt dasselbe Furore wie seinerzeit die 'Annen-Polka' [op. 117 aus dem Jahre 1852]. Die Polka ist eine der glücklichsten Tanzpiecen, die seit Jahren im Ballsaal produziert wurden, und wird in diesem Fasching wohl noch oftmals gespielt werden müssen, denn die Tanzlustigen wollen nur nach den verlockenden Tönen der 'L'Enfantillage' sich bewegen."

Der Verleger Carl Haslinger hat sich beeilt, den Erfolg des Werkes auszunützen und gleichzeitig auch von sich aus der neuen Tanzmode zu entsprechen, denn die Zepperl-Polka war schließlich die wienerische Ausgabe der Polka tremblante, die auch in Paris getanzt worden ist. Dieser Modetanz hat sich allerdings nicht lange in der Publikumsgunst gehalten und ist aus den Tanzsälen rasch wieder verschwunden; im Gegensatz zur Polka "L'Enfantillage" von Johann Strauß, die nach ihrem Erscheinen Mitte Februar 1858 bei Haslinger zahlreiche Auflagen erlebt hat und in den Strauß-Konzerten auch noch in den siebziger und achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts gespielt worden ist. Sie gehört auch zum Repertoire der Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker.

Industrie-Quadrille, op. 35
Der rasche Aufbau zahlreicher Industriebetriebe in allen europäischen Staaten und die verbesserten Verkehrsverbindungen durch die Errichtung eines Netzes von Eisenbahnlinien machten es wünschenswert und notwendig, die Industrieprodukte sowohl einzelner, nationaler Regionen als auch internationaler Staatenverbände in Ausstellungen sowohl den Interessenten als auch einem breiten Publikum vorzuführen. Industrie-Ausstellungen hat es wohl zuerst in Großbritannien gegeben, dann aber auch in Frankreich und in der Donaumonarchie.

Die Stadt Baden bei Wien, die zur Zeit des Kaisers Franz I. (1768-1835) einen grandiosen Aufschwung erlebt hatte, stellte sich auf diese Entwicklung sehr frühzeitig ein und veranstaltete im Jahre 1847 eine Industrie-Ausstellung. In das gesellschaftliche Rahmenprogramm wurde auch eine Reunion im prächtigen Redoutensaal Badens aufgenommen. Es war eine willkommene Gelegenheit für den jungen Strauß-Sohn, die ohnedies nicht sehr große Anzahl seiner Engagements durch eine Mitwirkung in der Kurstadt Baden zu vermehren. Selbstverständlich schrieb er für diesen Anlaß eine Widmungskomposition, eine sehr gefällige Quadrille, die er dem Komitee des Industrieballes widmete. Das Werk hatte Erfolg und erlebte offenkundig mehrere Auflagen. Denn der Verleger H.F. Müller, der die Klavierfassung der Erstausgabe "nur" mit einem Bild des Redoutensaales versehen hatte, ließ auf einer späteren Publikation auch die Widmung aufdrucken: "Den Ausschüssen des am 27. Jänner in Baden stattgefundenen Industrie-Balles". Nun – wie es schon so geht mit späteren Erinnerungen: der Gestalter des Titelblattes hat sich geirrt; in einem Bericht des für damalige Verhältnisse modernen Blattes "Gegenwart" hieß es nämlich (Nr. 30 vom 6. Februar 1847).

"Die erwähnte Soiree dansante unter dem Namen 'Industrie-Reunion' fand am Samstag, den 30. Januar in Baden statt und wurde von einer ebenso zahlreichen als nach Verdienst und Stellung sehr gewählten Gesellschaft besucht. Herr Strauß-Sohn trug mit seinem trefflichen Orchester zum ersten Male eine neue Quadrille, betitelt 'Industrie-Quadrille' vor, welche so sehr gefiel, daß sie mehrere Male wiederholt werden mußte."

Werk und Aufführung brachten also dem jungen, um Anerkennung ringenden Musikdirektor Strauß einen willkommenen Erfolg; trotzdem hat sich kein Original-Orchestermaterial und auch keine Kopistenabschrift der Partitur erhalten. Daher mußte die "Industrie-Quadrille" für diese Aufnahme von Prof. Ludwig Babinski instrumentiert werden.

Juristen-Ball-Tänze, Walzer, op. 177
Es war wie alljährlich im Fasching der mittleren fünfziger Jahre: das Ballkomitee der Juristen engagierte für seinen Ball im Fasching 1856 die Strauß-Kapelle und erwartete, daß bei diesem Anlaß der junge Musikdirektor Johann Strauß zum Tanz aufspielen und einen Widmungswalzer mitbringen werde. Johann Strauß nahm das Engagement und den Auftrag zur Komposition eines Walzers an. Dann schrieb er eben wieder eine fünfteilige Kette sorgfältig aufeinander abgestimmter Melodien im Dreivierteltakt, erfand eine passende Einleitung und verarbeitete die besten Motive in der Coda. Alles war nun schon Routine. Vielleicht, daß dem Komponisten diesmal besonders gefällige Impressionen zu Gebote standen. Um geniale Einfälle war Johann Strauß ja niemals verlegen. Aber daß dieses Werk etwas Besonderes sei, glaubte wohl auch der Komponist nicht. Der Walzer erhielt einen ganz schlichten Titel, "Juristen-Ball-Tänze". Kein Begriff aus dem Bereich der Juristen wurde ausgewählt, keine Anspielung auf Götter oder Dämonen, kein Bezug etwa aufs klassische Altertum. Nein – ganz einfach: Walzer für den Juristenball 1856.

Am 14. Januar 1856 wurde das Werk von seinem Komponisten beim Ball der Juristen im Sofiensaal vorgetragen, anschließend wurde die Druckausgabe den "Hörern der Rechte an der Universität Wien" zugeeignet. In den Zeitungen gab es einige, lobende Erwähnungen des Werkes: das "Fremden-Blatt" konstatierte am 16. Januar, Strauß habe mit seinen neuen "Juristen-Tänzen" [!] reichen Beifall gefunden, und in der "Wiener Zeitung" hieß es, ebenfalls am 16. Januar: "Die von Kpm. Strauß neu komponierten 'Juristenwalzer' [!] werden noch manch' andere Ballnacht mit ihren lebendigen Tonbildern elektrisiren." Am 17. Januar war dann auch noch im "Wanderer" zu lesen: "Strauß' neueste Walzer 'Juristenball-Tänze' sind wieder so schwungvoll und elektrisierend wie ihre Vorgänger." Mit diesem Urteil wurde der neue Walzer gleichsam eingeordnet in die Reihe seiner Nachbarn im Dreivierteltakt.

Und doch hatte dieser Walzer ein besonderes Schicksal. Als Johann Strauß das Werk anläßlich seines Debüts als Dirigent der Sommerkonzerte in Pawlowsk bei St. Petersburg vortrug, elektrisierten Melodien und Vortrag das Publikum, rissen es zu Begeisterungsstürmen hin. Strauß mußte den Walzer wiederholen und bei den folgenden Konzerten immer wieder spielen. Die "Juristen-Ball-Tänze" wurden der Lieblingswalzer des russischen Publikums. Die Melodie des ersten Walzers wurde in den "Fürst Bariatinsky-Marsch", op. 212 (vgl. Vol. 16), aufgenommen und als Strauß im Jahre 1886 zum letzten Male nach Rußland reiste, führte er im Gepäck selbstverständlich den Schlager aus 1856 wieder mit und mußte ihn abermals spielen. Die "Juristen-Ball-Tänze" waren in Rußland beliebt und populär geblieben – und sind es noch heute!

Gut bürgerlich, Polka française, op. 282
Johann Strauß hat für den Karneval 1864 vergleichsweise wenig komponiert: das im Jahre 1863 über ihn von den Ärzten verhängte Arbeitsverbot wirkte wohl noch nach, und überdies hatte sich der Walzerkönig auf Drängen seiner Gattin Jetty vielleicht um diese Zeit zum ersten Male mit dem Gedanken befaßt, seine Musik für Bühnenwerke zu verwenden, also ebenfalls Operetten zu liefern. Eine Notiz in der Theaterzeitung "Der Zwischenakt" vom 13. Januar 1864 deutet darauf hin.

Wie dem auch gewesen sein mag: jedenfalls mußten die Veranstalter des traditionsreichen Bürgerballes, der im Fasching 1864 am 26. Januar im Redoutensaal der Hofburg stattfand, sich damit begnügen, daß Johann Strauß diesmal keinen großen, repräsentativen Walzer, sondern nur eine Polka française widmete. Er gab dem Werk, das er am Ballabend dann auch persönlich aufgespielt hat, den Titel "Gut bürgerlich". In den Berichten über die glanzvolle Veranstaltung in der kaiserlichen Hofburg wurde die Komposition ebensowenig gewürdigt wie in den Artikeln der Wiener Zeitungen über die Karnevalsrevue 1864 der Brüder Strauß, bei der Johann, Joseph und Eduard ingesamt 18 Novitäten vorgetragen haben. Auch während der Sommersaison 1864 in Pawlowsk bei St. Petersburg wurde ausgerechnet die hübsche Polka "Gut bürgerlich" nur wenig beachtet: es gab in Rußland nur 17 Aufführungen des Werkes. Immerhin ist die Polka unter dem geänderten Titel "La sérieuse" auch im Verlag Büttner in St. Petersburg erschienen. Etwa 35 Jahre später kam das Werk dann doch noch zu Ehren: es wurde von Kapellmeister Adolf Müller junior beim Musikarrangement für die Operette "Wiener Blut" berücksichtigt, und zwar im zweiten Akt, beim Duett Gräfin und Graf mit dem Text: "Ich war ein echtes Wiener Blut". Genau das bietet die Polka auch: echt wienerische, anmutige und beschwingte Tanzmusik.

Sofien-Quadrille, op. 75
Der Sofiensaal in der einstigen Vorstadt Landstraße (heute: 3. Bezirk) hat seine Rolle als Stätte des Tanzvergnügens und der Geselligkeit im Wiener Leben bis in unsere Zeit hinein erhalten und behaupten können: erst im Jahre 1990 ist das beliebte Etablissement – angeblich wegen Renovierung, wahrscheinlich aber für immer – geschlossen worden. Es gab immerhin einen wehmütigen Abschied von einem langen Kapitel in der Chronik der Donaustadt, das freilich zu den amüsantesten gehört.

Die Geschichte des Sofiensaales begann noch in der Ära des Biedermeier. Damals kam der junge Kaufmann Franz Morawetz (1789-1868) aus seiner böhmischen Heimat nach Wien und gründete im Jahre 1826 ein damals für die Kaiserstadt neuartiges "russisches Bad" (heute würde man die Anlage als Sauna bezeichnen: es war ein Dampfbad, verbunden mit einem Kaltwasserbecken). Das Unternehmen Morawetz' fand regen Zuspruch und wurde auch von Arzten zur Heilung verschiedener Leiden empfohlen. Das Glück des jungen Mannes war gemacht, als es gelang, der Erzherzogin Sophie Friederike (1805-1872), der Gattin des Erzherzogs Carl und Mutter des späteren Kaisers, in seinem Bad zur Heilung eines hartnäckigen Leidens zu verhelfen.

Die Gunst des Kaiserhofes ermöglichte es Morawetz, die Anlagen zu vergrößern und zu einer mehrteiligen Badeanstalt auszubauen, die am 14. Januar 1838 unter dem Namen Sofienbad eröffnet wurde. Sechs Jahre später ließ sich der unternehmungslustige Morawetz, obwohl er indessen das Augenlicht verloren hatte, dazu überreden, das Schiwmmbecken des Bades zu überdecken und die Halle in einen Ballsaal zu verwandeln, der während der Wintermonate für Tanzvergnügen und gesellschaftliche Veranstaltungen verwendet werden konnte. Mit dem Umbau wurden die später berühmten Architekten Eduard van der Nüll und August Siccard von Siccardsburg beauftragt (sie errichteten in der Folge u. a. das Carltheater in der Leopoldstadt und die Wiener Hofoper am Ring, die heutige Staatsoper). Am 21. Januar 1846 wurde der neue Sofienbad-Saal eröffnet, und zwar mit einem Festabend, an dem Johann Strauß-Vater mit einer 40 Mann starken Kapelle aufspielte. Ab diesem Tage fanden ungezählte, repräsentative Bälle, Konzerte und Versammlungen in diesem Saale statt: daher ist der Name Sofienbad-Saal (er wurde später, nach Schließung der Badeanstalt und einem neuerlichen Umbau in Sofiensaal vereinfacht) mit zahlreichen .Novitäten der wienerischen Komponisten (Strauß-Vater, alle drei Söhne, C. M. Ziehrer, Karl Komzak u. v. a.) untrennbar verbunden. Solange Johann Strauß-Vater lebte, dirigierte er alle Veranstaltungen im Sofienbad-Saal. Aber unmittelbar nach seinem Tod im Herbst 1849 ließ der Unternehmer Morawetz ankündigen, in der Saison 1850 werde Strauß-Sohn die Nachfolge seines Vaters auch im Sofienbad-Saal antreten. (Die Strauß-Kapelle blieb in diesem Etablissement bis zum Rückzug Eduards im Jahre 1901, auch Johann Strauß-Enkel hat noch im Sofiensaal konzertiert!) Für sein erstes Auftreten im Sofienbad-Saal hat Johann Strauß-Sohn die "Sofien-Quadrille" komponiert und das Werk am 13. Januar 1850 zum ersten Male aufgespielt. Leider ist das Original-Orchestermaterial dieses erfolgreichen, von der zeitgenössischen Presse sehr vorteilhaft beurteilten Werkes nicht erhalten geblieben: Herr Professor Babinski hat daher nach dem Klavierauszug eine Neufassung hergestellt, die bei dieser Aufnahme zum ersten Male verwendet worden ist.

Künstlerleben, Walzer, op. 316
Der Walzer "Künstlerleben" verweist ebenso wie sein Nachbar im Werksverzeichnis, "An der schönen blauen Donau", auf die Chronik des Wiener Lebens nach dem Deutschen Krieg von 1866, der mit der Niederlage der Donaumonarchie in der Schlacht von Königgrätz ein jähes und für Österreich bitteres Ende gefunden hatte. In der Folge mußte die Habsburgermonarchie ihre Position im Konzert der europäischen Völker räumen – das drückte auf die Stimmung in allen Kreisen der Bevölkerung. Im Fasching 1867 wurden daher zahlreiche Repräsentationsbälle überhaupt abgesagt, auf den verbliebenen aber war die Stimmung lustlos, auch der Besuch ließ zu wünschen übrig.

Die Tanzkapellmeister Wiens standen vor der fast unlösbaren Aufgabe, mit ihren neuen Walzern und Polkatänzen jene "ungeheure Heiterkeit" heraufzubeschwören, die sich einstmals im Fasching der Donaustadt ganz von selbst eingestellt hatte. Aber das kaum Erwartete gelang: vor allem die Brüder Johann und Joseph Strauß zwangen die unbeschwerte Lebensfreude in ihre Heimatstadt zurück, indem sie gerade damals eine Serie von Meisterwerken schrieben, in denen sich die verloren geglaubte Lebenslust schöner und beschwingter als jemals zuvor ausprägte. So folgte beispielsweise auf den "Delirien"-Walzer von Joseph Strauß mit nur wenigen Tagen Abstand dessen hinreißende Schnellpolka "Allerlei", und auf den Walzer "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß dessen Walzerpartie "Künstlerleben".

Sie gehörte zu jenen Tanzweisen, die Wien noch einmal zur Stadt der "Tänzer und Geiger" werden ließ. Weil die Künstlervereinigung "Hesperus", für deren Ballfest am 18. Februar 1867 im Dianabad-Saal sie bestimmt war , Wert darauf legte, daß sich an diesem Abend nur die eleganteste und nobelste Gesellschaft in diesem sonst von der Demimonde bevorzugten Etablissement einfand, ließ sich auch Johann Strauß einen betont noblen und eleganten Walzer einfallen. Längst schon war er ein Meister darin, in einem breiten Fächer der verschiedensten Tanzcharaktere alle Nuancen des Wiener Lebens widerzuspiegeln.

Johann Strauß hat seinen Walzer "Künstlerleben", in dessen Motiven sich seine eigene, hohe Meinung von der Würde der Kunst ausdrückt, in Wien selbst zum ersten Male aufgespielt, und als er im Sommer 1867 in Paris am Rande der Weltausstellung Konzerte gab, gehörte dieses Werk zu jenen erfolgreichen Stücken, die dazu beigetragen haben, daß Jetty Strauß in einem Brief nach Hause berichten konnte: "Die Leute sind einfach verrückt nach dieser Wiener Musik!".

Louischen-Polka française, op. 339
Am Ende der ereignisreichen Sommersaison 1869, die Johann Strauß zusammen mit seinem Bruder Joseph bestritt (auch Jetty Strauß war in Pawlowsk dabei und bewährte sich als umsichtige Hausfrau und Helferin), verabschiedete sich Johann von seinem wie immer begeisterten Publikum mit einer fröhlichen Polka, die er unter dem Titel "Nitschewo" ankündigen ließ. Das einst im Zarenreich wie auch in unseren Tagen beliebte Wort, das so viel bedeutet wie "es ist nichts, es macht nichts aus", war natürlich den Gästen der Konzerte wohlvertraut und trug daher dazu bei, daß die Polka mit viel Beifall und fröhlichem Lächeln aufgenommen wurde. Strauß hat das Werk wohl – wie es später in Wien annonciert worden ist – für das Abschiedskonzert in Pawlowsk bei St. Petersburg komponiert, aber dann hat er es doch bereits einige Tage früher, nämlich am 22. September 1869 (d. i. der 10. September nach dem russischen Kalender) beim Orchesterbenefiz zum ersten Male vorgetragen. Es stand dann bis zum Saisonschluß am 10. Oktober (= 28. September) noch zweimal auf dem Programm.

Für die Aufführungen in Wien und für die Veröffentlichung im Verlag C. A. Spina erhielt das Werk einen anderen Titel: während es der Verleger Büttner in St. Petersburg korrekt als "Nitschewo-Polka" herausgegehen hat, hieß es daheim und bei Spina "Louischen-Polka".

Welchem (Wiener?) Louischen zuliebe man den Titel geändert hat, ist unbekannt. Das anmutige Werk wurde später von Kapellmeister Adolf Müller in die Reihe jener Kompositionen von Johann Strauß aufgenommen, aus denen er die Musik zur Operette "Wiener Blut" arrangiert hat. Es findet sich als Zitat im Auftrittslied des Dieners Josef zu dem Text "Anna! Anna! Anna! Ich such' jetzt da".

Es war so wunderschön, Marsch, op. 467
Johann Strauß hat sich durch den Mißerfolg seiner Operette "Jabuka", die am 12. Oktober 1894 zum ersten Male über die Bretter des Theaters an der Wien gegangen ist, keineswegs entmutigen lassen. Als ihn das nächste Projekt, das ihm der Autor Gustav David (recte: Davis, 1856-1951) vorlegte, zu neuer Arbeit inspirierte, war er davon überzeugt, daß er mit diesem Stück (es erhielt den Titel "Waldmeister") wieder Glück haben werde. So war es auch: für das Libretto des geschickten Schriftstellers David erfand Johann Strauß eine Reihe von Melodien, die ihren Platz unter den besten Kompositionen zugewiesen erhalten haben. Aus diesen Motiven hat Strauß dann auch einen Marsch arrangiert, der nach einem Couplet aus dem dritten Akt der Operette "Waldmeister" benannt worden ist, "Es war so wunderschön". Aus dieser Musik stammt das erste und zweite Thema des Marsches; im Trio wurden Motive aus dem zweiten Akt-Finale und aus dem Couplet des Erasmus, "Nu, hören Se, nu, sehen Se" verwendet. Dieses Couplet, das bei den Wiener Aufführungen der Operette "Weldmeister" von Alexander Girardi im sächsischen Dialekt vorgetragen wurde, mußte am Premierenabend natürlich wiederholt werden. Doch der Erfolg des Marsches hat schließlich die Erinnerung an den grandiosen und genialen Schauspieler Girardi verdrängt: das Werk wird nun gern gespielt, wenn Nostalgie gefragt ist: "Es war – damals! – so wunderschön ...".

PS: Die erste Aufführung des Marsches dirigierte Eduard Strauß an seinem 61. Geburtstag (also am 15. März 1896) bei seinem Sonntagskonzert im Musikverein.

Pasman-Polka (zu op. 441)
Viel mehr Erfolg als mit dem "Pasman-Walzer" hatte Johann Strauß mit der Polka, die er aus dem Themenmaterial der Ballettmusik herausarbeitete. Er behielt dabei die Hauptteile der Ballett-Polka bei und sorgte nur für jene Ergänzungen, die zur Umgestaltung in eine formgerechte Tanzkomposition notwendig waren. Es war im Grunde dasselbe Verfahren, das Johann Strauß immer angewendet hatte, wenn er nach einem Operetten-Couplet eine Polka schrieb: er paßte das musikalische Material des Couplets durch Verlängerung oder Verkürzung des Themas der traditionellen, exakt festgelegten Form des Polkatanzes an. Genau so verfuhr Strauß auch bei der "Pasman-Polka".

Die Uraufführung dieses Werkes erfolgte durch mehrere Militärkapellen, und zwar am 3. Januar 1892. Eduard Strauß folgte am 6. Januar mit der Präsentation der "Pasman-Polka" in seinem Konzert im Musikverein.

Pasman-Walzer (zu op. 441)
Der Abend der Uraufführung seiner komischen Oper "Ritter Pasman" in der Wiener Oper sollte der künstlerische Höhepunkt im Leben des Walzerkönigs Johann Strauß werden. Das wünschte sich der Komponist, der als "Vorstadtmusikant" – so hat er sich selbst wiederholt bezeichnet – seine Karriere begonnen hatte. (Vgl. "Sinngedichte", Walzer, op. 1.) Nach dem Erfolg seines, ebenfalls zunächst als komische Oper geplanten, Bühnenwerkes "Der Zigeunerbaron" hatte Strauß zielstrebig den Weg ins Opernhaus an der Wiener Ringstraße eingeschlagen. Mehr als drei Jahre hat er an der Partitur gearbeitet, zu der ihm der angesehene Literat und Politiker Ludwig Doczy das Textbuch geschrieben hatte. Aber der Abend des 1. Januar 1892, an dem "Ritter Pasman" auf der Bühne des k. k. Hof-Operntheaters in Wien erschien, brachte Johann Strauß statt des erhofften Triumphes eine bittere Enttäuschung: seine Musik, die zuerst in den Ballsälen der ganzen Welt, dann auch in den Operettentheatern das Publikum mitgerissen hatte, konnte diesmal das Opernpublikum nicht begeistern. Es wurde ein "Durchfall mit höflichem Applaus" und nach nur neun Vorstellungen verschwand das Spiel um den ungarischen Ritter, seine schöne Gattin Eva und den jungen König der Magyaren wieder von der Bühne des Wiener Opernhauses.

Nur einmal war an diesem Abend spontaner Beifall zu hören gewesen: bei der großen, dreiteiligen Ballettszene des 3. Aktes. Ein mehrfach gegliederter Walzer, eine flotte Polka und zuletzt ein rasanter Csardas rissen – wie man in Theaterkreisen sagt – dem Publikum den Beifall aus den Händen.

Als Johann Strauß noch während des entnervenden Wartens auf die immer aufs neue verschobene Uraufführung seiner Oper "Ritter Pasman" daran ging, nach seiner bereits zur Tradition gewordenen Gewohnheit aus den musikalischen Motiven des Bühnenwerkes Tanzkompositionen zu arrangieren, griff er ganz selbstverständlich auf die Ballettmusik zurück.

Besonders schwierig war die Gestaltung des "Pasman-Walzers". Der Opernkomponist Johann Strauß wollte einen symphonisch gestalteten Walzer schreiben, der zwar für den Konzertsaal, nicht aber für die Tanzsäle geeignet war. Nun machte sich Strauß damals Gedanken über eine Walzerform, die eine langsame Einleitung nach Art der Polonaise vor dem Aufklingen des eigentlichen Tanzwalzers bieten sollte, aber damit löste er nur eine weltweite Diskussion aus; zu einer praktikablen, überzeugenden Lösung gelangte er jedoch nicht. In der Ballettszene in der Oper "Ritter Pasman" konnte Strauß im Sinne seiner Überlegungen experimentieren: bei dem aus dem Walzerteil dieser Ballettmusik entwickelten "Pasman-Walzer" setzte sich aber zuletzt doch wieder die traditionelle Walzerform – die Aufeinanderfolge von Introduktion, mehreren Walzerteilen und Coda – mit zwingender Logik durch. Als Strauß dies erkannt hatte, gestaltete er aus dem Themenmaterial, das für das Opernhaus erfunden worden war, auf sehr kunstreiche Art eine Partitur, die zu den kontrastreichsten Arbeiten seines Lebenswerkes gehörte: aber gerade die schroffen Kontraste in den einzelnen Walzerteilen und in ihrer Aufeinanderfolge nahmen dem Werk die Durchschlagskraft, die Faszination auf das Publikum. Natürlich wiegt man sich unwillkürlich, wenn inmitten des "Pasman-Walzers" die liedhafte Melodie des "Eva-Walzers" aufklingt, bereitwillig gibt man sich dem Schwung des Ausklanges der Coda hin, in dem das erste Walzermotiv zur Krönung des Werkes noch gesteigert wird, aber ein Ganzes wird aus den einzelnen Teilen eigentlich nicht. Man bewundert den Walzer, aber er ist "nur" Kunstwerk, wird nicht zum Erlebnis. Niemand hat das genauer erkannt, als Eduard Strauß: er weigerte sich geradezu, den "Pasman-Walzer" ins Repertoire der Strauß-Kapelle aufzunehmen. Johann Strauß rügte ihn deshalb. Eduard spielte den "Eva-Walzer", den der Verleger Fritz Simrock gesondert herausgeben ließ, spielte selbstverständlich Polka und Csardas. Aber die Uraufführung des "Pasman-Walzers" überließ er den Militärkapellen, die das Werk denn auch am 6. Januar 1892 in mehreren Etablissements dem Publikum vorführten. Erst im Abstand von vier Tagen folgte Eduard mit einer einzigen Aufführung im Musikverein. In der Folge blieb der "Pasman-Walzer" eine bewunderte Rarität, ein Werk für den Kenner – aber nicht für ein breites oder gar weltweites Publikum.


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