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NHB20462 - HOFFMANN, E.T.A.: Nussknacker und Mausekonig
German 

Nußknacker und Mausekönig

Dieses Kindermärchen entstand 1816. Die Namen Fritz und Marie sind diejenigen der Kinder von Hoffmanns Freund Eduard Hitzig. Hoffmann kannte sie gut und hat ihnen oft—wie Droßelmeier, in dessen Figur Hoffmann sich ironisch selbst porträtiert—Märchen erzählt oder Spielzeug gebastelt.

Hoffmann nannte „Nußknacker und Mausekönig“ ein „Kindermärchen“, und das ist es in seinem unglaublichen Einfallsreichtum und dem Ausmalen einer kindlichen Phantasiewelt auch. Doch wenn für Marie um Mitternacht Spielzeuge lebendig werden und eine Schlacht zwischen dem Heer des Mausekönigs und den Puppen und Soldaten des Nußknackers entbrennt, dann mischt sich auch Furcht in diese Welt, die nun nicht mehr ganz wunderbar ist: Marie bekommt Angst, zerbricht eine Glasscheibe und verletzt sich. Phantastik wird zum Spuk. Während Maries Gesundung erzählt Droßelmeier ihr das Märchen von der harten Nuß, das die Häßlichkeit der Nußknacker erklärt—und taucht selbst darin auf. Hoffmann vermischt die Welt des Alltags und Phantastik auf eine Weise, die das kindliche Auffassungsvermögen gelegentlich übersteigt. So wird „Nußknacker und Mausekönig“ auch zu einem Märchen für Erwachsene, die ihr Vergnügen daran finden werden, den Kapriolen und Windungen der Handlung zu folgen.


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