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NHB10862 - STORM, T.: Immensee
German 

Immensee

Storm schrieb eine erste Fassung dieser Erzählung 1849. Dann aber unterzog er sie einer gründlichen Überarbeitung, deren Ergebnis 1851 erschien. In dieser Form wurde die Erzählung sehr erfolgreich, erlebte schon zu Storms Lebzeiten 30 Auflagen und zählt neben dem „Schimmelreiter“ zu seinen populärsten Werken. „Immensee“ ist eine Rahmenerzählung, bestehend aus zehn Kapiteln—die Überschriften fehlten in der ersten Fassung—, von denen das erste und zehnte den Rahmen bilden, in dem ein Mann Rückschau auf sein Leben hält. Die übrigen acht Kapitel schildern den schmerzlichen Verlauf seiner Liebe zu Elisabeth. Storm hat nicht nur die Probleme eines Liebenden, sondern damit verschränkt auch die einer—von der Gesellschaft als überflüssig angesehenen—dichterischen Existenz dargestellt. Elisabeths Liebe wird von den Konventionen der Gesellschaft so eingeengt, daß sie einen ungeliebten Mann heiratet, um im Sinne der Mutter versorgt zu sein. Die Geschichte ist nicht eine traurig endende Liebesgeschichte wie viele andere, dem steht die im Rückblick des Alten zutage tretende kritische Einsicht in die Verhältnisse entgegen und sein Wille, sich von allem „gewaltsam“ zu lösen. Fontane schrieb 1853, die Erzählung gehöre zum „Meisterhaftesten, was wir jemals gelesen haben“.


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