About this Recording
8.557593-94 - PHILIDOR, F-A.D.: Carmen saeculare / Overtures
English  German 

François-André Danican Philidor (1726–1795)
Carmen Sæculare

 

Den Beinamen, den verschiedene Mitglieder der weitläufigen Musikerfamilie trugen, erhielt der Urgroßvater des hier in Rede stehenden François-André Danican Philidor: Michel Danican war Oboist im Dienste König Ludwigs XIII. und beherrschte sein Fach offenbar in solchem Maße, dass Seine Majestät geruhten, ihn mit einem berühmten zeitgenössischen Kollegen aus Italien zu vergleichen. Zumindest werden ihm die Worte in den Mund gelegt, er habe in Danican wohl seinen „zweiten Filidori” gefunden. Der eigentliche Familienname ist eine gallisierte Version des schottischen „ Duncan ”, womit auch klar ist, wo die Familie ursprünglich herkam. Michel Danicans Sohn Jean, und folglich der Großvater unseres François-André, ging seinen Weg als Komponist und vor allem als Oboist, wobei er in dieser Eigenschaft bei den Königlichen Musketieren diente, dann als Krummhornist und Spieler der Tromba Marina an die Grande Ecurie kam und dort seit 1659 als oboiste et fifre de chambre wirkte. Gleichermaßen spielte auch sein Sohn André, der Vater von François-André, das Krummhorn und die Tromba Marina in dieser königlichen Institution; fernerhin war er von 1667 bis 1677 Oboist bei den Königlichen Musketieren. Er gehörte 1670 zu den Musikern, die bei der Premiere von Molières Le bourgeois gentilhomme eingesetzt wurden, und durch Jean-Baptiste Lully wurde er in die Académie royale de musique aufgenommen. An der Grande Ecurie erfüllte er verschiedene Funktionen, indessen ihn die Listen der Chapelle Royal als Flötisten und Spieler des Basskrumm-horns führten. 1683 wurde er zur garde de la bibliothèque du roi ernannt und spielte fortan eine wichtige Rolle bei der Einrichtung der königlichen Musikbibliothek. Auch kümmerte er sich darum, für verschiedene Mitglieder der Königsfamilie und des Adels Sammlungen zu gestalten. Von 1690 bis 1716 war er Krummhornist und Oboist bei den Petits violons de la chambre du roi.

François-André Danican wurde am 7. September 1726 in Dreux (bei Versailles ) als erster Sohn des inzwischen bereits betagten Vaters und seiner jungen zweiten Frau geboren. Als Knabe war er Chorist an der Chapelle Royale zu Versailles, deren maître de chapelle André Campra ihn unterrichtete. 1738 erklang hier auch die erste Motette des Knaben. Als seine Stimme brach, schied er aus dem Chor aus, um nach dem Tode des Vaters seinen Lebensunterhalt mit Unterrichten und Notenschreiben zu verdienen. 1743 wurde ein weiteres Werk bei den Concerts spirituels aufgeführt, die einer seiner Halbbrüder ins Leben gerufen hatte. Damals verwandte Philidor immer mehr Aufmerksamkeit auf das Schachspiel, das er als Zeitvertreib der älteren Musiker in Versailles kennengelernt hatte. Er erwarb nunmehr unter der Anleitung von Monsieur de Kermur, Sire de Légal, einem der führenden Schachspieler der Zeit, erhebliche Fertigkeiten und konnte schließlich seinen Lehrer besiegen. Zu seinen Gegnern am Schachtisch gehörten Voltaire und Rousseau sowie andere führende Vertreter der französischen Intellektuellenkreise, mit denen er sich häufig im Café de la Régence traf. 1745 ging er mit Francesco Geminiani und einem Italiener namens Lanza auf eine Konzertreise. Die Tochter des letzteren soll ein Wunderkind auf dem Cembalo gewesen sein; sie starb aber noch vor Beginn der Konzerte, worauf ihr Vater den französischen Kollegen mittellos in den Niederlanden zurückließ. Philidor hielt sich nach bestem Vermögen mit seinen Schachkünsten über Wasser. Dabei lernte er unter anderem einige englische Offiziere kennen, die ihm den Weg nach England ebneten. 1747 begann Philidor, in Slaughter's Caféhaus in London Schach zu spielen, wo er einige der ersten englischen Spieler schlug. Im nächsten Jahr kehrte er zunächst in die Niederlande zurück, und während eines Aufenthalts in Aachen schrieb er seine Analyze des échecs, die später als L'analyse du jeu des échecs in revidierter Form neu aufgelegt wurde. Eine englische Fassung erschien 1749 in London – mit einer Liste namhafter Subskribenten, zu denen unter anderem der Herzog von Cumberland gehörte. Philidor hatte sich als führender Schachspieler seiner Zeit etabliert.

Dem Drängen seines Freundes Diderot entsprechend, kehrte François-André Danican Philidor 1754 nach Frankreich und zur Musik zurück. Zunächst lehnte die Chapelle Royale es ab, seine Motette Lauda Jerusalem aufzuführen, da sie als „zu italienisch” gebrandmarkt wurde. Doch dieser Misserfolg veranlasste Philidor, dem Rate Jean-Philippe Rameaus zu folgen und sich mit dem Theater zu beschäftigen. Seinen ersten bedeutenden Erfolg feierte er 1759 mit der komischen Oper Blaise le savetier (Blaise der Schuster). Damit begann eine langjährige Laufbahn voller Triumphe, neben der Philidor auch seine Karriere als Schach-Virtuose vorantrieb: Berühmt war er nicht zuletzt wegen seiner Fähigkeit, simultane Partien blind zu spielen. Das Schachspiel brachte ihn immer wieder einmal nach London, wo er sich auch 1792 wiederfand. Anfangs hatte er noch die Sache der Revolution unterstützt, doch schließlich musste er feststellen, dass sich sein Name auf der Liste der émigrés befand, er also nicht zu seiner Frau, der Sängerin Angélique Richer, und seinen Kindern nach Paris zurückkehren konnte. Er starb am 31. August 1795 in London.

 

Die komische Oper Le maréchal ferrant (Der Grobschmied) wurde 1761 an der Foire St Laurent uraufgeführt. Die Handlung beruht auf einer Episode des Dekameron, und das Werk errang einen beträchtlichen Erfolg. Die Ouvertüre ist in der Form einer dreisätzigen italienischen Sinfonia komponiert. Die vorliegende Veröffentlichung enthält daneben auch die Ouvertüren zu Le sorcier (Der Zauberer), der 1764 mit unmittelbarem Erfolg an der Comédie-Italienne herauskam, sowie zu der Oper Tom Jones nach dem Roman von Henry Fielding, die 1765 von derselben Truppe uraufgeführt wurde und allmählich ebenso beliebt wurde wie der ein Jahr ältere „Zauberer”.

 

Das Carmen sæculare nach dem gleichnamigen Gedicht und anderen Gesängen des Horaz schrieb Philidor auf Anregung des italienischen Gelehrten Giuseppe Baretti, einer bekannten Gestalt der Londoner Intellektuellenkreise, der die lateinischen Texte ausgewählt hatte und nun als Komponisten „einen Mann von Verstand, einen Mann von Geschmack, einen begeisterten Mann” suchte, der „über eine Fülle von Ideen und Hilfsmittel verfügt und in der Lage ist, im Wechsel die Feierlichkeit der Kirchenmusik mit der Brillanz des Theatralischen zu mischen.” Dieses Musterexemplar fand er in Philidor. Baretti, der 1760 in London ein englisches Wörterbuch herausgegeben hatte, wurde 1769 wegen Mordes vor Gericht gestellt, nachdem er auf dem Haymarket in Notwehr einen Mann erstochen hatte. Es kam zu einem Freispruch, da Dr. Samuel Johnson, Edmund Burke und David Garrick als Leumundszeugen für ihn ausgesagt hatten – ein Hinweis auf die Zirkel, in denen er sich bewegte.

James Boswell erinnert sich im März 1779 an einen Vorfall, bei dem sich bewusster Dr. Johnson von seiner besonders nachsichtigen Seite zeigte: „Als ich eintrat, unterbrach ich ihn kurzfristig bei einem wichtigen Geschäft... als er sich diesem wieder zuwandte, bemerkte ich, dass es gerade um eine handschriftliche Übersetzung des Carmen saeculare von Horaz ging, das in diesem Jahre zur Musik gesetzt und als öffentliche Unterhaltung in London zum gemeinsamen Besten des Monsieur Philidor und des Signor Baretti gegeben worden war. Als Johnson zu Ende gelesen hatte, fragte ihn der Autor schroff, ob das nicht im Ganzen eine gute Übersetzung sei? Johnson, der ungewöhnlich streng auf die Wahrheit achtete, schien einen Moment nicht recht zu wissen, was er antworten sollte. Jedenfalls konnte er das Betragen nicht billigen, und so ging er mit exquisiter Adresse der Frage dergestalt aus dem Wege: ‘Herr, ich will nicht sagen, dass das keine sehr gute Übersetzung ergeben könnte.' Auf diese Weise wurde das Betragen nicht geduldet, ohne dass der Schreiber hätte schockiert sein können.”

In der Einleitung, die er mit dem Carmen sæculare veröffentlichen ließ, rechtfertigt Baretti sein Unternehmen: „Ich sehe keinen Grund, warum Literatur und Ergötzung sich nicht gegenseitig unterstützen und warum nicht die Oden von Horaz ihren Weg aus den Schulen und Kollegien an vergnügtere Stätten nehmen sollten.” Er fragt nach den Gründen, warum wohl gern andere lateinische Texte vertont werden, die Komponisten Horaz aber vernachlässigen, und meint weiter: „Viele Passagen dieser Oden machen den Eindruck, dass sie für Musik gedacht waren – nein, dass sie bereits während ihres eigentlichen Entstehungsaktes gesungen wurden. Horaz hat wiederholt gesagt, er habe sie zum Klange des Barbiton und der Cithara komponiert.”

Horaz schrieb sein Gedicht im Jahre 17 v.Chr. auf Befehl des Augustus. Es sollte zur Feier der Weltlichen Spiele gesungen werden, die einmal in hundert Jahren stattfinden sollten. Daran sollten je 27 Knaben und 27 Mädchen teilnehmen (drei mal neun ist eine besonders verheißungsvolle Zahl), deren Eltern noch lebten. Die Dichtung ruft in sapphischen Strophen die verschiedenen römischen Götter an, die um ihren gnädigen Segen für den Staat gebeten werden. Als Baretti seinen Text zusammenstellte, griff er teilweise auf die neue Anordnung der Oden zurück, die Abbé Sanadon vorgenommen hatte. Dieser war der Ansicht, dass ursprünglich auch andere Verse zu dem Werk gehört hätten. Daher beginnt Baretti mit vier Zeilen aus den Carmina III.1, gefolgt von Worten aus den Carmina IV.6.l.29-44. Der zweite Teil benutzt die ersten 28 Zeilen eben dieses Gedichts. Für den dritten Teil benutzte Baretti die Carmina I.21, und erst im vierten Teil bringt er jenen Text, der gemeinhin als Carmen sæculare bekannt ist. Abbé Sanadon hatte genau dieselben Ausschnitte aus den genannten Gedichten vorgeschlagen, wobei IV.6.1-4 als Prolog, dann IV.6.1-28 als erster, I.21 als zweiter und das Carmen sæculare als dritter Teil stehen und IV.6.29-44 den Epilog bilden sollten.

Philidor beginnt sein Werk mit einer Ouverture [CD 1 / Track 4], deren zeremoniöser Marsch den passenden Auftakt des Ritus darstellt. [1/5] Im Prolog übernimmt der Tenor die Rolle des Priesters, der die Zeremonie leitet: Beschwichtigend singt er die Worte Odi profanum vulgus (Gemeinen Pöbel hass ich), den Anfang des Gedichts Genügsamkeit, das im alkaischen Metrum steht. [1/6] Am Anfang des ersten Teils singt der Tenor eine Anrufung des Gottes Apollo (Phoebus gab den Geist mir), [1/7] und nach einem kurzen Rezitativ geht es um die „Schar im Schutz der delischen Göttin [Diana], deren Bogen Luchs und Hirsch in des Laufes Flucht bannt; achtet wohl aufs lesbische Maß [die sapphischen Strophen].” [1/8] Er wendet sich an die Mädchen, die noch, wenn sie verheiratet sind, daran denken sollen, dass auch sie einst beim Hundertjahrfest gesungen haben.

[1/9] Am Anfang des zweiten Teils steht eine weitere Anrufung des Apollo. Jetzt erinnert der Chor daran, wie er einst Niobes sieben Söhne und sieben Töchter umbrachte, um sie für die eitle Prahlerei gegenüber seiner Mutter Leto zu bestrafen, und wie er ferner zusammen mit seiner Schwester sowohl den Giganten Tityus als auch den griechischen Helden Achilles tötete. [1/10] In einem Akkompagnato-Rezitativ schildert der Bassist die Tapferkeit des Achilles, der – „Sohn der Thetis, der Meeresgöttin” – die Türme Trojas erschüttert habe. [1/11] Darauf, so heißt es in der nachfolgenden Arie mit Chor, sei er „wie die Fichte unter des Mordbeils Schlägen, die Zypresse unter der Wucht des Oststurms” dahingesunken – ein Mann, der sich niemals in dem hölzernen Ross versteckt hätte, mit dem die Trojaner und „Priamus' reigenfrohe Burg” überfallen wurden. Nein, in offner Schlacht hätte er kleine Kinder, auch ungeborene noch, grausam ermordet – und der Chor entsetzt sich angesichts solcher Vorstellung. [1/12] Die Sopranistin setzt das vorige fort, indem sie von der Gnade des Göttervaters spricht, der – von Apollo und der holden Venus bewegt – dem trojanischen Flüchtling Aeneas neue Mauern verhieß und ihm die Gründung der Stadt Rom erlaubte. [1/13] Der Chor beschließt den zweiten Teil mit einem Lobgesang auf den Lyraspieler Apollo, den Lehrer der Muse Thalia, der jetzt die römische Muse beschirmt.

[1/14] „Preist Diana im Lied, liebliche Mädchen! Preist, Knaben, ihr den Apoll in seiner Locken Pracht!” So beginnt der dritte Teil, und das Duett für Sopran und Mezzosopran vergisst auch nicht Latona (Leto), die von Jupiter geliebte Mutter des göttlichen Geschwisterpaares. [1/15] Tenor und Chor setzen das Lob der Diana fort – deutlich hört man hier in der Musik ihre Attribute als Göttin der Jagd; sie besingen Delos, die Wiege der Geschwister, deren männlicher Teil für seinen Umgang mit Bogen und Lyra bekannt ist. [1/16] Soli und Chor vereinen sich schließlich zu der flehentlichen Bitte, der Gott möge dem Volke und seinem Herrscher Krankheit und Hungersnot nehmen, solches Unheil aber nach Belieben den Parthern und Briten senden.

[2/1] Der vierte Teil bringt nun die Worte des eigentlichen Carmen sæculare mit seinen sapphischen Strophen. In den ersten acht Zeilen des Gedichts erbitten Sopran und Mezzosopran mitsamt dem Chor eine günstige Antwort von Gott und Göttin – da doch „erkorene Mädchen und keusche Knaben” getreu den mahnenden sybillinischen Sprüchen ein Loblied singen. [2/2] Bassist und Chor preisen Apollo als Sonnengott, der auf seinem Strahlenwagen Tag und Nacht bringt: „mögest du niemals Größeres schauen als die Stadt Rom. ” [2/3] Die Sopranistin wendet sich in der nächsten Strophe an Diana, die Mondgöttin, und ruft sie bei ihren verschiedenen Namen, um über die Mütter und die traditionellen Bande der Ehe, „den trächtigen Ursprung neuer Geschlechter”, ihre segnende Hand zu breiten. [2/4] In einem fugierten Satz besingt der Chor den „Hymnenklang und das volkreiche Fest”, das die Göttin nach Ablauf eines Jahrhunderts für drei leuchtende Tage wieder erneuern möge. [2/5] Der Bassist wendet sich nunmehr an die Parzen, die Schicksalsgöttinnen, auf dass sie dem vergangenen Glück künftiges Wohlergehen folgen lassen. [2/6] Sopran, Mezzosopran und Chor bitten die Mutter Erde, Ceres den „Ährenkranz” zu schenken und zu besorgen, dass die Früchte durch des Himmels Hauch und labenden Regen genährt werden. [2/7] Die vier Solisten vereinen sich mit dem Chor zu einem feierlichen Hymnus: Sanft gestimmt und huldvoll möge Apollo das Flehen der Knaben hören, Diana hingegen, die „zwiegehörnte Fürstin der Sterne, Luna” die Mädchen erhören. [2/8] In einem Akkompagnato-Rezitativ erinnert der Tenor an die Sage, der zufolge Rom von trojanischen Flüchtlingen gegründet wurde – angeführt vom „frommen Aeneas”, der ungefährdet durch Trojas Flammen sich den Weg gebahnt hatte und der mit den seinen mehr erhielt, als er zurückgelassen. [2/9] In der anschließenden Arie bittet er die Götter, der bildsamen Jugend Sitten und Ruhe zu verleihen, dem sanften Alter aber Wohlstand, Nachwuchs, Ehren und Ruhm zu schenken. [2/10] Bassist und Chor bitten ferner, dass die schneeweißen Stiere, die Aeneas – der edle Spross der Venus und des Anchises – geopfert habe, gehörig belohnt werden, und dass er den besiegten Feind zu seinen Füßen mit Milde behandeln möge. [2/11] Der Tenor berichtet in einem Rezitativ von der Unterwerfung der Meder, der Skythen und der Inder, die jüngst noch voll Hochmut waren, [2/12] und in der nachfolgenden Arie feiert er die Rückkehr von Treue und Frieden, Glanz, alter Zucht und Tugend, die so lange verachtet gewesen: Darin „zeigt sich gefüllten Hornes glücklicher Segen.” [2/13] Die anschließende Arie für Mezzosopran richtet sich an Phoebus Apollo, den Gott der Heilkunst: Gnädig soll er auf Palatiums Altäre schauen, den römischen Staat und Latium in ein neues Jahrhundert des Glücks und immer bessere Zeiten führen. [2/14] Die vier Solisten schließen sich in der Bitte an Diana zusammen, die Gebete der Fünfzehn Männer und der Knaben zu erhören. [2/15] Der Chor, der gelernt hat, „Dianas und Phoebus' Ruhm zu preisen”, spricht von der Hoffnung, Jupiter und allen andern Göttern mit dem Gebotenen gefallen zu haben. Ein fugierter Schluss bringt die Empfindungen treffend zum Ausdruck.

Keith Anderson
Deutsche Fassung: Cris Posslac

 

Die gesungenen Texte sind online unter http://www.naxos.com/libretti/557593.htm

 


Close the window