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NHB10792 - SCHNITZLER, A.: Morder (Der) / Das Tagebuch der Redegonda (ungekurzt)
German 

Der Mörder • Redegonda

„Der Mörder“ wurde zuerst 1911 veröffentlicht. Erste Notizen hatte Schnitzler schon 1897 gemacht, die Ausarbeitung erfolgte bis 1910, zunächst noch unter dem Titel „Doppelspiel“. Die perfide Art des Mordes, die hier geschildert wird, führte Richard Specht—ein Zeitgenosse und Verehrer Schnitzlers, mit ihm gut bekannt—dazu, diese Erzählung als die „peinlichste (nicht nur: peinigendste), unangenehmste, ja abstoßendste unter all den Dichtungen“ Schnitzlers zu nennen. Man mag dem zustimmen oder auch nicht, in jedem Fall muß man die Darstellungskunst Schnitzlers bewundern. „Das Tagebuch der Redegonda“ erschien zuerst 1911. Sie stellt in der Form ein Ineinander von Realität und Irrealität dar: ein Dichter sitzt auf einer Parkbank, ihm begegnet—so berichtet er—ein alter Bekannter, der ihm eine merkwürdige Liebesgeschichte zu erzählen beginnt. Nicht ohne ironischen Vorbehalt spricht Schnitzler hier von der Tätigkeit des Dichters und dem „weithin verbreiteten Mißtrauen, das Dichtern nun einmal entgegengebracht zu werden pflegt, wenn auch“—wie er selbstbewußt feststellt—„mit weniger Grund als den meisten anderen Menschen“.


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