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NHB20042 - CHAMISSO, A. von: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
German 

Peter Schlemihls wundersame Geschichte

Der Anstoß zu „Peter Schlemihl“ ist wohl ein Gespräch mit Fouqué gewesen: „Ich hatte auf einer Reise (…) mein ganzes bewegliches Gut verloren; Fouqué frug: ob ich nicht auch meinen Schatten verloren habe? und wir malten uns das Unglück aus.“ Als die Geschichte 1814 erschien, waren ihr Vorreden vorangestellt: angeblich sei das Manuskript von einem Unbekannten bei Chamisso abgegeben worden, dieser habe es seinem Freund Hitzig und eine Abschrift an Fouqué geschickt, der es ohne Wissen Chamissos habe drucken lassen. Vermutlich glaubte Chamisso, sich hinter dieser Mystifikation verstecken zu müssen, weil er nicht wußte (oder dies nur vorgab), ob es ihm gelungen sei, der deutschen Sprache gerecht geworden zu sein. Die erste Ausgabe erschien daher anonym, hatte aber sofort Erfolg; 1827 erschien eine zweite, 1835 eine dritte Ausgabe.

„Peter Schlemihl“ nimmt zwar Märchenmotive auf, ist aber kein Märchen; der Text ist zwar 1814 erschienen, gehört aber nicht der Romantik an. Deshalb ist er häufig als „phantastische Novelle“, als „Novellen-Märchen“, als „schwebend zwischen Märchen und Novelle“ gekennzeichnet worden. Auf die Frage, was denn der Schatten in der Erzählung zu bedeuten habe, hat Chamisso nie eine Antwort gegeben. Natürlich kam es zu diversen unterschiedlichen Erklärungen, die alle mehr oder weniger sinnvoll sind. Hört man jedoch einfach die Erzählung, erübrigen sich wissenschaftliche Spitzfindigkeiten.


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