About this Recording
NHB10372 - STORM, T.: Halligfahrt (Eine) (vollstandiger Text)
German 

Eine Halligfahrt

Nach der Zeit in Heiligenstadt (1856–1864) war Storm nach Husum zurückgekehrt. In dieser Husumer Zeit (1864–1880) entstand die Erzählung „Eine Halligfahrt“. Veröffentlicht wurde sie zuerst im Oktober 1871. Die „Halligfahrt“ enthält nicht nur die schöne Schilderung von Meer und Landschaft, sondern auch eine sich nur in Andeutungen abspielende Liebesgeschichte. Im Sommer 1873 schrieb Storm an Pietsch: „Warum soll der junge Mann in der ,Halligfahrt’ zugreifen? Es ist die Schilderung der leichten jugendlichen Berührung zweier Herzen, ,Tage, die den Rosen gleichen’. Ist denn das an sich nicht wert, geschrieben zu werden? Der Alte, das bin ich. Die Lokalität ist genau (Hallig ,Süderoog’, war einmal vor vier Jahren dort), Personen sonst erfunden…“ Und dieser Alte hat sich vom Festland auf eine Hallig zurückgezogen. „Die Räder der Staatsmaschine“ wurden ihm „doch zu indiskret“, die Gewalt der „kleinen regierungslustigen Mitkreaturen“ zu groß, „die Exzellenzen und Geheimen-Ober-Gott-weiß-was-Räte begannen sich die letzte Zeit in unserer guten Stadt auf eine für mich äußerst beunruhigende Weise zu vermehren“. Aber natürlich spielt bei dieser Flucht aus der Welt auch die Liebesgeschichte eine Rolle.


Close the window